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Meerschweinchen vor Hitze schützen

Vorsorge

Da Meerschweinchen ursprünglich aus den Anden, dem Hochgebirge Südamerikas stammen, sind sie die kühleren Temperaturen gewohnt. Doch wenn es in unseren Breitengraden allmählich wärmer wird und das Quecksilber steigt, sollten die Meerschweinchen in Außenhaltung vor Sonne und Hitze geschützt sein.

Beispielsweise sollte das Gehege zur Hälfte im Schatten liegen und eine geräumige isolierte Schutzhütte aus Holz (nicht aus Plastik!) enthalten. Möglich ist auch, eine gefrorene, in ein Handtuch eingewickelte Wasserflasche ins Gehege zu legen.

Für weitere Abkühlung sorgen Fliesen als Liegeplätze. Überhitzung ist für ein Meerschweinchen lebensbedrohlich. Die Tiere können nicht schwitzen und nur unzureichend hecheln. Sie werden teilnahmslos, die Atmung ist schnell und flach, die Körpertemperatur ist erhöht, das Zahnfleisch dunkelrot.

Bei genauer Betrachtung sind häufig die Ohrmuscheln rötlich. In diesem Fall muss der Tierhalter sofort handeln, bevor die Tiere an Kreislaufversagen sterben. Bringen Sie das Meerschweinchen direkt an einen kühlen Ort (z. B. Keller) und legen es auf ein nasses kaltes Tuch, das Sie regelmäßig erneuern. Besprechen Sie sich mit Ihrer Praxis / Klinik.

Um einen Schock zu vermeiden, tauchen Sie das Tier niemals in kaltes Wasser ein. Die Körperhitze kann mit kalten Kompressen auf dem Kopf gesenkt werden. Die Beinchen des Tieres können Sie in kühles, nicht allzu kaltes Wasser tauchen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-24 07:00:002026-07-03 19:33:10Meerschweinchen vor Hitze schützen

Grannengefahr im Sommer wird oft unterschätzt

Vorsorge

Allzu oft werden sie unterschätzt, sind aber äußerst gefährlich und Verursacher zahlreicher Not-Operationen im Sommer: Grannen. Wildes Getreide an Straßenrändern und Feldwegen sehen idyllisch aus – aus den reifen gelben Ähren lösen sich die so genannten Grannen. Diese Borsten verfangen sich mit Widerhaken im Fell des Hundes, was zunächst noch harmlos erscheint. Doch durch die Körperbewegung des Tieres dringen sie immer tiefer in die Haut ein.

Vielfach rutschen sie in Zehenzwischenräume, Achselhöhlen oder in die Ohren. Grannen verursachen Schmerzen. Meist knabbern und lecken die Hunde an der verletzen Stelle oder humpeln. Schnell kommt es zu schweren Entzündungen, meist wird ein Eingriff unter Narkose nötig, um das Tier von dem „Eindringling“ zu befreien, denn eine Granne ist so beschaffen, dass sie nur in eine einzige Richtung zu bewegen ist. Der Tierhalter kann sie selten gänzlich entfernen.

Bei dem Verdacht einer Grannen-Verletzung sollten Sie immer eine/n Tierärztin/Tierarzt zu Rate ziehen und das möglichst schnell, denn Vereiterungen bzw. Verdickungen unter der Haut heilen aufgrund des Fremdkörpers nicht von alleine ab. Hund oder auch Katze schüttelt verdächtig oft den Kopf, hält ihn zuweilen schief oder kneift die Augen vermehrt zusammen: Möglich, dass sich das wilde Getreide in den Ohren verfängt. Tierhalter sollten in diesem Fall nicht selber versuchen, das Ohr zu reinigen, da die Granne nur tiefer in den Gehörgang rutscht.

