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Ganz wichtig ist es, den Blick ins Maul und die Kontrolle des Gebisses schon vom Welpenalter an zu üben. So lässt sich zum einen der Zahnwechsel (Hunde haben 42 Zähne) kontrollieren. Außerdem wird der Hund zeitig und auf positive Art daran gewöhnt, dass man ihm ins Maul greift oder später die Zähne geputzt werden. Das Gebiss eines Hundes sollte von Anfang an regelmäßig von einem Tierarzt kontrolliert werden, gerade nach dem Zahnwechsel kann so rechtzeitig erkannt werden, ob eventuell verbliebene Milcheckzähne gezogen werden müssen.

Die Zahnprobleme, unter denen Hunde leiden, sind dabei nicht so viel anders als bei uns Menschen: Futterreste bleiben an den Zähnen haften und bieten Bakterien optimale Bedingungen, sich zu vermehren. Ein weicher Bakterienbelag, die Plaque, entsteht auf den Zähnen, daran heften sich mineralische Substanzen aus dem Speichel an. Dies wiederum führt zur Entstehung des harten und sichtbaren Zahnsteins. Die Bakterienbeläge können zu einer leichten Zahnfleischentzündung (Gingivitis) führen, die im weiteren Verlauf immer schlimmer wird. Von einer Parodontitis spricht man, wenn als Folge die Verbindung zwischen Zahn und Zahnbett zerstört wird, sich das Zahnfleisch zurückbildet und die Zähne locker werden. Da sich gleichzeitig auch Taschen im Zahnfleisch bilden, in denen sich Bakterien ansiedeln, kommt es zu starkem Mundgeruch. Richtig gefährlich kann es werden, wenn diese Bakterien in den Blutkreislauf gelangen, denn Herz- oder Nierenprobleme können die Folge sein.

Doch Hundebesitzer können vorbeugen: Durch regelmäßiges Putzen der Zähne mit einer speziellen Zahnbürste oder einem weichen Fingerling und Hundezahnpasta können die noch weichen Beläge entfernt werden. In der Regel reicht das Bürsten der Zahnaußenseiten. Auch durch die Gabe von fester Nahrung, Kauknochen und speziellen Zahnpflegesticks kann man die Gesundheit der Zähne unterstützen.

Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist jedoch auch bei guter Pflege wichtig, gerade bei alten Hunden oder Rassen, die anfällig für Zahnprobleme sind. Besonders Pekinesen, Yorkshire-Terrier oder Zwerg- und Toypudel neigen zu Zahnfleischentzündungen und vermehrter Zahnsteinbildung. Wenn eine Zahnsanierung, die Entfernung hartnäckigen Zahnsteins mit Ultraschall oder – falls erforderlich – das Ziehen einzelner Zähne erfolgen muss, macht der Tierarzt das unter Vollnarkose. Zahnsanierungen durch Laien, zum Beispiel durch eigen ernannte Tierheilpraktiker, sind unprofessionell, gegebenenfalls sogar gesundheitsschädlich oder tierschutzrelevant.

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Das zweite große „No-Go“ für Hundehalter ist das Laufen auf heißem Asphalt. Oftmals läuft der Hund brav mit und später werden in der Tierarztpraxis oder in der Tierklinik hochgradige Verbrennungen festgestellt – meist sogar zum Erstaunen der Tierbesitzer. Vermeiden Sie auch deshalb Unternehmungen in der Mittagshitze. Ein guter Test ist es, selbst barfuß über den Asphalt zu laufen, um die Lage zu überprüfen. Auch abends kann der Asphalt noch heiß sein, Wald- und Wiesenwege sind dann empfehlenswerter. Spaziergänge sollten generell in den Sommermonaten auf früh morgens oder abends verlegt werden. Denken Sie an Ihr Tier.

Sport in Sommerhitze ist lebensgefährlich: Deshalb hier noch kurz erwähnt ein drittes No-Go, das mit der Überhitzung des Tieres, die Gefahr des Hitzeschlages und heißen Asphaltflächen zusammenhängt: Das Fahrradfahren oder Joggen tagsüber mit dem Hund an der Leine, der zwanghaft mitlaufen muss. Ein Bild, das es auf den Straßen, Landstraßen und Feldern nicht geben dürfte.

