Festgestellt vom Besitzer werden zunächst nur  Hautveränderungen, die sich als teigige, knotige, haarlose oder behaarte Knoten, nässende oder offene Wunden darstellen. Gelegentlich wird auch gesagt, dass sie in der Größe wechseln. Aufgrund der vielfältigen Erscheinungsbilder empfiehlt es sich, Knoten umgehend vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Mit diesen Anzeichen kündigt sich beispielsweise der Mastzelltumor an, eine bösartige Tumorerkrankung, bei der sich entartete Zellen am häufigsten an Gliedmaßen, Kopf und Rumpf finden lassen. Die Ursache, die zur bösartigen Veränderung der Mastzellen führt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es gibt aber Rassen, die häufiger erkranken als andere.

Mastzellen stammen von bestimmten Vorläuferzellen im Knochenmark ab. Sie sind eine Form der weißen Blutkörperchen, die ins Blut abgegeben werden und von dort aus in das Bindegewebe einwandern. Mastzellen sind an Immun-, Allergie- und Entzündungsreaktionen beteiligt. Die Mastzellen sind im ganzen Körper verteilt, gehäuft kommen sie allerdings in der Haut, in den Schleimhäuten der Atemwege, in der Nähe von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen sowie in der Darmschleimhaut vor. Mastzelltumore speichern im Zellinneren unterschiedliche Substanzen (Enzyme, Histamine, Heparin), deren Freisetzung negative Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben kann. Blutungsneigung, Juckreiz oder auch Wundheilungsstörungen können ebenso auftreten wie Magen- oder Dünndarmgeschwüre (Ulzerationen) mit dunkel gefärbtem Kot, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen. Eine Freisetzung großer Mengen dieser Substanzen kann zu allergieartigen Reaktionen führen,  die in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich sein können.

Therapie der Wahl ist die großflächige Excision (Herausschneidung) und Einsendung des Tumors zum Pathologen. Nach dessen Ergebnis wird dann entschieden, was weiter getan wird. Im günstigsten Fall kann einfach abgewartet werden ohne weitere Therapie. Es kann aber auch notwendig sein, eine Bestrahlungstherapie durchzuführen oder eine Chemotherapie. Beide Therapien sind bei Tierhaltern oft negativ besetzt, da schlimme Nebenwirkungen befürchtet werden, doch sie können für das Tier von großem Nutzen sein und sind so konzipiert und dosiert, dass ausschließlich die Lebensqualität des Tieres im Fokus steht.

© Fachinformation/Quelle: Dr. Jochen Schulze-Lammers

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Katzen können an chronischen Schmerzen leiden. Als chronisch bezeichnet man Schmerzen dann, wenn sie nach der Genesung nicht verschwinden oder wenn sie über einen längeren Zeitraum bestehen bzw. immer wieder aufflammen.

Besonders häufig sind Arthrosen die Ursache für chronische Schmerzzustände. In Tierarztpraxen werden nicht selten Katzensenioren über zehn Jahre vorgestellt, bei denen der Tierhalter Verhaltensauffälligkeiten bemerkt hat.  Zu diesem Zeitpunkt wird eine Behandlung schon höchste Zeit – da Katzen möglichst lange eine Schwäche zu verbergen versuchen. Deshalb ist es immer gut, als Tierhalter bereits feine Veränderungen am Tier zu erkennen, und möglichst früh die Katze in der Tierarztpraxis vorzustellen.

Vorsorglich sollten Katzenhalter ihr Tier gut beobachten, damit sie wissen, welches Verhalten normal ist und welches nicht. Achten Sie z.B. darauf, ob das Tier sich genau so bewegt und spielt wie gewöhnlich. Beobachten Sie es auch, wenn möglich, beim Benutzen der Katzentoilette. Achten Sie darauf, ob es Schwierigkeiten beim Hochspringen oder bei der Fellpflege gibt. Gelenkveränderungen wie Arthrose können im weiteren Verlauf mit großen Schmerzen verbunden sein. Chronische Schmerzen setzen den Organismus unter Dauerstress, mit der Folge, dass Atmung, Herz und Kreislauf sowie der Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht geraten können.

