Kaninchen regelmäßig wiegen – das muss für Tierfreunde selbstverständlich sein. Denn oft ist ein Gewichtsverlust der Hinweis auf eine Erkrankung. Zum Beispiel kündigt sich so die Kokzidiose an, die manchmal auch starken Durchfall verursachen kann. Kaninchenhalter sollten diese Erkrankung kennen.

Was sind Kokzidien?

Kokzidien sind Einzeller, die in der Darmschleimhaut oder in den Gallengängen schmarotzen. Sie entwickeln sich in einem komplizierten Zyklus, an dessen Ende so genannte Oocysten mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese reifen innerhalb von ein bis sechs Tagen in der Einstreu und werden dann von den Tieren aufgenommen.

Der Tierarzt kann helfen.

Kokzidiose kann tödlich sein. Der Tierarzt hilft, indem er gezielt Medikamente verabreicht. Doch auch die tägliche, gründliche Hygiene des Geheges und Desinfektion mit heißem Wasser sind wichtig, um die Infektion loszuwerden.

Hygiene als Prophylaxe.

Generell gilt für Kaninchenfreunde: Ein sauberes Gehege hält ungebetene Parasiten fern – empfohlen werden tägliches Entfernen des Kots und die wöchentliche Grundreinigung mit Einstreuwechsel. Grünfutter und Heu sollten nicht mit der Einstreu in Berührung kommen: Hierfür bietet sich die Verwendung von Futterraufen an. Und: Bevor neue Kaninchen ins Gehege kommen, sollte ihr Kot untersucht werden.

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Festgestellt vom Besitzer werden zunächst nur  Hautveränderungen, die sich als teigige, knotige, haarlose oder behaarte Knoten, nässende oder offene Wunden darstellen. Gelegentlich wird auch gesagt, dass sie in der Größe wechseln. Aufgrund der vielfältigen Erscheinungsbilder empfiehlt es sich, Knoten umgehend vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Mit diesen Anzeichen kündigt sich beispielsweise der Mastzelltumor an, eine bösartige Tumorerkrankung, bei der sich entartete Zellen am häufigsten an Gliedmaßen, Kopf und Rumpf finden lassen. Die Ursache, die zur bösartigen Veränderung der Mastzellen führt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es gibt aber Rassen, die häufiger erkranken als andere.

Mastzellen stammen von bestimmten Vorläuferzellen im Knochenmark ab. Sie sind eine Form der weißen Blutkörperchen, die ins Blut abgegeben werden und von dort aus in das Bindegewebe einwandern. Mastzellen sind an Immun-, Allergie- und Entzündungsreaktionen beteiligt. Die Mastzellen sind im ganzen Körper verteilt, gehäuft kommen sie allerdings in der Haut, in den Schleimhäuten der Atemwege, in der Nähe von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen sowie in der Darmschleimhaut vor. Mastzelltumore speichern im Zellinneren unterschiedliche Substanzen (Enzyme, Histamine, Heparin), deren Freisetzung negative Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben kann. Blutungsneigung, Juckreiz oder auch Wundheilungsstörungen können ebenso auftreten wie Magen- oder Dünndarmgeschwüre (Ulzerationen) mit dunkel gefärbtem Kot, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen. Eine Freisetzung großer Mengen dieser Substanzen kann zu allergieartigen Reaktionen führen,  die in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich sein können.

Therapie der Wahl ist die großflächige Excision (Herausschneidung) und Einsendung des Tumors zum Pathologen. Nach dessen Ergebnis wird dann entschieden, was weiter getan wird. Im günstigsten Fall kann einfach abgewartet werden ohne weitere Therapie. Es kann aber auch notwendig sein, eine Bestrahlungstherapie durchzuführen oder eine Chemotherapie. Beide Therapien sind bei Tierhaltern oft negativ besetzt, da schlimme Nebenwirkungen befürchtet werden, doch sie können für das Tier von großem Nutzen sein und sind so konzipiert und dosiert, dass ausschließlich die Lebensqualität des Tieres im Fokus steht.

© Fachinformation/Quelle: Dr. Jochen Schulze-Lammers

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Katzen können an chronischen Schmerzen leiden. Als chronisch bezeichnet man Schmerzen dann, wenn sie nach der Genesung nicht verschwinden oder wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen bzw. immer wieder aufflammen.

