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Insbesondere für Junghunde und Welpen, aber auch für Hunde „aus zweiter Hand“ sind tierärztliche Checks vonnöten, um den Gesundheitszustand des Tieres zu überprüfen und Vorsorgemaßnahmen sowie nötige Impfungen vorzunehmen. Empfehlenswert ist es deshalb, 14 Tage nachdem der Hund eingezogen ist, einen Tierarzt aufzusuchen.

Im Sinne der Vorsorge sollten Sie Ihren neuen Mitbewohner von einem Arzt regelmäßig checken lassen, auch wenn Ihnen das Tier gesund erscheint. Regelmäßige Besuche beim Tierarzt, ohne dass es dem Hund schlecht geht, ist zudem für den pelzigen Kameraden eine positive Erfahrung. Bei der tierärztlichen Untersuchung werden u.a. Herz und Lunge abgehört, der Bauch abgetastet, Haut, Fell, Augen und Ohren gecheckt. Bei Auffälligkeiten werden weitere Untersuchungen eingeleitet. Generell gilt: Viele Erkrankungen sind im Anfangsstadium am besten entgegenzutreten, entwickeln sich aber zu Beginn häufig symptomlos oder nur mit übersehbaren Anzeichen.

Infektionen und Parasiten: Zu den häufigsten äußeren Parasiten gehören Flöhe, Zecken und Milben. Juckreiz, Hautentzündungen, Falten- und Krustenbildung sind möglich. Zecken können Krankheitserreger wie Babesien und Borrelien übertragen und Bandwürmer können über den Floh in den Körper des Hundes gelangen.

Zu den inneren Parasiten gehören Giardien, Würmer und Spülwürmer. Ungeachtet von den Maßnahmen des Züchters, ist es eine gute Vorsorge, den Hundewelpen in der neunten bis zwölften Lebenswoche zweimal in 14-tägigem Abstand zu entwurmen oder seinen Kot untersuchen zu lassen. Generell kann man zur Überprüfung Kotuntersuchungen in dreimonatigen Abständen vornehmen lassen. Dies dient auch dem Schutz der Familienmitglieder, denn verwurmte Tiere können den Parasiten auf den Menschen übertragen. Ist der Hund frei von Parasiten, steht eine Grundimmunisierung bzw. Wiederholungsimpfung an. Geimpft wird ein Hund i.d.R. gegen Leberentzündung, Leptospirose, Parvovirose, Staupe und Tollwut.

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Oftmals erkennen Tierhalter die ersten Anzeichen einer Erkrankung viel zu spät. Durch die Früherkennung besteht aber eine viel größere Chance, dem Tier effektiv zu helfen. Oft vom Tierhalter unterschätzt, aber dennoch enorm wichtig für ein langes, gesundes Tierleben ist deshalb der Alters-Checkup für Hunde und Katzen.

Diese Vorsorge-Untersuchung ist generell zu empfehlen, doch entscheidet letztlich der Tierhalter, ob er sie durchführen lassen möchte. Dabei liegt der Vorteil des Checkups auf der Hand: Im Alter verändern sich die Stoffwechselvorgänge des Tieres. Es können altersspezifische Erkrankungen auftreten, beispielsweise Gelenkprobleme oder hormonelle Beschwerden. Viele chronische Erkrankungen können – im frühen Stadium erkannt – geheilt oder zumindest in ihrer Entwicklung deutlich verzögert werden. Daher ist es ratsam, die Untersuchung bei Hunden und Katzen ab dem achten Lebensjahr durchzuführen. Bestimmte Rassen wie Berner Sennenhund, Dogge oder Irischer Wolfshund werden meist nach fünf Jahren untersucht. Bei einem Alters-Checkup wird die ganz individuelle medizinische Situation des Tieres berücksichtigt.

Ein Blutbild steht auf dem Programm. Zudem werden der Blutzucker sowie die wichtigsten Nieren- und Leberwerte gemessen. Bei Bedarf schließt sich eine ausführliche Ultraschall-Untersuchung an.

Bei einem Checkup können mögliche Erkrankungen rechtzeitig erkannt werden. Das gilt nicht nur für lebensbedrohliche Tumorbildungen. Auch Schmerzen im Alltag – beispielsweise bei Arthrose-Beschwerden – können so dem Tier erspart werden. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis beraten.

