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Kaninchen: Warum Läufe wund werden können

Vorsorge

Kaninchen sind Meister im Hoppeln und Hakenschlagen. Damit ihre empfindlichen Füße das gut mitmachen, brauchen sie einen geeigneten Untergrund. Bei einer Pododermatitis entzündet sich die Haut an der Unterseite der Hinterfüße. Man spricht auch von „wunden Läufen“ oder „sore hocks“.

Wie entstehen wunde Läufe?

Anders als Hunde und Katzen besitzen Kaninchen keine gepolsterten Pfotenballen. Ihre Fußsohlen werden vor allem durch dichtes Fell geschützt. Wird dieses dauerhaft stark belastet, kann das Fell dünner und die Haut darunter gereizt oder wund werden. Harte, raue oder feuchte Untergründe erhöhen das Risiko. Auch Übergewicht, zu lange Krallen, wenig Bewegung oder Fehlstellungen können dazu führen, dass bestimmte Bereiche stark belastet werden. Große, schwere Kaninchen und Rexkaninchen gelten als anfälliger.

Woran erkennt man eine Pododermatitis? Zuerst fällt oft nur eine kahle oder gerötete Stelle an der Fußunterseite auf. Schreitet die Erkrankung fort, können Schwellungen, Krusten, offene Wunden und Schmerzen hinzukommen. Manche Kaninchen sitzen anders, bewegen sich weniger oder verlagern ihr Gewicht auf die Vorderbeine. Dringen Bakterien in geschädigte Haut ein, kann die Entzündung tiefere Gewebe, Gelenke oder Knochen erreichen.

Je früher wunde Läufe erkannt werden, desto besser lassen sie sich behandeln. Die Tierärztin oder der Tierarzt beurteilt Haut, Bewegungsapparat und Auslöser. Je nach Schweregrad können Wundversorgung, Verbände, Schmerzmittel oder bei bakterieller Infektion weitere Medikamente nötig sein. Bei tiefen Veränderungen können Röntgenaufnahmen sinnvoll sein.

Weiche Füße brauchen weichen Boden

Zur Behandlung gehört auch ein Blick auf die Haltung. Trockene, saubere und weich gepolsterte Liegeflächen entlasten die Füße. Das ist sinnvoll. Krallen sollten regelmäßig kontrolliert und Übergewicht vermieden werden. Ein täglicher „Pfotencheck“ ist schnell gemacht: beim Kuscheln einfach unter die Hinterläufe schauen. Werden kahle, rote oder wunde Stellen entdeckt, sollte das Kaninchen früh tierärztlich vorgestellt werden – damit aus einem kleinen Druckpunkt kein großes Fußproblem wird.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/10/102026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-10-25 07:00:002026-10-02 10:59:02Kaninchen: Warum Läufe wund werden können

Mit dem Streicheln das Fell regelmäßig überprüfen

Vorsorge

Hautpilzerkrankungen können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Solche Infektionen bezeichnet man als Zoonosen. Beim Meerschweinchen kommt vor allem die Trichophytie vor, eine durch Fadenpilze (Dermatophyten) verursachte Hauterkrankung. Eine Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit erkrankten oder infizierten Tieren. Auch Einstreu, Heu, Textilien und Gegenstände können Pilzsporen verbreiten.

Eine Trichophytie zeigt sich häufig durch kahle oder schüttere Stellen, abgebrochene Haare, Schuppen und Krusten. Besonders häufig sind Kopf, Ohren und Rücken betroffen. Die Haut kann gerötet sein. Juckreiz ist möglich, tritt aber nicht bei jedem Tier auf. Haarausfall bedeutet allerdings nicht automatisch Hautpilz. Auch Milben, Läuse, Verletzungen oder gegenseitiges Benagen des Fells können ähnliche Veränderungen verursachen. Deshalb sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Eine Trichophytie ist in der Regel gut behandelbar. Je nach Ausmaß werden pilzwirksame Medikamente äußerlich und auch zum Eingeben eingesetzt. Da Pilzsporen in der Umgebung längere Zeit überleben können, ist eine gründliche Reinigung des Geheges und der Gegenstände wichtig. Partnertiere sollten ebenfalls untersucht werden, da sie infiziert sein können, ohne bereits Hautveränderungen zu zeigen.