Besonders häufig sind Arthrosen die Ursache für chronische Schmerzzustände. In Tierarztpraxen werden nicht selten Katzensenioren über zehn Jahre vorgestellt, bei denen der Tierhalter Verhaltensauffälligkeiten bemerkt hat.  Zu diesem Zeitpunkt wird eine Behandlung schon höchste Zeit – da Katzen möglichst lange eine Schwäche zu verbergen versuchen. Deshalb ist es immer gut, als Tierhalter bereits feine Veränderungen am Tier zu erkennen, und möglichst früh die Katze in der Tierarztpraxis vorzustellen.

Vorsorglich sollten Katzenhalter ihr Tier gut beobachten, damit sie wissen, welches Verhalten normal ist und welches nicht. Achten Sie z.B. darauf, ob das Tier sich genau so bewegt und spielt wie gewöhnlich. Beobachten Sie es auch, wenn möglich, beim Benutzen der Katzentoilette. Achten Sie darauf, ob es Schwierigkeiten beim Hochspringen oder bei der Fellpflege gibt. Gelenkveränderungen wie Arthrose können im weiteren Verlauf mit großen Schmerzen verbunden sein. Chronische Schmerzen setzen den Organismus unter Dauerstress, mit der Folge, dass Atmung, Herz und Kreislauf sowie der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten können.

Schmerzen schwächen das Immunsystem, so dass Katzen, die unter chronischen Schmerzzuständen leiden, anfälliger für Infektionen sind. Denn je länger ein schmerzhafter Zustand andauert, desto größer sind die schädlichen Folgen der Schmerzen für die Psyche und den Gesamtorganismus der Katze.

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Maxi haart mehr als sonst. Nein, krank ist sie nicht. Ein Fellwechsel ist nicht nur beim Hund, sondern auch bei Heimtieren wie Kaninchen üblich. Im Herbst und im Frühjahr hat das alte Haarkleid ausgedient. Auch Kälteeinbrüche und andere starke Wetterschwankungen können zu einem Fellwechsel führen.

Zwar haaren die Tiere stark, dennoch kommt es im Normalfall nicht zu kahlen Stellen. Verschorfte oder haarlose Hautpartien sind indessen Indizien für einen Parasiten- oder Pilzbefall und können auch auf eine Mangelerscheinung hinweisen. Hier ist der Tierarzt gefragt. Beim Putzen während eines Fellwechsels verschlucken die Langohren mehr Haare als sonst – schnell kann es dann zur Darm-Verstopfung kommen. Erste Anzeichen sind kleine „Köttelketten“, die das Kaninchen ausscheidet. Am besten, Sie statten mit dem Tier Ihrem Tierarzt einen Besuch ab. Er kann entscheiden, ob es sich um eine beginnende Verstopfung handelt.

In Absprache mit dem Tierarzt können sogar schon Naturprodukte helfen, die den Abgang der Haare erleichtern. Auch Stückchen frische Ananas und Kiwi sorgen für eine weichere Beschaffenheit der Haare, so dass diese besser, problemloser den Darm passieren können.

Die frischen Früchte enthalten das Enzym Bromelin. Wichtig ist es, lieber einmal mehr den Tierarzt zu Rate zu ziehen, bevor es zu Durchfällen kommt. Übrigens: Kaninchen, die mit Gras und Heu, Grünfutter und Gemüse ernährt werden und sich viel bewegen, haben seltener Schwierigkeiten mit Haarballen.

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Ein häufiger Grund für Tierarztbesuche sind Haut- und Unterhauttumore. Viele dieser Gebilde sind harmlos, dennoch ist es enorm wichtig, sie in der Praxis untersuchen zu lassen. Der Tierarzt kann durch Erfahrung und verschiedene Maßnahmen wie Röntgen, Ultraschall, Feinnadelbiospie oder Punktion den sinnvollsten Therapieweg empfehlen: Dies reicht von der Empfehlung zum Abwarten bis zur chirurgischen Entfernung und strahlen- oder chemotherapeutischer Nachbehandlung.

An der Oberfläche vorkommend sind u.a. Plattenepithelkarzinome, Basaliome, Trichoblastome und Talgdrüsentumore. Sie können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und von völlig unterschiedlichem Schweregrad sein. In der Haut selbst ist die größte und problematischste Gruppe beim Hund die der Mastzelltumore. Wenn die Voruntersuchungen ergeben haben, dass ein tatsächlich oder möglicherweise bösartiger Tumor vorliegt, ist meist die Entfernung durch Ausschneiden das Mittel der Wahl.