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Für Hundehalter sind einige Regeln wichtig, damit der Vierbeiner gesund durch den Winter kommt. Zum Beispiel das regelmäßige Bürsten des Winterfells: So kann sich das isolierende Luftpolster zwischen den Unter- und Deckhaaren besser entwickeln. Hunde – auch Kurzhaarrassen – frieren in der Regel nicht, wenn sie sich ausreichend bewegen. Unterkühlen können sie nur, wenn sie über längere Zeit reglos an einer Stelle verharren, sich auf kalten, nassen Böden hinsetzen oder hinlegen. Hier kann es zu einer Blasen- oder Nierenentzündung kommen.

Achten Sie darauf, dass Sie nach dem Spaziergang Ihren nassen Hund mit einem Handtuch trockenrubbeln. Denn: Auch Hunde können sich erkälten. „Schneeschlecken“ kann den Magen-Darm-Trakt enorm reizen und den Hals- und Rachenraum entzünden. Extreme Vorsicht ist geboten bei Schnee mit Streusalz. Aufgepasst auch bei Glatteis: Auch Hunde rutschen aus und können sich Bänderdehnungen, Kreuzbandrisse oder Knochenbrüche zuziehen. Balsam oder Schutzsprays verhindern das Austrocknen der Ballenhaut. So können sich Matsch und Streu nicht so leicht festsetzen, und Streusalz kann die Haut nicht reizen. Nach dem Spaziergang spülen Sie die Pfoten mit warmem Wasser ab. Sollten Sie in den Pfoten Risse und Wunden finden, lassen Sie sie in der Praxis/Klinik kurz checken, bevor Entzündungen entstehen. Schneiden Sie lange Haare zwischen den Zehen Ihres Hundes nicht selbst ab. Allzu oft kommt es zu Verletzungen und Reizungen der Haarwurzel sowie zu Entzündungen. Fragen Sie besser in der Praxis/Klinik nach.

Der tierärztliche Wintercheck

Ist Ihr Hund fit für den Winter? Das zeigt ein tierärztlicher Check-up (u.a. durch Ermittlung der wichtigsten Blutwerte, Haut- und Fellkontrolle, Entwurmung)!

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Sommerliche Temperaturen, schönes Wetter im Frühjahr: Mehr als sonst suchen Hundefreunde mit ihren Vierbeinern erholsame Gebiete auf, um die Natur zu genießen. Dabei treffen fremde Hunde aufeinander. Oftmals regeln freilaufende Hunde einen Konflikt galant und schmerzfrei. Doch manchmal kommt es zu einer kleinen Beißerei.

Das Tückische: Die zunächst kleinen Biss-Stellen wirken harmlos, sind kaum im dichten Fell zu entdecken. Doch einige Tage später entfalten Bakterien unter der Haut ihre große Wirkung. Mit den Hundszähnen dringen zahlreiche Bakterien tief in die Haut ein und finden hier optimale Bedingungen, um sich rasend schnell zu vermehren. Starke Entzündungen können sich unter der Haut verbreiten. Gefährlich: Die Wunde hat sich bereits an der Oberfläche geschlossen und darunter vermehren sich die Bakterien (Anaerobier). Sie lösen den lebensgefährlichen Wundbrand aus. Unbehandelt können Fieber und sogar eine Blutvergiftung (Sepsis) die Folge sein.

Auch Quetschwunden sind nicht ungefährlich.

Fettgewebe wird gequetscht, das Gewebe unter der Haut stirbt ab und es folgt eine heftige Entzündung, die äußerst schmerzhaft ist. Wie sollte der Tierhalter sich verhalten? Bisse sollten unbedingt tierärztlich behandelt werden, egal wie groß sie sind. Generell sollte man nach einer Rauferei den Hund tierärztlich checken lassen.

Oft bleiben Wunden im dichten Fell und während der Aufregung des Vorfalls unentdeckt. Wunden, auch wenn sie noch so kleine sind, sollten in der Praxis/Klinik gesäubert und der Hund behandelt werden. Das ist wenig aufwendig im Vergleich zu der Behandlung einer schweren Entzündung, die sich bereits innerhalb weniger Tage entwickeln kann. Auch Erkrankungen können durch Bisse übertragen werden.

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