Auch für den Menschen besteht ein Ansteckungsrisiko. Beim Umgang mit einem erkrankten Meerschweinchen sind deshalb sorgfältige Handhygiene und regelmäßige Reinigung wichtig. Menschen mit geschwächtem Immunsystem und kleine Kinder sollten besonders vorsichtig sein. Treten beim Menschen verdächtige Hautveränderungen auf, sollte ein Arzt über den Tierkontakt informiert werden.

Früherkennung und Vorsorge Kontrollieren Sie Haut und Fell regelmäßig. Kahle Stellen, Schuppen, Krusten oder ungewöhnlicher Haarverlust sollten zeitnah tierärztlich untersucht werden. Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Platz, passenden Sozialpartnern, sauberer Einstreu und einer ausgewogenen, vitamin-C-reichen Ernährung unterstützt die Gesundheit. Bei einer bestätigten Infektion sollten Gehege und Zubehör gründlich gereinigt und nach tierärztlicher Empfehlung desinfiziert werden. Die Behandlung sollte konsequent bis zum Ende erfolgen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/092026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-09-25 07:00:002026-09-03 12:18:41Mit dem Streicheln das Fell regelmäßig überprüfen

Giftstoffe vermeiden und früh erkennen

Vorsorge

Mit Giftstoffen präparierte Fleischstücke, Leckerli oder andere Nahrungsmittel stellen eine ernste Gefahr für Hunde dar. Wo vor Giftködern gewarnt wird, sollte der Hund vorsorglich an der Leine geführt werden. Auch im eigenen Haushalt lauern Gefahren: Schokolade, Weintrauben und Rosinen, koffeinhaltige Produkte und Xylit (Xylitol) können für Hunde giftig sein. Kleine Mengen können gefährlich sein.

Medikamente wie Paracetamol dürfen niemals ohne tierärztliche Rücksprache verabreicht werden. Reinigungsmittel und andere Chemikalien gehören außer Reichweite von Hund und Katze.

Wie erkennt man eine Vergiftung?

Die Beschwerden hängen vom Giftstoff, der Menge und dem Zeitpunkt der Aufnahme ab. Manche Vergiftungen zeigen sich schnell, bei anderen treten Symptome erst nach Stunden oder Tagen auf. Mögliche Anzeichen sind starkes Speicheln, Erbrechen, Durchfall, Bauchschmerzen, Unruhe oder Teilnahmslosigkeit, Schwäche, Taumeln, Zittern, Krampfanfälle, Atembeschwerden und Kreislaufstörungen bis zum Kollaps. Bei bestimmten Rattengiften können Blutungen auftreten. Anhand der Symptome lässt sich meist nicht erkennen, welches Gift aufgenommen wurde.

Was ist im Notfall zu tun?

Bei Verdacht auf eine Vergiftung zählt jede Minute. Kontaktieren Sie unverzüglich eine Tierarztpraxis/Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst – auch wenn Ihr Tier zunächst noch unauffällig ist. Wenn möglich, nehmen Sie Reste des Köders oder Hinweise auf den aufgenommenen Stoff mit. Lösen Sie nicht eigenständig Erbrechen aus und geben Sie keine Hausmittel wie Milch oder Öl. Ob Erbrechen sinnvoll ist, hängt vom Giftstoff und dem Zustand des Hundes ab. Unter tierärztlicher Anleitung kann es bei bestimmten Vergiftungen sinnvoll sein; bei ätzenden Stoffen, Bewusstseinsstörungen oder Krampfanfällen kann es gefährlich sein.

Tierärztliche Hilfe

Zunächst werden Atmung und Kreislauf stabilisiert. Je nach Giftstoff kann die weitere Aufnahme verhindert werden, beispielsweise durch kontrolliert ausgelöstes Erbrechen oder Aktivkohle. In bestimmten Fällen gibt es spezielle Gegenmittel. Bei blutgerinnungshemmenden Rattengiften kann Vitamin K1 eingesetzt werden. Je nach Vergiftung sind außerdem Infusionen, Medikamente gegen Krampfanfälle und Überwachung notwendig.

Merke: Bei Verdacht auf einen Giftköder oder eine andere Vergiftung nicht auf Symptome warten. Sofort tierärztlichen Rat einholen und das Tier checken lassen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/092026_Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-09-15 07:00:002026-09-03 12:19:41Giftstoffe vermeiden und früh erkennen

Gegrilltes nicht verfüttern

Krankheit, Vorsorge

Sommerzeit ist Grillzeit – und so mancher Hund wartet geduldig darauf, dass etwas vom Tisch abfällt. Doch Vorsicht: Übrig gebliebene Knochen vom Grill gehören nicht in den Hundenapf!