Hier noch ein paar generelle Tipps zur Abkühlung für Ihr Tier: Speziell ältere Tiere oder Tiere mit Herz- und Kreislaufbeschwerden sollten besonders geschont werden. Hunde legen sich gerne auf kühle Fliesen, um überschüssige Wärme abzuführen. Wer einen Garten hat, kann ein Hundebecken mit flachem Wasser anbieten, in dem der Hund stehen kann und keine anderen Haustiere ertrinken können. Als Alternative kann man das Tier lauwarm abduschen.

Niemals sollte man zur Abkühlung ein feuchtes Tuch über den Hund legen, hier entsteht Wärmestau! Das kühl-nasse Handtuch kann zur Abkühlung unter den Hund gelegt werden. Haben Sie immer ein Auge auf Ihren Hund. Auch auf Urlaubsreisen sollten Sie den Zustand Ihres Hundes engmaschig überprüfen und zusätzliche Pausen einlegen. Generell ist kleiner, erholsamer Spaziergang an der Raststätte vonnöten, je nach Konstitution des Hundes alle ein bis zwei Stunden. Achten Sie unbedingt darauf, dass Ihr Hund während der Fahrt nicht der prallen Sonne ausgesetzt ist. Für Autoscheiben gibt es flexible Abdeckungen.

Weitere Informationen lesen Sie auch im Artikel „Im Sommer: Was Sie vermeiden sollten!“

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Das absolute „No-Go“ für einen Hundehalter ist es, sein Tier im Auto zurückzulassen – auch wenn man selbst die Temperatur „nur“ als warm empfindet. Ein Standort im Schatten, Spalten geöffneter Fenster oder Schiebedächer verbessern die Situation für das Tier nicht! Selbst einige Minuten sind nicht akzeptabel.

Ein Auto heizt sich – auch wenn es nicht in der prallen Sonne steht – erstaunlich schnell auf. Nachweislich steigt die Temperatur minutenweise. Nicht umsonst spricht man von einem „Backofen“. Das Tier ist dem hilflos ausgeliefert. Es handelt sich aus tierärztlicher Sicht um eine lebensbedrohliche Situation. Zur Erklärung: Hunde können überschüssige Wärme nicht über die gesamte Körperoberfläche abgeben wie wir Menschen. Dazu stehen ihnen lediglich die Schweißdrüsen an den Pfoten und das Hecheln mit der Zunge zur Verfügung. Deshalb werden Temperaturen, die für den Menschen noch erträglich erscheinen, schnell für das Tier zur Gefahr. Es kommt rasch zu einem Hitzschlag und der kann tödlich sein. Wer selbst einmal in einer Sauna gesessen hat und sich vorstellen kann, dass aus diesem Raum bei anfänglichem Gefühl der Überhitzung kein Entkommen ist, kann nachempfinden, welche Qual das Tier im Auto erleiden muss. Ein Hundefreund sollte sich deshalb unbedingt verpflichtet fühlen, seinen tierischen Freund dieser Situation nicht ansatzweise auszusetzen.

Augen auf, auch für Nicht-Tierhalter: Falls doch ein eingesperrtes Tier auf einem Parkplatz entdeckt wird, ist es ratsam, möglichst schnell zu handeln, auch wenn es dem Tier augenscheinlich gut geht. Es sollte der Halter umgehend ermittelt werden. Das kann Leben retten. An der Super- oder Baumarkt-Kasse lässt sich das Kfz-Kennzeichen ausrufen, ansonsten sollte die Polizei informiert werden. Dies sollte im Idealfall passieren, bevor es dem Hund im Wageninneren tatsächlich erkennbar schlecht geht. Der Deutsche Tierschutzbund rät: „Wer ein Tier in Not bemerkt, sollte umgehend die Polizei oder auch die Feuerwehr informieren, um das Fahrzeug öffnen zu lassen, falls Fahrzeughalter oder Fahrer nicht schnell genug gefunden werden kann.“ Fortsetzung im Artikel „Schützen Sie Ihr Tier!“

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Die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), auch als Hirnhautentzündung bekannt, ist sowohl für Menschen aber auch Tiere eine ernst zu nehmende Erkrankung. Das Robert Koch-Institut hat in diesem Jahr neue Teile Deutschlands als FSME-Risikogebiete aufgenommen. Das bedeutet, dass nun in vielen Ecken Deutschlands Zecken die gefährlichen Krankheitserreger übertragen können.