Schmerzen schwächen das Immunsystem, so dass Katzen, die unter chronischen Schmerzzuständen leiden, anfälliger für Infektionen sind. Denn je länger ein schmerzhafter Zustand andauert, desto größer sind die schädlichen Folgen der Schmerzen für die Psyche und den Gesamtorganismus der Katze.

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Ein häufiger Grund für Tierarztbesuche sind Haut- und Unterhauttumore. Viele dieser Gebilde sind harmlos, dennoch ist es enorm wichtig, sie in der Praxis untersuchen zu lassen. Der Tierarzt kann durch Erfahrung und verschiedene Maßnahmen wie Röntgen, Ultraschall, Feinnadelbiospie oder Punktion den sinnvollsten Therapieweg empfehlen: Dies reicht von der Empfehlung zum Abwarten bis zur chirurgischen Entfernung und strahlen- oder chemotherapeutischer Nachbehandlung.

An der Oberfläche vorkommend sind u.a. Plattenepithelkarzinome, Basaliome, Trichoblastome und Talgdrüsentumore. Sie können an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten und von völlig unterschiedlichem Schweregrad sein. In der Haut selbst ist die größte und problematischste Gruppe beim Hund die der Mastzelltumore. Wenn die Voruntersuchungen ergeben haben, dass ein tatsächlich oder möglicherweise bösartiger Tumor vorliegt, ist meist die Entfernung durch Ausschneiden das Mittel der Wahl.

Nach der tierärztlichen Entscheidung, das Gebilde chirurgisch zu entfernen, wird das Entnommene histopathologisch (feingeweblich – mikroskopisch) im Labor untersucht. Ob eine ergänzende Bestrahlung und/oder die Applikation eines Chemotherapeutikums nach dem chirurgischen Eingriff sinnvoll ist, sollte der Tierarzt entscheiden. Ausgebildete Strahlentherapeuten können hinzu gezogen werden, die eine Strahlentherapie (Strahlenheilkunde, Radiotherapie, Radioonkologie) durchführen können mit anschließender Rücküberweisung zur Praxis. Am Beispiel eines Maulhöhlenkarzinoms, der sich meist nur unvollständig entfernen lässt, besteht die Möglichkeit nach der Chirurgie Bestrahlungen durchzuführen. Dies gilt auch für Fibrosarkome (bösartige Bindegewebstumoren) der Katze. Solche Tumore sind fast immer strahlensensibel.

Die Strahlentherapie zählt in der Tiermedizin aber immer noch zu den Raritäten. Die Methode „Strahlentherapie“ ist zunächst im Meinungsbild negativ besetzt – es werden ein Strahlenrisiko und starke Nebenwirkungen befürchtet. Dies gilt für Tierärzte und für Tierhalter. Die Strahlentherapie kann aber nachweislich eine effektive Behandlungsform bestimmter Tumorarten sein, unter Strahlenexperten gilt sie als verträglich und schmerzfrei. Sie wird nur von ausgebildeten Strahlentherapeuten an wenigen Zentren in Deutschland durchgeführt.

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Der Rüde Paul knabbert, knibbelt, leckt und kratzt. Offensichtlich juckt es fürchterlich. Stetiger Juckreiz sollte der Tierhalter beim Tierarzt abklären lassen, da dies mehrere Ursachen haben kann. Der Grund für Pauls Unruhe sind winzige Grasmilben, die speziell im Spätsommer und im Herbst zahlreichen Tieren das Leben schwer machen und einen enormen Juckreiz hervorrufen. Grasmilben (Trombikula = Trombukulose, der Volksmund spricht auch von Erntebeiß) oder Herbstgrasmilben (Neotrombikula autumnalis) sind Parasiten, die sich im Boden aufhalten. Deren Larven schlüpfen im Herbst, gelangen an die Oberfläche und sammeln sich an feuchten Stellen auf Grashalmen. Beliebte Stellen sind Kuhweiden, Hundewiesen, Wiesen. Bei milden Temperaturen warten sie, bis sie auf ein Tier oder einen Menschen treffen.