Vor allem gekochte, gebratene oder geschmorte Knochen können leicht splittern. Scharfkantige Knochenteile können Verletzungen im Maul, in der Speiseröhre oder im Magen-Darm-Trakt verursachen. Im schlimmsten Fall kann die Darmwand durchstoßen werden. Dadurch können Darminhalt und Bakterien in die Bauchhöhle gelangen und eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung auslösen.

Auch ohne Verletzung können Knochen problematisch sein: Größere Stücke können im Verdauungstrakt stecken bleiben und zu einem Darmverschluss führen. Häufig kommt es außerdem zu schmerzhaften, sehr harten Kotabsätzen bis hin zu einer Verstopfung, die tierärztlich behandelt werden muss. Ebenfalls gut zu wissen: Fettige Fleischreste können Magen-Darm-Beschwerden verursachen und bei empfindlichen Hunden eine Bauchspeicheldrüsenentzündung begünstigen. Gewürzte oder marinierte Speisen enthalten zudem häufig Zwiebeln, Knoblauch oder andere Zutaten, die für Hunde unverträglich oder sogar giftig sein können. Auch Maiskolben, Holzspieße und Grillreste sollten niemals unbeaufsichtigt sein.

Hat Ihr Hund größere Mengen Knochen gefressen oder zeigt er danach Erbrechen, Bauchschmerzen, einen aufgeblähten Bauch, Unruhe oder setzt keinen Kot mehr ab, sollten Sie umgehend eine Tierarztpraxis / Tierklinik kontaktieren. Auch bei Würgen, starkem Speicheln oder Schluckbeschwerden ist eine schnelle Untersuchung wichtig. Je nach Situation können Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen notwendig sein.

Auch rohe Knochen sind nicht grundsätzlich harmlos. Besonders Röhrenknochen bergen Verletzungs- und Verstopfungsrisiken. Bei Mark- oder Sandknochen besteht zudem die Gefahr, dass sich der Unterkiefer darin verkeilt. Am sichersten ist es daher, Knochen und Grillreste für den Hund unerreichbar aufzubewahren – und ihm stattdessen einen hundegerechten Snack anzubieten.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/082026_Foto_01.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-08-05 07:00:002026-08-03 12:42:16Gegrilltes nicht verfüttern

Meerschweinchen vor Hitze schützen

Vorsorge

Da Meerschweinchen ursprünglich aus den Anden, dem Hochgebirge Südamerikas stammen, sind sie die kühleren Temperaturen gewohnt. Doch wenn es in unseren Breitengraden allmählich wärmer wird und das Quecksilber steigt, sollten die Meerschweinchen in Außenhaltung vor Sonne und Hitze geschützt sein.

Beispielsweise sollte das Gehege zur Hälfte im Schatten liegen und eine geräumige isolierte Schutzhütte aus Holz (nicht aus Plastik!) enthalten. Möglich ist auch, eine gefrorene, in ein Handtuch eingewickelte Wasserflasche ins Gehege zu legen.

Für weitere Abkühlung sorgen Fliesen als Liegeplätze. Überhitzung ist für ein Meerschweinchen lebensbedrohlich. Die Tiere können nicht schwitzen und nur unzureichend hecheln. Sie werden teilnahmslos, die Atmung ist schnell und flach, die Körpertemperatur ist erhöht, das Zahnfleisch dunkelrot.

Bei genauer Betrachtung sind häufig die Ohrmuscheln rötlich. In diesem Fall muss der Tierhalter sofort handeln, bevor die Tiere an Kreislaufversagen sterben. Bringen Sie das Meerschweinchen direkt an einen kühlen Ort (z. B. Keller) und legen es auf ein nasses kaltes Tuch, das Sie regelmäßig erneuern. Besprechen Sie sich mit Ihrer Praxis / Klinik.