Ohrentropfen oder Salbe nützen hier nichts. Der Tierarzt muss die Granne möglichst rasch entfernen, bevor Entzündungen oder gar ein Trommelfellriss eine komplizierte und teure Behandlung nach sich ziehen. Auch sollten Sie auf vermehrtes Niesen achten, es könnte eine Granne im Spiel sein…

Kosten- und schmerzfrei ist der Fell-Check: Überprüfen Sie nach jedem Spaziergang das Fell Ihres Tieres gründlich. Tasten Sie Ohren, Bein-, Bauch- und Brustfahnen, Achselhöhlen und Pfoten bzw. Zehenzwischenräume ab. „Frisch eingefangene“ Grannen können Sie aus dem Fell Ihres Tieres heraus zupfen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-12 07:00:002026-07-03 19:30:10Grannengefahr im Sommer wird oft unterschätzt

Vor der Reise in die Praxis

Vorsorge

Soll Ihr Vierbeiner Sie in den Urlaub begleiten? Dann ist es empfehlenswert, einige Vorbereitungen zu treffen, damit die Reise für Sie und Ihren Hund nicht allzu stressig wird.

Oftmals sind Nervosität und Angst die Ursachen für das Unwohlsein auf Reisen. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund bereits vorher an längere Fahrten mit Bahn und Pkw zu gewöhnen. Ein ausgiebiger Spaziergang nach einer Fahrt ist die schönste Belohnung für den Hund und für ihn ein Grund mehr, sich auf den „Pkw-Ausflug“ zu freuen. Wenn Sie die Reise antreten, beugen Sie Magenbeschwerden Ihres Tieres vor, indem der gesunde Hund sechs bis sieben Stunden vor der großen Fahrt keine „Hauptmahlzeit“ frisst. Wasser sollte natürlich immer zur Verfügung stehen. Und bevor es losgeht, gehen Sie nochmal eine große Runde mit Ihrem tierischen Begleiter, damit er auf der Fahrt erst einmal so richtig müde ist. Alle zwei Stunden sollten Sie eine Pause einlegen, damit sich Ihr Hund bewegen, etwas trinken und ein bisschen Abstand von der Fahrt gewinnen kann.

Besprechen Sie die Urlaubsplanung mit dem tierärztlichen Team

Vor der Reise ist es klug, nochmal den Impfstatus zu checken. In der Praxis / Klinik können Sie sich auch ein Erste-Hilfe-Set und eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen lassen. Auch gegen mögliche Reisekrankheiten gibt es Medikamente. Unterstützend zur Beruhigung des Tieres gibt es z. B. Pheromone, Duftbotenstoffe, die auch ohne Chemiekeule bewirken können, dass der Hund deutlich gelassener wird.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_01.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-04 07:00:002026-07-03 19:26:07Vor der Reise in die Praxis

Genügend Vitamin-C für die Meerschweinchen-Gruppe

Vorsorge

Meerschweinchen gehören zu den wenigen Tieren, die Vitamin C nicht selbst im Körper bilden können. Deshalb sind sie vollständig darauf angewiesen, dieses wichtige Vitamin täglich über die Nahrung aufzunehmen. Fehlt Vitamin C über längere Zeit, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Ein Vitamin-C-Mangel zählt daher zu den häufigsten ernährungsbedingten Problemen bei Meerschweinchen.

Vitamin C unterstützt viele wichtige Vorgänge im Körper. Es stärkt das Immunsystem, hilft bei der Wundheilung und ist wichtig für Knochen, Gelenke, Haut und Zähne. Besonders für das Bindegewebe spielt das Vitamin eine zentrale Rolle. Ohne ausreichend Vitamin C wird der gesamte Organismus geschwächt. Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend. Betroffene Meerschweinchen wirken müde, bewegen sich weniger oder verlieren den Appetit. Manche Tiere nehmen ab oder zeigen Schmerzen beim Laufen. Auch geschwollenes Zahnfleisch, stumpfes Fell oder kleine Entzündungen kleine Entzündungen an der Haut oder im Maulbereich können Hinweise sein. In schweren Fällen treten Gelenkprobleme oder innere Blutungen auf. Jungtiere, kranke oder ältere Meerschweinchen sind besonders empfindlich.