Weshalb juckt es so?

Die sechsbeinige Larve verankert sich in der Haut, ihr Speichel löst die oberste Zellschicht auf und beginnt, die Flüssigkeit aufzusaugen. Ihr Speichel enthält Stoffe, die den Juckreiz hervorrufen. Soweit bekannt ist, werden von den einheimischen Grasmilben keine Krankheiten übertragen. Auch Tiere, die z.B. eine reguläre Prophylaxe gegen Flöhe, Zecken und Demodex-Milben tragen, können trotzdem befallen werden. Nach zwei bis drei Tagen lässt die Nymphe sich fallen und verschwindet wieder im Boden, wo sie „frisch gestärkt“ zur Milbe heranwachsen kann.

Was kann der Tierhalter tun?

Das Beste ist, in dieser Zeit hohes Gras zu meiden. Sollte das Toben auf der Wiese doch einmal vorkommen, waschen Sie nach dem Ausflug Beine und Bauch des Tieres mit klarem Wasser ab und wischen Sie mit einem frischen, feuchten Tuch nach. Sie selbst sollten hohes Schuhwerk tragen und sich nicht auf den Boden setzen. Schneiden Sie im eigenen Garten den Rasen regelmäßig, da die Parasiten an der Grasspitze sitzen. Gerne verankert sich die Herbstgrasmilbe zum Beispiel in der Zwischenzehenhaut, Ellbogenbeuge, Ohrfalte oder Bauch. Sobald Sie entzündete Hautveränderungen durch unentwegtes Kratzen an Ihrem Tier feststellen, sollten Sie Ihren Tierarzt zu Rate ziehen.

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Möhren, Paprika, Äpfel, Fenchel und Chicoree: Frischfutter gehört auf den Speiseplan des Meerschweinchens. Heu steht dem geselligen Nager immer zur Verfügung. Auf Trockenfutter sollte bei einem gesunden Meerschweinchen in der Regel verzichtet werden.

Futterumstellungen sollten Tierhalter immer vorsichtig und langsam vornehmen, da es zu Durchfall kommen kann. Frischfutter enthält unter anderem das lebenswichtige Vitamin C, das die Tiere wie der Mensch in ihrem Körper nicht selber bilden können. Weshalb das Vitamin C so lebenswichtig ist, zeigt die Auflistung einiger seiner Funktionen:
Es regt die Drüsen des Verdauungstraktes an, schützt die Blutgefäße, aktiviert den Zellstoffwechsel, stärkt das Immunsystem. Vitamin C ist von Bedeutung für die Bildung von Knochen, Zähnen und Bindegewebe sowie von Kollagen, einem Gerüstbaustein der Haut. Vitamin C schützt Körperzellen, indem es aggressive chemische Verbindungen abfängt und neutralisiert.

Mangelerscheinungen reichen von Infektionen, Blutungen, Schwellungen bis hin zu Versteifungen der Knie- und Sprunggelenke. In Fällen, in denen Tiere zu wenig Frischfutter aufnehmen wollen, werden Vitamin-Präparate empfohlen. Fragen Sie bitte Ihren Tierarzt.

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Ganz wichtig ist es, den Blick ins Maul und die Kontrolle des Gebisses bei Hund und Katze von klein an zu üben. Hund und Katze gwöhnen sich so zeitig und auf positive Art daran, dass man ins Maul greift. Darüber hinaus sollte das Gebiss regelmäßig von einem Tierarzt kontrolliert werden. Gerade nach dem Zahnwechsel des Hundes kann so rechtzeitig erkannt werden, ob eventuell verbliebene Milcheckzähne gezogen werden müssen. Katzenbesitzer sollten wissen, dass ab dem fünften Lebensjahr Katzen gefährdet sind, „FORL“ zu bekommen: eine Erkrankung, die durch körpereigene Zellen verursacht wird.