In diesem Jahr ist die Zeckenplage schon in vollem Gange und vor allem Hundefreunde mussten bestimmt schon etliche der kleinen Parasiten von ihren Tieren sammeln.

Da ein Zeckenstich immer die Gefahr der Übertragung von Krankheitserregern (z. B. FSME oder Borreliose) in sich birgt, ist es also höchste Zeit sich, aber auch seine Tiere, zu schützen. „Eine Zecke sollte unverzüglich entfernt werden, denn die krankmachenden Erreger gelangen erst nach zwölf bis 24 Stunden ins Blut“, erklärt Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer (BTK).

Eine festgesogene Zecke sollte mit einer speziellen Zeckenzange oder mit den Fingern so dicht an der Einstichstelle wie möglich (zwischen Haut des Tieres und Zeckenkopf) gefasst und möglichst gerade herausgezogen werden. Wenn ein Teil der Zecke in der Haut steckenbleibt oder schon vorher Unsicherheit herrscht, sollte man umgehend eine Tierarztpraxis/Tierklinik aufsuchen.

Die beste Prophylaxe ist ein wirksamer Zeckenschutz. Dafür eignen sich Spot-on-Präparate zum Auftragen auf die Haut, ein Wirkstoff-Halsband oder ein Zeckenschutz-Präparat, das dem Tier durch eine Tablette verabreicht wird. Achtung: Die Präparate nur nach tierärztlicher Beratung anwenden und nicht im Internet erwerben. Eine unsachgemäße Anwendung kann insbesondere für Katzen bzw. für Tiere mit bestimmten Vorerkrankungen gefährlich sein.

Bitte testen Sie als Tierhalter auf keinen Fall zweifelhafte „Hausmittel“ an Ihren Tieren, wie z. B. Nagellack, Öl oder ähnliches auf die Einstichstelle und die Zecke zu träufeln. Der Parasit könnte durch den „Stress“ seinen Mageninhalt in die Wunde entleeren, was die Übertragung von Krankheitserregern begünstigen kann.

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Mischling Jupp liebt es, wenn Frauchen ihm das Stöckchen wirft. Das Spiel ist ein echter Klassiker und schnell drängt sich der Gedanke auf, sich im Wald ein Stöckchen zu greifen und es dem begeisterten Hund zu werfen, aber das ist eine denkbar schlechte Idee. Das Spiel mit dem Stöckchen ist gefährlich! Es gibt womöglich kaum eine Praxis/Klinik, die noch keine Verletzungen durch Holzstöckchen behandelt hat, teilweise mit dem Kampf um Bellos Leben.

Beim Tragen oder Hinterherspringen kann sich der Hund den Stock leicht in Rachen oder Brust rammen. Auch wenn Frauchen Jupp zunächst in den Platz legt und ihn erst losschickt, wenn das Holz wieder auf dem Boden liegt, kann der Hund sich trotzdem verletzen. Möglich, dass beim Greifen abstehende Äste den Rachenraum verletzen oder der Hund sich beim Apportieren den Ast unglücklich in den Rachen schiebt: keine Seltenheit.

Es gibt so viele gute Alternativen zum Stöckchen im Fachhandel oder in der Praxis/Klinik: längliche Wurf-Spielzeuge aus Gummi in allen Farben und Größen. Frisbees oder Dummys sind in jedem Fall sicherere Spielzeuge als das Stöckchen. Auf die Schnelle kann man auch ein Stück Gartenschlauch auf den Waldspaziergang mitnehmen. Der tut‘s in der Regel auch…

Ganz klar, dass die meisten Hunde wie Jupp gerne auf einem Stock herumkauen. Auch hier ist die Verletzungsgefahr groß. Splitter können in Mund und Rachen für Entzündungen sorgen. Verschluckte Splitter und größere Holzfragmente können sich in die Darmwand bohren oder einen Darmverschluss hervorrufen. Und: Nicht jeder Stock ist ungiftig! Zum Beispiel Äste von Eibe, Holunderstrauch oder Goldregen können Ihrem Tier schaden.