Die wichtigste Vorbeugung ist eine abwechslungsreiche und frische Ernährung. Hochwertiges Heu sollte immer zur Verfügung stehen, zusätzlich benötigen Meerschweinchen täglich frisches Gemüse mit natürlichem Vitamin-C-Gehalt. Besonders geeignet sind Paprika, Petersilie, Fenchel oder kleine Mengen Brokkoli. Fertiges Trockenfutter allein reicht meist nicht aus, da Vitamin C darin mit der Zeit verloren geht. Auch Wasserzusätze sind oft ungeeignet, weil das Vitamin schnell zerfällt und viele Tiere dann weniger trinken. Stress, Krankheiten oder Trächtigkeit können den Bedarf zusätzlich erhöhen. Bei Verdacht auf einen Vitamin-C-Mangel sollte immer ein/e Tierarzt/ärztin hinzugezogen werden, damit die Ursache früh erkannt und behandelt werden kann.

Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb einer der wichtigsten Bausteine für ein gesundes und langes Meerschweinchenleben.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/06/062026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-06-25 07:00:002026-06-03 18:19:40Genügend Vitamin-C für die Meerschweinchen-Gruppe

Wenn Zahnfleisch-Probleme Schmerzen verursachen

Krankheit, Vorsorge

Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches und gehört bei Katzen zu den häufigsten Erkrankungen im Maulbereich. Viele Tiere zeigen anfangs nur unauffällige Symptome, weshalb die Erkrankung oft erst entdeckt wird, wenn bereits deutliche Schmerzen bestehen. Dabei kann eine unbehandelte Zahnfleischentzündung das Wohlbefinden der Katze stark beeinträchtigen.

Auslöser sind meist Zahnbeläge und Bakterien. Bleiben Futterreste und Plaque längere Zeit an den Zähnen haften, entsteht Zahnstein. Die darin enthaltenen Bakterien reizen das Zahnfleisch und führen zu Entzündungen. Manche Katzen reagieren besonders empfindlich auf diese Keime. Auch Erkrankungen wie Katzenschnupfen, ein geschwächtes Immunsystem oder Viruserkrankungen können das Risiko erhöhen.

Typische Anzeichen einer Gingivitis sind gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmer Maulgeruch und Schmerzen beim Fressen. Einige Katzen kauen vorsichtiger, lassen Trockenfutter fallen oder bevorzugen plötzlich Nassfutter und verweigern das Trockenfutter. Manche Tiere ziehen sich zurück, wirken gereizt oder putzen sich weniger gründlich. Stark entzündetes Zahnfleisch kann sogar bluten. Da Katzen Schmerzen oft lange verbergen, sollte bereits bei kleinen Veränderungen genauer hingesehen werden. Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung des Mauls in der Praxis / Klinik. Häufig wird geprüft, ob zusätzlich Zahnstein, lockere Zähne oder weitergehende Entzündungen vorhanden sind. In manchen Fällen sind Röntgenaufnahmen nötig, um versteckte Schäden im Zahnbereich zu erkennen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Oft müssen Zahnstein und bakterielle Beläge unter Narkose entfernt werden. Stark geschädigte Zähne können gezogen werden, wenn sie Schmerzen verursachen. Zusätzlich kommen entzündungshemmende Medikamente oder Schmerzmittel zum Einsatz. Wichtig ist außerdem eine gute Zahnpflege, damit die Entzündung nicht schnell zurückkehrt.

Vorbeugend helfen regelmäßige Kontrollen der Zähne sowie eine möglichst frühe Zahnpflege. Spezielle Katzenzahnbürsten, Zahnpflegeprodukte oder geeignetes Futter können dabei unterstützen, Beläge zu reduzieren. Nicht jede Katze akzeptiert das sofort, doch langsames Gewöhnen verbessert die Chancen deutlich.

Eine Gingivitis sollte niemals unterschätzt werden. Wird die Entzündung rechtzeitig behandelt, können Schmerzen gelindert und Folgeschäden verhindert werden. Gesunde Zähne tragen entscheidend dazu bei, dass die Katze aktiv bleibt, gut frisst und sich dauerhaft wohlfühlt.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/06/062026_Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-06-15 07:00:002026-06-03 18:15:52Wenn Zahnfleisch-Probleme Schmerzen verursachen

Myxomatose & RHD: Impfung nicht vergessen!