Um einen Schock zu vermeiden, tauchen Sie das Tier niemals in kaltes Wasser ein. Die Körperhitze kann mit kalten Kompressen auf dem Kopf gesenkt werden. Die Beinchen des Tieres können Sie in kühles, nicht allzu kaltes Wasser tauchen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-24 07:00:002026-07-03 19:33:10Meerschweinchen vor Hitze schützen

Grannengefahr im Sommer wird oft unterschätzt

Vorsorge

Allzu oft werden sie unterschätzt, sind aber äußerst gefährlich und Verursacher zahlreicher Not-Operationen im Sommer: Grannen. Wildes Getreide an Straßenrändern und Feldwegen sehen idyllisch aus – aus den reifen gelben Ähren lösen sich die so genannten Grannen. Diese Borsten verfangen sich mit Widerhaken im Fell des Hundes, was zunächst noch harmlos erscheint. Doch durch die Körperbewegung des Tieres dringen sie immer tiefer in die Haut ein.

Vielfach rutschen sie in Zehenzwischenräume, Achselhöhlen oder in die Ohren. Grannen verursachen Schmerzen. Meist knabbern und lecken die Hunde an der verletzen Stelle oder humpeln. Schnell kommt es zu schweren Entzündungen, meist wird ein Eingriff unter Narkose nötig, um das Tier von dem „Eindringling“ zu befreien, denn eine Granne ist so beschaffen, dass sie nur in eine einzige Richtung zu bewegen ist. Der Tierhalter kann sie selten gänzlich entfernen.

Bei dem Verdacht einer Grannen-Verletzung sollten Sie immer eine/n Tierärztin/Tierarzt zu Rate ziehen und das möglichst schnell, denn Vereiterungen bzw. Verdickungen unter der Haut heilen aufgrund des Fremdkörpers nicht von alleine ab. Hund oder auch Katze schüttelt verdächtig oft den Kopf, hält ihn zuweilen schief oder kneift die Augen vermehrt zusammen: Möglich, dass sich das wilde Getreide in den Ohren verfängt. Tierhalter sollten in diesem Fall nicht selber versuchen, das Ohr zu reinigen, da die Granne nur tiefer in den Gehörgang rutscht.

Ohrentropfen oder Salbe nützen hier nichts. Der Tierarzt muss die Granne möglichst rasch entfernen, bevor Entzündungen oder gar ein Trommelfellriss eine komplizierte und teure Behandlung nach sich ziehen. Auch sollten Sie auf vermehrtes Niesen achten, es könnte eine Granne im Spiel sein…

Kosten- und schmerzfrei ist der Fell-Check: Überprüfen Sie nach jedem Spaziergang das Fell Ihres Tieres gründlich. Tasten Sie Ohren, Bein-, Bauch- und Brustfahnen, Achselhöhlen und Pfoten bzw. Zehenzwischenräume ab. „Frisch eingefangene“ Grannen können Sie aus dem Fell Ihres Tieres heraus zupfen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-12 07:00:002026-07-03 19:30:10Grannengefahr im Sommer wird oft unterschätzt

Vor der Reise in die Praxis

Vorsorge

Soll Ihr Vierbeiner Sie in den Urlaub begleiten? Dann ist es empfehlenswert, einige Vorbereitungen zu treffen, damit die Reise für Sie und Ihren Hund nicht allzu stressig wird.

Oftmals sind Nervosität und Angst die Ursachen für das Unwohlsein auf Reisen. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund bereits vorher an längere Fahrten mit Bahn und Pkw zu gewöhnen. Ein ausgiebiger Spaziergang nach einer Fahrt ist die schönste Belohnung für den Hund und für ihn ein Grund mehr, sich auf den „Pkw-Ausflug“ zu freuen. Wenn Sie die Reise antreten, beugen Sie Magenbeschwerden Ihres Tieres vor, indem der gesunde Hund sechs bis sieben Stunden vor der großen Fahrt keine „Hauptmahlzeit“ frisst. Wasser sollte natürlich immer zur Verfügung stehen. Und bevor es losgeht, gehen Sie nochmal eine große Runde mit Ihrem tierischen Begleiter, damit er auf der Fahrt erst einmal so richtig müde ist. Alle zwei Stunden sollten Sie eine Pause einlegen, damit sich Ihr Hund bewegen, etwas trinken und ein bisschen Abstand von der Fahrt gewinnen kann.