Doch die generellen Zahnprobleme der Tiere sind nicht so viel anders als bei uns Menschen: Futterreste bleiben an den Zähnen haften und bieten Bakterien optimale Bedingungen, sich zu vermehren. Ein weicher Bakterienbelag, die Plaque, entsteht auf den Zähnen; daran heften sich mineralische Substanzen aus dem Speichel an. Dies wiederum führt zur Entstehung des harten und sichtbaren Zahnsteins. Die Bakterienbeläge können zu eine leichten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen, die im weiteren Verlauf immer schlimmer wird. Von einer Parodontitis spricht man, wenn als Folge die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett zerstört wird, sich das Zahnfleisch zurückbildet und die Zähne locker werden. Da sich gleichzeitig auch Taschen im Zahnfleisch bilden, in denen sich Bakterien ansiedeln, kommt es zu starkem Mundgeruch. Richtig gefährlich kann es werden, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen; Herz- oder Nierenprobleme können die Folge sein.

Gegen Zahnbelag können Hunde- und auch Katzenbesitzer vorbeugen: Durch regelmäßiges Putzen der Zähne mit einer speziellen Zahnbürste oder einem weichen Fingerling und Tierzahnpasta können die noch weichen Beläge entfernt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist jedoch auch bei guter Pflege des Gebisses sehr wichtig.

Wenn die Entfernung hartnäckigen Zahnsteins mit Ultraschall oder das Ziehen einzelner Zähne erfolgen muss, macht der Tierarzt das unter Vollnarkose. Bitte unbedingt beachten: Zahnsanierungen durch Laien, zum Beispiel in Hundesalons oder durch sogenannte Tierheilpraktiker, sind unprofessionell, gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich oder tierschutzrelevant! Übrigens schadet auch ungeeignetes Spielzeug den Hundezähnen: Die Glasfasern, aus denen der wollige Überzug von Tennisbällen besteht, reibt den Zahnschmelz ab wie Sandpapier und kann vor allem die Eckzähne nachhaltig schädigen.

Textquelle: www.bundestieraerztekammer.de

Viele Tierhalter nehmen an, dass Hamster als Wüstenbewohner hohe Temperaturen gut vertragen können. Das ist allerdings ein Irrglaube.

Die kleinen Einzelgänger leben in unterirdischen Bauten, in denen es kaum wärmer als zehn Grad ist. Im Herkunftsland sind die Nächte eher kalt, in denen die Hamster ihren Bau verlassen.

Kühle Temperaturen sind also genau richtig für die kleinen Kerle. Deshalb sollten Hamsterhalter ihrem Tier im Sommer Kühlung verschaffen. Temperaturen über 22 Grad können gefährlich werden. Wird es in der Wohnung sehr heiß, suchen Sie für das Hamstergehege einen kühleren Ort (Keller, Bad). Bieten Sie Ihrem kleinen Freund einen Sandkasten mit Chinchillasand oder mit angefeuchtetem Sand an. Legen Sie Kacheln ins Gehege. Vermeiden Sie direkte Sonne! Wenn die Temperaturen sehr hoch sind, geben Sie Kühl-Akkus oder Eiswürfel in eine Tüte und wickeln Sie das Ganze in ein Tuch. Legen Sie das kühle Paket oben auf das Gitter – nicht ins Gehege, da die Tiere den Akku annagen könnten.

Übrigens sollte stets Trinkwasser zur Verfügung stehen. Ein Hitzschlag äußert sich in völliger Teilnahmslosigkeit, flacher Atmung; das Tier liegt auf der Seite. Hier zählt jede Minute: Gehen Sie sofort zum Tierarzt!