Nach der tierärztlichen Entscheidung, das Gebilde chirurgisch zu entfernen, wird das Entnommene histopathologisch (feingeweblich – mikroskopisch) im Labor untersucht. Ob eine ergänzende Bestrahlung und/oder die Applikation eines Chemotherapeutikums nach dem chirurgischen Eingriff sinnvoll ist, sollte der Tierarzt entscheiden. Ausgebildete Strahlentherapeuten können hinzu gezogen werden, die eine Strahlentherapie (Strahlenheilkunde, Radiotherapie, Radioonkologie) durchführen können mit anschließender Rücküberweisung zur Praxis. Am Beispiel eines Maulhöhlenkarzinoms, der sich meist nur unvollständig entfernen lässt, besteht die Möglichkeit nach der Chirurgie Bestrahlungen durchzuführen. Dies gilt auch für Fibrosarkome (bösartige Bindegewebstumoren) der Katze. Solche Tumore sind fast immer strahlensensibel.

Die Strahlentherapie zählt in der Tiermedizin aber immer noch zu den Raritäten. Die Methode „Strahlentherapie“ ist zunächst im Meinungsbild negativ besetzt – es werden ein Strahlenrisiko und starke Nebenwirkungen befürchtet. Dies gilt für Tierärzte und für Tierhalter. Die Strahlentherapie kann aber nachweislich eine effektive Behandlungsform bestimmter Tumorarten sein, unter Strahlenexperten gilt sie als verträglich und schmerzfrei. Sie wird nur von ausgebildeten Strahlentherapeuten an wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt.

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Der Rüde Paul knabbert, knibbelt, leckt und kratzt. Offensichtlich juckt es fürchterlich. Stetiger Juckreiz sollte der Tierhalter beim Tierarzt abklären lassen, da dies mehrere Ursachen haben kann. Der Grund für Pauls Unruhe sind winzige Grasmilben, die speziell im Spätsommer und im Herbst zahlreichen Tieren das Leben schwer machen und einen enormen Juckreiz hervorrufen. Grasmilben (Trombikula = Trombukulose, der Volksmund spricht auch von Erntebeiß) oder Herbstgrasmilben (Neotrombikula autumnalis) sind Parasiten, die sich im Boden aufhalten. Deren Larven schlüpfen im Herbst, gelangen an die Oberfläche und sammeln sich an feuchten Stellen auf Grashalmen. Beliebte Stellen sind Kuhweiden, Hundewiesen, Wiesen. Bei milden Temperaturen warten sie, bis sie auf ein Tier oder einen Menschen treffen.

Weshalb juckt es so?

Die sechsbeinige Larve verankert sich in der Haut, ihr Speichel löst die oberste Zellschicht auf und beginnt, die Flüssigkeit aufzusaugen. Ihr Speichel enthält Stoffe, die den Juckreiz hervorrufen. Soweit bekannt ist, werden von den einheimischen Grasmilben keine Krankheiten übertragen. Auch Tiere, die z.B. eine reguläre Prophylaxe gegen Flöhe, Zecken und Demodex-Milben tragen, können trotzdem befallen werden. Nach zwei bis drei Tagen lässt die Nymphe sich fallen und verschwindet wieder im Boden, wo sie „frisch gestärkt“ zur Milbe heranwachsen kann.

Was kann der Tierhalter tun?

Das Beste ist, in dieser Zeit hohes Gras zu meiden. Sollte das Toben auf der Wiese doch einmal vorkommen, waschen Sie nach dem Ausflug Beine und Bauch des Tieres mit klarem Wasser ab und wischen Sie mit einem frischen, feuchten Tuch nach. Sie selbst sollten hohes Schuhwerk tragen und sich nicht auf den Boden setzen. Schneiden Sie im eigenen Garten den Rasen regelmäßig, da die Parasiten an der Grasspitze sitzen. Gerne verankert sich die Herbstgrasmilbe zum Beispiel in der Zwischenzehenhaut, Ellbogenbeuge, Ohrfalte oder Bauch. Sobald Sie entzündete Hautveränderungen durch unentwegtes Kratzen an Ihrem Tier feststellen, sollten Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen.

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Die elfjährige Mischlingshündin Nina macht einen schlappen Eindruck, beim Spaziergang trödelt sie, scheint müde zu sein. Zuweilen ist sie schwach auf den Hinterläufen, trinkt mehr und setzt häufiger Urin ab. Nach einer Blut- und Urinuntersuchung beim Tierarzt ist die Ursache gefunden. Nina leidet unter einer chronischen Niereninsuffizienz (CNI). Häufiges Grasfressen könnte ebenfalls ein Anzeichen sein.