Vorsorge

März und April sind für Kaninchenbesitzer die klassischen Impfmonate. In der Regel impft der Tierarzt dann gegen Myxomatose. Die Impfung erfolgt in der Regel halbjährlich. Gegen RHD (Chinaseuche) wird jährlich geimpft. Auch gegen Kaninchenschnupfen gibt es einen Impfstoff.

Ansteckungsgefahr auch für Wohnungskaninchen

Unsicher sind sich manche Tierhalter, ob eine Impfung gegen Myxomatose für Kaninchen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden überhaupt vonnöten ist. Ganz klar sind diese Tiere ebenfalls gefährdet. Beispielsweise wird das Myxomatose-Virus auf viele Arten übertragen: durch blutsaugende Insekten wie Kaninchenfloh oder Stechmücke sowie durch Milben, Zecken oder Läuse. Das Virus gehört zur Familie der Pockenviren. Möglich ist auch eine Übertragung mittels Futter: Besonders Grünfutter steht in Verdacht, den Krankheitserreger zu transportieren. Von Kaninchen zu Kaninchen kann die Übertragung erfolgen, auch wenn ein Tier am Virus nicht erkrankt. Myxomatose kann in wenigen Tagen tödlich verlaufen. Anzeichen einer möglichen Infektion sind zum Beispiel Schwellungen an Augen, Augenausfluss, Ödeme.

RHD – für alle Kaninchen bietet nur die Impfung den sicheren Schutz

Auch das RHD-Virus (Calcivirus) wird durch blutsaugende Insekten übertragen und kann ebenfalls über das Futter das Kaninchen infizieren. Kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung der tödlichen Krankheit führen. Eine Übertragung funktioniert über eine Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier (Kot, Urin, Speichel). RHD ist nicht heilbar, die meisten Tiere versterben in kurzer Zeit, oftmals erleiden sie den Erstickungstod. In der Regel erfolgt in der Tierarztpraxis eine Impfung frühestens ab der 4. – 6. Lebenswoche. Zur Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung informiert Sie Ihr/e Tierarzt/Tierärztin umfassend. Grundsätzlich erfolgt vor der Impfung eine gründliche Allgemeinuntersuchung.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/03/Foto_03-1.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-04-25 07:00:002026-03-31 11:34:58Myxomatose & RHD: Impfung nicht vergessen!

Tollwut: Was jeder einzelne Tierhalter tun kann

Vorsorge

Anlässlich eines aktuellen Tollwutfalls bei einem Welpen in Rheinland-Pfalz mahnt die Bundestierärztekammer (BTK) erneut zur Vorsicht bei der Aufnahme von Hunden aus dem Auslandstierschutz. Der betroffene Welpe aus Russland war laut Impfpass gegen Tollwut geimpft. Nach derzeitigem Stand muss jedoch davon ausgegangen werden, dass entweder keine wirksame Impfung erfolgt ist oder der Impfeintrag gefälscht wurde. Deutschland gilt seit 2008 als tollwutfrei – dadurch wird Tollwut hierzulande kaum noch als reale Bedrohung wahrgenommen. In vielen Regionen der Welt ist die Erkrankung jedoch ein ernstzunehmendes Problem.

„Der aktuelle Fall zeigt eindrücklich, dass Tollwut jederzeit wieder nach Deutschland eingeschleppt werden kann“, sagt BTK-Präsident Ltd. VD Dr. Holger Vogel. „Gerade bei Hunden aus Ländern mit endemischem Tollwutvorkommen besteht ein reales Risiko insbesondere dann, wenn Impfdokumente nicht verlässlich sind“, warnt Dr. Vogel.

Im europäischen Reiseverkehr ist die Tollwutimpfung für Hunde, Katzen und Frettchen verpflichtend und wird im EU-Heimtierausweis dokumentiert. Moderne Tollwutimpfstoffe bieten inzwischen einen Schutz von bis zu drei Jahren und sind behördlich anerkannt. Jede/r Tierhalter/in kann bei der weltweiten Bekämpfung dieser Krankheit einen wertvollen Beitrag leisten.