Futtervorräte kontrollieren

Bei großer Hitze sind Hamster träge und bewegen sich kaum. Hier sollten Sie die Fütterung ein wenig anpassen, d.h. mehr fettarme Getreidesorten, weniger Nüsse oder Kerne. Prima Durstlöscher sind Gurkenstücke und Salate. Kontrollieren Sie auf jeden Fall regelmäßig die Futtervorräte Ihres Hamsters. Gerade im Sommer bildet sich bei hoher Luftfeuchtigkeit schnell Schimmel. Auch Wurmbefall kann es geben.

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Charlotte macht einen ganz munteren Eindruck. Dennoch: Sie hat einen enormen Appetit bei gleichzeitigem Gewichtsverlust – ein von mehreren möglichen Symptomen einer Schilddrüsenüberfunktion. Sie zählt zu einer verbreiteten Erkrankung älterer Katzen. Eine Blutuntersuchung bringt bei Charlotte Bestätigung. Die Früherkennung ist enorm wichtig, gehört die Schilddrüsenüberfunktion und auch der Bluthochdruck zu Beschwerden, die HCM – die hypertrophe Kardiomyopathie – eine Herzmuskelerkrankung begünstigen. HCM gilt als die häufigste erworbene Herzerkrankung bei Katzen. Eine genetische Veranlagung für HCM ist ebenfalls möglich.

Es kommt zu einer Verdickung des Herzmuskels. Das Herz schafft es dann nicht, sich mit ausreichend Blut zu füllen. Zu wenig Blut gelangt in den Körper, es staut sich zurück in den Lungenkreislauf. Lebensbedrohlich sind bei der fortgeschrittenen HCM Wasseransammlungen in der Lunge (Lungenödem) oder der Brusthöhle (Thoraxerguss). Möglich ist auch eine schmerzhafte Thrombembolie der hinteren Gliedmaßen (= Aortenthrombose). Hierbei handelt es sich um bedrohliche Notfälle. Das Tückische an einer HCM ist, dass die Katze gesund erscheint, dennoch eine Früherkennung für den Erhalt einer möglichst langen Lebensqualität des Tieres von großer Bedeutung ist. Ein jährlicher Herzultraschall für ältere Katzen ist deshalb ratsam, denn nicht immer kommt es zu einem auffälligen Herzgeräusch. Umgekehrt muss auch ein Herzgeräusch nicht immer eine HCM bedeuten.

Früh genug erkannt, kann die Katze medikamentös eingestellt werden. Bis auf allzu heftigen körperlichen Anstrengungen, Stress und das Klauen von salzigen Speisen, kann die Samtpfote ein ganz normales Katzenleben führen. Die Entscheidung zur Therapie obliegt der Einschätzung des Kardiologen. Die Therapie ist dauerhaft, Kontrolluntersuchungen zur optimalen Einstellung sind notwendig. Ein entwässerndes sowie ein kreislaufunterstützenden Medikament schließen an, wenn es zu Wasseransammlungen kommt.

Eine exzellente Überprüfung: Der Tierhalter sollte sich angewöhnen, die Ruheatemfrequenz seiner Katze im Schlaf zu zählen. Ein Heben und Senken des Brustkorbs bedeutet ein Atemzug. Die Ruheatemfrequenz sollte zwischen 40 und 45 Mal pro Minute liegen. Steigt sie dauerhaft an, kann dies ein Anzeichen eines beginnenden Lungenödems oder Thoraxergusses sein. Dann muss der Tierarzt tätig werden. Übrigens: Das Hecheln einer Katze ist keinesfalls normal – hier sollte dringend ein Tierarzt aufgesucht werden, da das Tier Schmerzen oder Atemnot haben könnte.

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Mary und ihre Freundinnen werden jeden Morgen gewogen. Denn große Gewichtsveränderungen (von 50 Gramm pro Woche) können bei Meerschweinchen auf Erkältung, Zahnprobleme oder Verdauungsstörungen hindeuten. Solche Erkrankungen sind zu Beginn schwer zu erkennen.