Das Tückische: Die Veränderung des Hundes kommt schleichend, viele Tierhalter denken, dass es schlicht am Alter des Hundes liegt. Doch bei älteren Hunden zählt die CNI zu einem häufigen Erkrankungsbild. Erst bei 50 Prozent der Nieren-Schädigung treten merkliche Symptome wie vermehrter Urinabsatz und vermehrtes Trinken, Appetitmangel und Gewichtsverlust, Entzündungen der Mundschleimhäute, Erbrechen, Lethargie, Durchfall auf. Allein deshalb ist es hier sinnvoll, den Hund ab dem 7. Lebensjahr einer jährlichen Vorsorgeuntersuchung bzw. einem Bluttest zu unterziehen.

Das Spezifische Harngewicht (SHG) und bei fortschreitender Schädigung erhöhte Kreatinin- und Harnstoffwerte im Blut weisen auf eine CNI hin. Bei schwachen Nierenleistungen jüngerer Hunde wird eine genetische Vorbelastung vermutet, z.B. bei Rassen wie Cockerspaniel, Terrier, Beagle, Chow-Chow, Dobermann, Golden Retriever, Berner Sennenhund, Rottweiler.

Arbeitet die Niere nicht mehr richtig, reichert sich im Blut eine erhöhte Konzentration von Harnstoff, Kreatinin oder anderen stickstoffhaltigen Substanzen an (Azotämie). Ist der Hund an einer chronischen Niereninsuffizienz erkrankt, kann mit tierärztlichen Kontrollen, Achtsamkeit seitens des Tierhalters und einer entsprechenden Ernährung (Nierendiäten) die Lebensqualität des Hundes noch gut erhalten bleiben. Ebenfalls ist es möglich, die Nieren homöopathisch zu unterstützen. Stress sollte vermieden werden. Der Tierhalter muss auf den Flüssigkeitshaushalt und auf Unregelmäßigkeiten wie Abgeschlagenheit, Erbrechen, Durchfall achten. Hier kann der Arzt mit zeitiger, intravenöser Flüssigkeitszufuhr (Infusionstherapie) die Nierenwerte verbessern. Medikamente für andere Erkrankungen müssen mit dem Tierarzt abgesprochen werden, da sie die Nieren belasten könnten.

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Charlotte macht einen ganz munteren Eindruck. Dennoch: Sie hat einen enormen Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust – ein von mehreren möglichen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Sie zählt zu einer verbreiteten Erkrankung älterer Katzen. Eine Blutuntersuchung bringt bei Charlotte Bestätigung. Die Früherkennung ist enorm wichtig, gehört die Schilddrüsenüberfunktion und auch der Bluthochdruck zu Beschwerden, die HCM – die hypertrophe Kardiomyopathie – eine Herzmuskelerkrankung begünstigen. HCM gilt als die häufigste erworbene Herzerkrankung bei Katzen. Eine genetische Veranlagung für HCM ist ebenfalls möglich.

Es kommt zu einer Verdickung des Herzmuskels. Das Herz schafft es dann nicht, sich mit ausreichend Blut zu füllen. Zu wenig Blut gelangt in den Körper, es staut sich zurück in den Lungenkreislauf. Lebensbedrohlich sind bei der fortgeschrittenen HCM Wasseransammlungen in der Lunge (Lungenödem) oder der Brusthöhle (Thoraxerguss). Möglich ist auch eine schmerzhafte Thrombembolie der hinteren Gliedmaßen (= Aortenthrombose). Hierbei handelt es sich um bedrohliche Notfälle. Das Tückische an einer HCM ist, dass die Katze gesund erscheint, dennoch eine Früherkennung für den Erhalt einer möglichst langen Lebensqualität des Tieres von großer Bedeutung ist. Ein jährlicher Herzultraschall für ältere Katzen ist deshalb ratsam, denn nicht immer kommt es zu einem auffälligen Herzgeräusch. Umgekehrt muss auch ein Herzgeräusch nicht immer eine HCM bedeuten.

Früh genug erkannt, kann die Katze medikamentös eingestellt werden. Bis auf allzu heftigen körperlichen Anstrengungen, Stress und das Klauen von salzigen Speisen, kann die Samtpfote ein ganz normales Katzenleben führen. Die Entscheidung zur Therapie obliegt der Einschätzung des Kardiologen. Die Therapie ist dauerhaft, Kontrolluntersuchungen zur optimalen Einstellung sind notwendig. Ein entwässerndes sowie ein kreislaufunterstützenden Medikament schließen an, wenn es zu Wasseransammlungen kommt.

Eine exzellente Überprüfung: Der Tierhalter sollte sich angewöhnen, die Ruheatemfrequenz seiner Katze im Schlaf zu zählen. Ein Heben und Senken des Brustkorbs bedeutet ein Atemzug. Die Ruheatemfrequenz sollte zwischen 40 und 45 Mal pro Minute liegen. Steigt sie dauerhaft an, kann dies ein Anzeichen eines beginnenden Lungenödems oder Thoraxergusses sein. Dann muss der Tierarzt tätig werden. Übrigens: Das Hecheln einer Katze ist keinesfalls normal – hier sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden, da das Tier Schmerzen oder Atemnot haben könnte.