Tierhaltende sollten Hunde und Katzen konsequent und routinemäßig gegen Tollwut impfen lassen. Ein lückenloser, verlässlicher Impfschutz sei die wichtigste Präventionsmaßnahme, erklärt der BTK-Präsident. Tollwut ist eine bekämpfungspflichtige Viruserkrankung, die nach Ausbruch der klinischen Symptome immer tödlich verläuft – sowohl bei Tieren als auch beim Menschen. Eine medizinische Behandlung erkrankter Tiere ist nicht möglich. Tiere ohne ausreichenden Impfschutz müssen im Falle eines Ansteckungsverdachts getötet werden.

Für Menschen besteht nach einem Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Tier die einzige lebensrettende Maßnahme in einer sofortigen Schutzimpfung, der sogenannten Postexpositionsprophylaxe (PEP). Diese muss unverzüglich eingeleitet werden.

Die BTK appelliert an alle Tierhalter: innen, sich vor der Aufnahme eines Hundes aus dem Ausland umfassend zu informieren und ausschließlich mit seriösen Organisationen zusammenzuarbeiten, die transparente Gesundheitsnachweise und ordnungsgemäße tierärztliche Betreuung gewährleisten. „Tierschutz darf nicht zur Gefährdung der öffentlichen Gesundheit führen“, mahnt der BTK-Präsident.

© www.bundetieraerztekammer.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/03/Foto_02-1.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-04-16 07:00:002026-03-31 11:31:34Tollwut: Was jeder einzelne Tierhalter tun kann

Einige relevante Parasiten und warum Vorsorge so wichtig ist

Vorsorge

Flöhe, Zecken und Endoparasiten – Risiken erkennen

Parasiten stellen eine besondere Herausforderung dar, da viele von ihnen lange Zeit unbemerkt bleiben. Im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Parasitenarten geben und erläutern, warum eine individuell abgestimmte Vorsorge so wichtig ist.

Flöhe – klein, anpassungsfähig und oft unterschätzt

Flöhe sind kleine, flügellose Insekten mit enormer Sprungkraft. Sie gelangen nicht nur über andere Tiere, sondern auch über Kleidung, Taschen oder offene Fenster in Wohnungen. Auch Wohnungskatzen können betroffen sein.

Nur die erwachsenen Flöhe leben auf dem Tier und ernähren sich von Blut. Dies kann starken Juckreiz verursachen, Allergien auslösen und Krankheiten übertragen, die sowohl Tiere als auch Menschen betreffen können, wie etwa den Gurkenkernbandwurm oder die Katzenkratzkrankheit.

Ein einzelner Floh kann bis zu 50 Eier pro Tag legen. Diese fallen vom Tier in die Umgebung und entwickeln sich dort über Larven und Puppen weiter. Unter idealen Bedingungen vergehen etwa 14 Tage, bis aus einem Ei ein erwachsener Floh entsteht. Besonders problematisch ist die widerstandsfähige Puppenphase, in der Flöhe bis zu einem Jahr in der Umgebung überleben können.

Rund 95 % der Flohpopulation befindet sich nicht auf dem Tier, sondern in der Wohnung oder der Umgebung. Wird ein Flohbefall sichtbar, sind meist bereits Eier, Larven oder Puppen vorhanden. Deshalb dauert eine effektive Behandlung häufig mehrere Monate. Eine wirksame Vorsorge muss alle Entwicklungsstadien berücksichtigen.

Zecken – unauffällig, aber gefährlich

Zecken sind eng mit Spinnen verwandt und ernähren sich ebenfalls von Blut. In Deutschland ist mit Zeckenbefall zu rechnen, solange kein Schnee liegt – in vielen Regionen also nahezu ganzjährig.

Sie übertragen zahlreiche, teilweise schwer oder nicht heilbare Krankheiten. Dazu zählen unter anderem Babesiose, Borreliose und FSME. Etwa jede fünfte Zecke kann Träger eines Krankheitserregers sein.

Die meisten Zecken halten sich in 10 bis 20 cm hoher Vegetation auf und werden beim Vorbeigehen abgestreift. Besonders Nymphen, die kleiner als 1 mm sind, bleiben im Fell häufig unentdeckt. Auch erwachsene Zecken werden oft erst bemerkt, wenn sie sich bereits mit Blut vollgesogen haben.