Besprechen Sie die Urlaubsplanung mit dem tierärztlichen Team

Vor der Reise ist es klug, nochmal den Impfstatus zu checken. In der Praxis / Klinik können Sie sich auch ein Erste-Hilfe-Set und eine kleine Reiseapotheke zusammenstellen lassen. Auch gegen mögliche Reisekrankheiten gibt es Medikamente. Unterstützend zur Beruhigung des Tieres gibt es z. B. Pheromone, Duftbotenstoffe, die auch ohne Chemiekeule bewirken können, dass der Hund deutlich gelassener wird.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/07/072026_Foto_01.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-07-04 07:00:002026-07-03 19:26:07Vor der Reise in die Praxis

Genügend Vitamin-C für die Meerschweinchen-Gruppe

Vorsorge

Meerschweinchen gehören zu den wenigen Tieren, die Vitamin C nicht selbst im Körper bilden können. Deshalb sind sie vollständig darauf angewiesen, dieses wichtige Vitamin täglich über die Nahrung aufzunehmen. Fehlt Vitamin C über längere Zeit, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Ein Vitamin-C-Mangel zählt daher zu den häufigsten ernährungsbedingten Problemen bei Meerschweinchen.

Vitamin C unterstützt viele wichtige Vorgänge im Körper. Es stärkt das Immunsystem, hilft bei der Wundheilung und ist wichtig für Knochen, Gelenke, Haut und Zähne. Besonders für das Bindegewebe spielt das Vitamin eine zentrale Rolle. Ohne ausreichend Vitamin C wird der gesamte Organismus geschwächt. Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend. Betroffene Meerschweinchen wirken müde, bewegen sich weniger oder verlieren den Appetit. Manche Tiere nehmen ab oder zeigen Schmerzen beim Laufen. Auch geschwollenes Zahnfleisch, stumpfes Fell oder kleine Entzündungen kleine Entzündungen an der Haut oder im Maulbereich können Hinweise sein. In schweren Fällen treten Gelenkprobleme oder innere Blutungen auf. Jungtiere, kranke oder ältere Meerschweinchen sind besonders empfindlich.

Die wichtigste Vorbeugung ist eine abwechslungsreiche und frische Ernährung. Hochwertiges Heu sollte immer zur Verfügung stehen, zusätzlich benötigen Meerschweinchen täglich frisches Gemüse mit natürlichem Vitamin-C-Gehalt. Besonders geeignet sind Paprika, Petersilie, Fenchel oder kleine Mengen Brokkoli. Fertiges Trockenfutter allein reicht meist nicht aus, da Vitamin C darin mit der Zeit verloren geht. Auch Wasserzusätze sind oft ungeeignet, weil das Vitamin schnell zerfällt und viele Tiere dann weniger trinken. Stress, Krankheiten oder Trächtigkeit können den Bedarf zusätzlich erhöhen. Bei Verdacht auf einen Vitamin-C-Mangel sollte immer ein/e Tierarzt/ärztin hinzugezogen werden, damit die Ursache früh erkannt und behandelt werden kann.

Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb einer der wichtigsten Bausteine für ein gesundes und langes Meerschweinchenleben.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/06/062026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-06-25 07:00:002026-06-03 18:19:40Genügend Vitamin-C für die Meerschweinchen-Gruppe

Wenn Zahnfleisch-Probleme Schmerzen verursachen

Krankheit, Vorsorge

Eine Gingivitis ist eine Entzündung des Zahnfleisches und gehört bei Katzen zu den häufigsten Erkrankungen im Maulbereich. Viele Tiere zeigen anfangs nur unauffällige Symptome, weshalb die Erkrankung oft erst entdeckt wird, wenn bereits deutliche Schmerzen bestehen. Dabei kann eine unbehandelte Zahnfleischentzündung das Wohlbefinden der Katze stark beeinträchtigen.

Auslöser sind meist Zahnbeläge und Bakterien. Bleiben Futterreste und Plaque längere Zeit an den Zähnen haften, entsteht Zahnstein. Die darin enthaltenen Bakterien reizen das Zahnfleisch und führen zu Entzündungen. Manche Katzen reagieren besonders empfindlich auf diese Keime. Auch Erkrankungen wie Katzenschnupfen, ein geschwächtes Immunsystem oder Viruserkrankungen können das Risiko erhöhen.

Typische Anzeichen einer Gingivitis sind gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch, unangenehmer Maulgeruch und Schmerzen beim Fressen. Einige Katzen kauen vorsichtiger, lassen Trockenfutter fallen oder bevorzugen plötzlich Nassfutter und verweigern das Trockenfutter. Manche Tiere ziehen sich zurück, wirken gereizt oder putzen sich weniger gründlich. Stark entzündetes Zahnfleisch kann sogar bluten. Da Katzen Schmerzen oft lange verbergen, sollte bereits bei kleinen Veränderungen genauer hingesehen werden. Die Diagnose erfolgt durch eine Untersuchung des Mauls in der Praxis / Klinik. Häufig wird geprüft, ob zusätzlich Zahnstein, lockere Zähne oder weitergehende Entzündungen vorhanden sind. In manchen Fällen sind Röntgenaufnahmen nötig, um versteckte Schäden im Zahnbereich zu erkennen.

Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad der Erkrankung. Oft müssen Zahnstein und bakterielle Beläge unter Narkose entfernt werden. Stark geschädigte Zähne können gezogen werden, wenn sie Schmerzen verursachen. Zusätzlich kommen entzündungshemmende Medikamente oder Schmerzmittel zum Einsatz. Wichtig ist außerdem eine gute Zahnpflege, damit die Entzündung nicht schnell zurückkehrt.

Vorbeugend helfen regelmäßige Kontrollen der Zähne sowie eine möglichst frühe Zahnpflege. Spezielle Katzenzahnbürsten, Zahnpflegeprodukte oder geeignetes Futter können dabei unterstützen, Beläge zu reduzieren. Nicht jede Katze akzeptiert das sofort, doch langsames Gewöhnen verbessert die Chancen deutlich.

Eine Gingivitis sollte niemals unterschätzt werden. Wird die Entzündung rechtzeitig behandelt, können Schmerzen gelindert und Folgeschäden verhindert werden. Gesunde Zähne tragen entscheidend dazu bei, dass die Katze aktiv bleibt, gut frisst und sich dauerhaft wohlfühlt.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/06/062026_Foto_02.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-06-15 07:00:002026-06-03 18:15:52Wenn Zahnfleisch-Probleme Schmerzen verursachen

Myxomatose & RHD: Impfung nicht vergessen!

Vorsorge

März und April sind für Kaninchenbesitzer die klassischen Impfmonate. In der Regel impft der Tierarzt dann gegen Myxomatose. Die Impfung erfolgt in der Regel halbjährlich. Gegen RHD (Chinaseuche) wird jährlich geimpft. Auch gegen Kaninchenschnupfen gibt es einen Impfstoff.

Ansteckungsgefahr auch für Wohnungskaninchen

Unsicher sind sich manche Tierhalter, ob eine Impfung gegen Myxomatose für Kaninchen, die ausschließlich in der Wohnung gehalten werden überhaupt vonnöten ist. Ganz klar sind diese Tiere ebenfalls gefährdet. Beispielsweise wird das Myxomatose-Virus auf viele Arten übertragen: durch blutsaugende Insekten wie Kaninchenfloh oder Stechmücke sowie durch Milben, Zecken oder Läuse. Das Virus gehört zur Familie der Pockenviren. Möglich ist auch eine Übertragung mittels Futter: Besonders Grünfutter steht in Verdacht, den Krankheitserreger zu transportieren. Von Kaninchen zu Kaninchen kann die Übertragung erfolgen, auch wenn ein Tier am Virus nicht erkrankt. Myxomatose kann in wenigen Tagen tödlich verlaufen. Anzeichen einer möglichen Infektion sind zum Beispiel Schwellungen an Augen, Augenausfluss, Ödeme.

RHD – für alle Kaninchen bietet nur die Impfung den sicheren Schutz

Auch das RHD-Virus (Calcivirus) wird durch blutsaugende Insekten übertragen und kann ebenfalls über das Futter das Kaninchen infizieren. Kontaminiertes Frischfutter und Schuhsohlen der Besitzer können auch zur Ansteckung der tödlichen Krankheit führen. Eine Übertragung funktioniert über eine Tröpfcheninfektion von Tier zu Tier (Kot, Urin, Speichel). RHD ist nicht heilbar, die meisten Tiere versterben in kurzer Zeit, oftmals erleiden sie den Erstickungstod. In der Regel erfolgt in der Tierarztpraxis eine Impfung frühestens ab der 4. – 6. Lebenswoche. Zur Grundimmunisierung und Auffrischungsimpfung informiert Sie Ihr/e Tierarzt/Tierärztin umfassend. Grundsätzlich erfolgt vor der Impfung eine gründliche Allgemeinuntersuchung.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/03/Foto_03-1.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-04-25 07:00:002026-03-31 11:34:58Myxomatose & RHD: Impfung nicht vergessen!
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