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Allzu oft werden sie unterschätzt, sind aber äußerst gefährlich und Verursacher zahlreicher Not-Operationen im Sommer: Grannen. Wildes Getreide an Straßenrändern und Feldwegen sehen idyllisch aus – aus den reifen gelben Ähren lösen sich die so genannten Grannen. Diese Borsten verfangen sich mit Widerhaken im Fell des Hundes, was zunächst noch harmlos erscheint. Doch durch die Körperbewegung des Tieres dringen sie immer tiefer in die Haut ein. Vielfach rutschen sie in Zehenzwischenräume, Achselhöhlen oder in die Ohren.

Grannen verursachen Schmerzen. Meist knabbern und lecken die Hunde an der verletzen Stelle oder humpeln. Schnell kommt es zu schweren Entzündungen, meist wird ein Eingriff unter Narkose nötig, um das Tier von dem „Eindringling“ zu befreien, denn eine Granne ist so beschaffen, dass sie nur in eine einzige Richtung zu bewegen ist. Der Tierhalter kann sie selten gänzlich entfernen. Bei dem Verdacht einer Grannen-Verletzung sollten Sie immer einen Tierarzt zu Rate ziehen und das möglichst schnell, denn Vereiterungen bzw. Verdickungen unter der Haut heilen aufgrund des Fremdkörpers nicht von alleine ab.

Hund oder auch Katze schüttelt verdächtig oft den Kopf, hält ihn zuweilen schief oder kneift die Augen vermehrt zu: Möglich, dass sich das wilde Getreide in den Ohren verfängt. Tierhalter sollten in diesem Fall nicht selber versuchen, das Ohr zu reinigen, da die Granne nur tiefer in den Gehörgang rutscht. Ohrentropfen oder Salbe nützen hier nichts. Der Tierarzt muss die Granne möglichst rasch entfernen, bevor Entzündungen oder gar ein Trommelfellriss eine komplizierte und teure Behandlung nach sich ziehen. Auch sollten Sie auf vermehrtes Niesen achten, es könnte eine Granne im Spiel sein…

Kosten- und schmerzfrei ist der Fell-Check: Überprüfen Sie nach jedem Spaziergang das Fell Ihres Tieres gründlich. Tasten Sie Ohren, Bein-, Bauch- und Brustfahnen, Achselhöhlen und Pfoten bzw. Zehenzwischenräume ab. „Frisch eingefangene“ Grannen können Sie aus dem Fell Ihres Tieres herauszupfen.

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Mary und ihre Freundinnen werden jeden Morgen gewogen. Denn große Gewichtsveränderungen (von 50 Gramm pro Woche) können bei Meerschweinchen auf Erkältung, Zahnprobleme oder Verdauungsstörungen hindeuten. Solche Erkrankungen sind zu Beginn schwer zu erkennen.

Für Mary & Co. gehört es nämlich zum normalen Verhalten, Krankheiten möglichst lange zu verbergen, da in der Natur kranke Tiere aus dem Rudel ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Meerschweinchen regelmäßig überprüfen. Beispiele: Verhornte Stellen an den Fußsohlen sollten aufgeweicht und abgeschnitten werden. Die Augen sollten klar und sauber sein. Verklebte Stellen können auf eine Erkrankung hinweisen. Bevor man zu sogenannten „Hausmitteln“ greift, die dem Tier sogar noch schaden könnten, sollte man unbedingt den Tierarzt fragen. Weiße Stellen im Mund weisen auf Pilzbefall oder Zahnfehlstellung hin.

Ein Zeichen für eine Mangelerscheinung oder Entzündung können schorfige Stellen in den Mundwinkeln sein (Lippengrind). Evtl. sind die Zähne zu lang, so dass der Arzt sie kürzen muss. Ausreichend Nagematerial wie Heu oder Rohkost wirkt hier vorbeugend.

Gehen Sie bei einer Fütterungsumstellung langsam vor, da Meerschweinchen mit Durchfall reagieren können. Wird Durchfall zu spät behandelt, kann das zum Tod der Tiere führen. Deshalb sollte auch regelmäßig das Hinterteil kontrolliert werden. Kahle Stellen hinter den Ohren und an den Brustwarzen sind ganz normal, aber bei allen anderen haarlosen oder schorfigen Stellen ist eine Abklärung beim Tierarzt sinnvoll.

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