Treten Vergiftungssymptome wie Speicheln, Erbrechen und Atemnot auf, bringen Sie Ihr Tier umgehend in die Praxis/Klinik.

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Das Gangbild des Terrier-Mischlings Benny hat sich verändert: er lahmt und läuft schwankend. All das scheint dem kleinen Kerl nichts auszumachen, dennoch ist der Besuch in der Praxis/Klinik keine übertriebene Maßnahme. Dies können nämlich die ersten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls sein und eine Therapie hat bei Früherkennung die beste Prognose.

Der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), auch gerne unter den Tierhaltern „Dackellähmung“ genannt, betrifft nicht nur Dackel, sondern Hunderassen, die eine genetische Veranlagung aufweisen.

Es sind hier vorwiegend kleine Rassen wie Jack Russel Terrier, Französische Bulldoggen oder Beagle und Shi Tzu betroffen. Doch bevor sich Tierhalter großer Hunderassen zurücklehnen: Auch diese können durch Fehl- und Überbelastung sowie durch Übergewicht oder altersbedingte Verschleißerscheinungen ebenfalls einen Bandscheibenvorfall bekommen. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben, ein ringförmiges Knorpelgewebe, das einen Gallertkern umschließt. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der Gallertkern aus dem Gewebe heraus und drückt aufs Rückenmark und auf umliegende Nerven. Welche Symptome bei dem Hund auftreten, hängt davon ab, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und um welchen Schweregrad es sich handelt.

Generell leidet der Hund an Schmerzen und ist weniger bewegungsfreudig. Bei der Erkrankung an der Halswirbelsäule kann es beispielsweise zu Schmerzempfindlichkeiten am Nacken, steife Kopf- und Halshaltung sowie zu Lähmungen in den Vorderläufen kommen. Bei einem Vorfall an der Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) ist es möglich, dass der Hund einen gekrümmten Rücken bzw. Buckel zeigt.

Auch Lähmungen sowie Inkontinenz können auftreten. Je früher therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, desto besser.

Mit einer neurologischen Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Röntgen, CT oder MRT) wird der Vorfall bestätigt. Je nach Vorfall und bei Früherkennung kann bereits eine konservative Therapie helfen und auf einen operativen Eingriff verzichtet werden. Ein Maßnahmen-Plan, der Bewegungsruhe vorsieht, gezielte Übungen aus der Physiotherapie und eine Schmerztherapie können dem Tier helfen, wieder seine gewohnte Lebensqualität zu erlangen. Auch Homöopathie und Akupunktur können unterstützend hilfreich sein.

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Flöhe können beim Blutsaugen Viren und Bakterien sowohl auf das Tier als auch auf den Menschen übertragen. Außerdem können Flöhe Bandwurmarten in sich tragen. Zerbeißt und verschluckt der Hund oder die Katze einen solchen Floh, siedeln sich die Bandwürmer im Darm des Tieres an. Da Würmer auch den Menschen befallen können, besteht beim Schmusen mit befallenen Tieren vor allem für Kinder die Gefahr einer Wurminfektion.

Flöhe sind winzig, bräunlich und können enorm gut springen. Entdecken Sie einen Floh, können Sie davon ausgehen, dass er nicht allein ist: Ein einzelnes Flohweibchen kann zirka 30 Eier pro Tag legen. Geschätzte 5 Prozent der Population sind erwachsene Flöhe, der Hauptanteil sind Eier, Larven und Puppen. 3-4 Wochen braucht es bis die Larven sich verpuppen, nach zirka zehn Tagen sind sie startklar als vollwertiger Floh vorzugsweise auf einen Hund zu springen. Also: Wenn Sie nicht von Flöhen übervölkert werden wollen, sollten sie schnell handeln. Auffällig ist es, wenn Doggy sich oft kratzt oder Mieze sich übermäßig leckt. Mit einem „Flohkamm“ gehen Sie durchs Fell. Den Kamm streifen Sie in Krepppapier ab. Durch Verreiben des krümelig-schwarzen Flohkots auf feuchtem, weißem Papier wird er rötlich. Hier kann man den Blutanteil gut erkennen.