Für Mary & Co. gehört es nämlich zum normalen Verhalten, Krankheiten möglichst lange zu verbergen, da in der Natur kranke Tiere aus dem Rudel ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Meerschweinchen regelmäßig überprüfen. Beispiele: Verhornte Stellen an den Fußsohlen sollten aufgeweicht und abgeschnitten werden. Die Augen sollten klar und sauber sein. Verklebte Stellen können auf eine Erkrankung hinweisen. Bevor man zu sogenannten „Hausmitteln“ greift, die dem Tier sogar noch schaden könnten, sollte man unbedingt den Tierarzt fragen. Weiße Stellen im Mund weisen auf Pilzbefall oder Zahnfehlstellung hin.

Ein Zeichen für eine Mangelerscheinung oder Entzündung können schorfige Stellen in den Mundwinkeln sein (Lippengrind). Evtl. sind die Zähne zu lang, so dass der Arzt sie kürzen muss. Ausreichend Nagematerial wie Heu oder Rohkost wirkt hier vorbeugend.

Gehen Sie bei einer Fütterungsumstellung langsam vor, da Meerschweinchen mit Durchfall reagieren können. Wird Durchfall zu spät behandelt, kann das zum Tod der Tiere führen. Deshalb sollte auch regelmäßig das Hinterteil kontrolliert werden. Kahle Stellen hinter den Ohren und an den Brustwarzen sind ganz normal, aber bei allen anderen haarlosen oder schorfigen Stellen ist eine Abklärung beim Tierarzt sinnvoll.

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Wenn der tierische Begleiter in die Jahre kommt, muss es nicht unbedingt heißen, dass ein gesundheitliches Problem dem anderen folgt. Dennoch sollte der Tierhalter wachsam sein, sein Tier gut beobachten, da bei zahlreichen Erkrankungen eine Früherkennung Leid des Tieres und auch Kosten spart. Ein Beispiel: Kotabsatzstörungen beim Rüden.

Möglichst früh zum Tierarzt

Hier sollte der Tierhalter nicht abwarten, sondern die Ursache tierärztlich abklären. Möglich ist eine Vergrößerung der Prostata (Prostatahypertrophie). Möglich ist, dass das Gewebe zwischen Beckenknochen und Enddarm schwach wird, schwindet und einreißt. Tierärzte sprechen von einer Perinealhernie (Dammbruch).

Muskeln, die den Enddarm umgeben, reißen – es entsteht im Inneren eine Öffnung (Bruchpforte). Darmteile und auch oftmals die Harnblase können in diese Ausbuchtung vorfallen. Der Enddarm hat keinen Halt, der Kotabsatz wird enorm erschwert. Bei einer Perinealhernie ist die Früherkennung enorm wichtig, da mit dem Fortschreiten immer mehr Gewebe zerstört wird und innerlicher Schaden erfolgt, der immer schwieriger zu operieren ist. In den Anfängen kann der Tierarzt mit einem relativ einfachen chirurgischen Eingriff helfen.

Perinealhernien-Operationen sind im Frühstadium am besten durchzuführen. Meist wird der Patient auch kastriert, da ein hormoneller Einfluss zur Entstehung einer Perinealhernie vermutet wird. In jedem Fall muss eine chirurgische Korrektur erfolgen. Empfehlungen, Öle ins Futter zu mischen, helfen dem Hund nicht.

Regelmäßiger Check

Oftmals sind unkastrierte Rüden betroffen. Durch einen Dammbruch kann mit der Zeit die entstandene Ausbuchtung eine sichtbare, auffällige Größe erreichen, meist ist die Analöffnung schwer errötet. Soweit darf es nicht kommen – deshalb beobachten Sie Ihr Tier ganz genau, ob es leichte Veränderungen beim Kotabsetzen gibt und lassen Sie Ihren unkastrierten Rüden am besten regelmäßig im Analbereich tierärztlich checken.

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