Endoparasiten – die unsichtbare Gefahr

Endoparasiten verursachen häufig erst bei massivem Befall Symptome. Viele dieser Parasiten können sowohl Tiere als auch Menschen infizieren. Dazu zählen unter anderem Rundwürmer, Bandwürmer sowie Einzeller wie Giardien oder Kokkzidien.
Die Wurmeier gelangen über den Kot in die Umwelt und tragen zur Verseuchung von Böden, Grünflächen und Spielplätzen bei. Besonders kleine Kinder und Menschen im eigenen Haushalt können dadurch gefährdet sein. Regelmäßige Vorsorge hilft, diese Risiken deutlich zu reduzieren.
Da es keinen Wirkstoff gegen alle Parasiten gibt und Symptome häufig unspezifisch sind, ist eine tierärztliche Beratung unverzichtbar.

Individuelle Vorsorge und tierärztliche Beratung

Das Parasitenrisiko unterscheidet sich von Land zu Land, zwischen verschiedenen Regionen sowie je nach Alter, Gesundheitszustand und Lebensstil des Tieres. Es gibt unterschiedliche Anwendungsformen von Antiparasitika mit jeweils verschiedenen Wirkstoffen und Wirkdauern.

Eine pauschale Lösung gibt es nicht – maßgeschneiderte Vorsorge ist der Schlüssel.

Bitte kaufen Sie keine Antiparasitika aus unsicheren Online-Quellen. Dort kann nicht gewährleistet werden, dass Inhalt und Deklaration übereinstimmen. In Deutschland zugelassene Tierarzneimittel müssen ihre Wirksamkeit, Sicherheit und gleichbleibende Qualität nachweisen.

Viele frei verkäufliche, als „natürlich“ beworbene Alternativen unterliegen diesen Kontrollen nicht. Für sie existieren keine wissenschaftlich belegten Daten, die einen Schutz vor Parasiten oder den von ihnen übertragenen Krankheiten belegen. Einige Substanzen, wie etwa Teebaumöl, sind für Katzen sogar giftig.

Ganzjähriger Schutz beginnt mit Wissen

Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis individuell beraten. Gemeinsam entwickeln wir einen Vorsorgeplan, der zu Ihrem Tier, Ihrem Lebensstil und Ihrem Haushalt passt.

So schützen Sie nicht nur Ihren Vierbeiner, sondern auch sich selbst und Ihre Familie – heute und das ganze Jahr über.

Wir sind für Sie da!

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/02/NL_2.jpg 1080 1080 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-03-18 07:00:002026-02-18 18:41:02Einige relevante Parasiten und warum Vorsorge so wichtig ist

Wie bleiben die Zähne möglichst lange top?

Vorsorge

Gesunde Zähne sind auch bei Haustieren von zentraler Bedeutung. Generell sollte das Gebiss des Hundes von Anfang an regelmäßig von einem Tierarzt kontrolliert werden, gerade nach dem Zahnwechsel des Junghundes kann so rechtzeitig erkannt werden, ob eventuell verbliebene Milcheckzähne gezogen werden müssen. Die Zahnprobleme, unter denen Hunde leiden, sind dabei nicht so viel anders als bei uns Menschen: Futterreste bleiben an den Zähnen haften und bieten Bakterien optimale Bedingungen, sich zu vermehren. Ein weicher Bakterienbelag, die Plaque, entsteht auf den Zähnen. Daran heften sich mineralische Substanzen aus dem Speichel an. Dies wiederum führt zur Entstehung des harten und sichtbaren Zahnsteines.

Die Bakterienbeläge können zu einer leichten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen, die im weiteren Verlauf immer schlimmer wird. Von einer Parodontitis spricht man, wenn als Folge die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett zerstört wird, sich das Zahnfleisch zurückbildet und die Zähne locker werden. Da sich gleichzeitig auch Taschen im Zahnfleisch bilden, in denen sich Bakterien ansiedeln, kommt es zu starkem Mundgeruch. Richtig gefährlich kann es werden, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, denn Herz- oder Nierenprobleme können die Folge sein.

Doch Hundebesitzer können vorbeugen: Durch regelmäßiges Putzen der Zähne mit einer speziellen Zahnbürste oder einem weichen Fingerling und Hundezahnpasta können die noch weichen Beläge entfernt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Auch durch die Gabe von fester Nahrung, Kauknochen und speziellen Zahnpflegesticks kann man die Gesundheit der Zähne unterstützen. Und: Auch eine enzymatische Hundezahnpasta können Sie in Ihrer Praxis/Tierklinik bestellen.

Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist jedoch auch bei guter Pflege sehr wichtig. Wenn eine so genannte Zahnsanierung, die Entfernung hartnäckigen Zahnsteins mit Ultraschall oder – falls erforderlich – das Ziehen einzelner Zähne erfolgen muss, macht der Tierarzt das unter Vollnarkose. Bitte unbedingt beachten: Zahnsanierungen ohne tierärztlich überwachte Narkose durch Laien, z. B. in Hundesalons, sind unprofessionell, gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich oder tierschutzrelevant!

Übrigens schadet auch ungeeignetes Spielzeug den Hundezähnen: Die Glasfasern, aus denen der wollige Überzug von Tennisbällen besteht, reibt den Zahnschmelz ab wie Sandpapier und kann vor allem die Eckzähne nachhaltig schädigen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/03/Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-03-15 07:00:002026-03-03 05:30:38Wie bleiben die Zähne möglichst lange top?

Fit oder angeschlagen: Tipps, die dem Tierhalter helfen

Vorsorge

Meerschweinchen sind wahre Magier, was das Verschleiern schwerer Erkrankungen betrifft. Dies hilft ihnen in freier Wildbahn nicht sofort von ihren Feinden als Opfer ausgespäht zu werden.

Doch bei der Kleintierhaltung birgt dieses Verhalten Schwierigkeiten. Schließlich ist es für Besitzer von Meerschweinchen, aber auch anderen Kleintieren wie Kaninchen, äußerst schwer zu erkennen, ob es den Tieren tatsächlich gut geht.  Aus tierärztlicher Sicht lässt sich das Wohlbefinden eines Meerschweinchens an mehreren objektiven und verhaltensbezogenen Kriterien erkennen. Gesunde Tiere zeigen zunächst ein aufmerksames, lebhaftes Verhalten. Sie reagieren auf Umweltreize, erkunden ihre Umgebung und zeigen arttypische Aktivität, insbesondere in den Dämmerungszeiten. Auch soziale Interaktionen wie gegenseitiges Putzen oder ruhiges Beisammensitzen gelten als positive Zeichen.

Ein zentrales Kriterium ist das Fress- und Trinkverhalten. Meerschweinchen müssen als Dauerfresser kontinuierlich Nahrung aufnehmen. Tierärztliche Fachliteratur betont, dass ein guter Appetit, regelmäßige Kotabgabe und eine stabile Körpermasse klare Hinweise auf Gesundheit sind. Der Kot sollte gleichmäßig geformt, trocken und zahlreich sein. Veränderungen gelten als frühe Krankheitsanzeichen. Auch der körperliche Zustand liefert wichtige Hinweise: Ein gesundes Tier hat klare, glänzende Augen ohne Ausfluss, eine trockene Nase und saubere Ohren. Das Fell ist dicht, glatt und frei von kahlen Stellen oder Schuppen. Die Haut darunter ist elastisch und unverletzt. Gut gepflegte Krallen und eine saubere Analregion sind ebenfalls wichtig.

Da die Tiere lebenslang wachsende Zähne haben, weisen problemloses Fressen, normales Nagen und fehlender Speichelfluss auf einen physiologischen Zahnabrieb hin. Fehlstellungen führen häufig zu Futterverweigerung und Gewichtsverlust. Schließlich ist die Körperhaltung ein wichtiger Indikator: Gesunde Tiere sitzen entspannt, bewegen sich gleichmäßig und zeigen keine Schonhaltungen oder Atemgeräusche. Zusammenfassend gilt aus tierärztlicher Sicht: Regelmäßige Beobachtung, Gewichtskontrollen und jährliche Vorsorgeuntersuchungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass es dem Tier dauerhaft gut geht.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/01/Foto_03-1.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-02-27 07:00:002026-02-18 18:30:48Fit oder angeschlagen: Tipps, die dem Tierhalter helfen
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