Flöhe sind keine Schande oder eine Frage der Sauberkeit. Das passiert schnell. Mittel gegen Flöhe, als Spot-on (Lösung wird auf die Haut geträufelt), als Halsband oder in Tablettenform gibt es in der Praxis/Klinik, auch als Prophylaxe. In der Praxis/Klinik kann man Ihnen genau sagen welches Mittel passt. Hunde, die mit Katzen zusammenleben, sollten bestimmte Mittel nicht bekommen, da sie bei Kontakt für die Mieze giftig sind. Und: Beim Tierarzt gibt es nach der Flohbefreiung eine Wurmkur.

Doch zurück zum Flohbefall: Alle behandelten Tiere bleiben in der häuslichen Umgebung: Springt jetzt ein Floh auf den Hund, wird er durchs Medikament abgetötet. Zusätzlich können Shampoos, Puder oder Spray das Haustier von den erwachsenen Flöhen befreien.

Flohlarven lieben dicke Teppiche, Ritzen in Fußbodenleisten, Sofas, Betten, Hundekörbe u.ä. Auch die Puppen der Flöhe befinden sich meist an sicheren Verstecken. Lassen Sie sich tierärztlich beraten: Möglich ist ein Wirkstoff für Hunde/Katzen, der den Zyklus der Floh-Population unterbricht. In jedem Fall muss die Umgebung gereinigt werden: Mehrmals täglich saugen (Beutel mehrmals entleeren) und putzen. Alle waschbaren Textilien, mit denen das Tier in Berührung kam, kommen bei 60 Grad in die Waschmaschine. Eingepackt im Tiefkühlfach sind Stofftiere o.ä. nach zwei Wochen „flohfrei“. Schneller geht es in der Reinigung. Sofas, Matratzen etc. können mit Ungezieferspray behandelt werden. Bei starkem Befall gibt es auch „Fogger“, starke Raumsprays, bei denen kein Lebewesen für zwei Stunden im Raum sein darf. Aquarien müssen dann luftdicht verschlossen werden.

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Der Haarwechsel bei Hunden und Katzen verläuft in einem jahreszeitlichen Zyklus mit zwei Höhepunkten im Frühjahr und im Herbst. Er ist erblich festgelegt, wird hormonell gesteuert und durch Tageslichtlänge und Temperatur ausgelöst – für Miez und Mops also eine ganz normale Sache, wenn da nicht dieser ewige Kampf gegen die umherfliegenden Fellbüschel wäre, der Tierhalter mitunter verzweifeln lässt. Wer nicht gerade einen Pudel sein Eigen nennt, ist momentan im Dauer-Putzstress…

Viele Hunde und Katzen haaren in geheizten Wohnungen mitunter das ganze Jahr über, doch kann man es sich und dem Tier jetzt in der Hoch-Zeit des Fellwechsels etwas leichter machen: Ein- oder besser sogar zweimal tägliches Bürsten fördert die Durchblutung der Haut, die losen Haare werden entfernt und das neue Fell wächst knoten- und filzfrei nach. Wichtig ist es, die Fellpflege auf das Haarkleid des Tieres abzustimmen: Für langhaarige Hunde und Katzen gehört ein Metallkamm mit abgerundeten Zinken zur Grundausstattung. Für die Pflege langhaariger Hunde sind auch Drahtbürsten geeignet. Kunststoffkämme laden sich durch die Reibung besonders am Katzenfell noch stärker elektrisch auf, das ist für das Tier unangenehm. Bei Hunderassen mit Stockhaar (das ist mittellanges Deckhaar mit Unterhaar) wie dem Deutsche Schäferhund sollte regelmäßig und unabhängig vom saisonalen Fellwechsel die abgestorbene Unterwolle entfernt werden. Bei kurzhaarigen Hunden wird das Fell am besten mit einer Bürste mit Kunststoffborsten oder mit einem Gummistriegel gepflegt. Und auch die Ernährung des Tieres hat Einfluss auf den Fellwechsel: So kann ein Mangel an Stoffen, die für die Versorgung von Haut und Haarkleid notwendig sind, zu vermehrtem Haarverlust führen. Dazu zählen beispielsweise ungesättigte Fettsäuren, die Spurenelemente Zink, Kupfer und Jod, die Vitamine A und E oder Biotin.

Bei plötzlichem übermäßigem Haarausfall, besonders in Form von kreisrunden haarlosen Stellen, oder bei starkem Juckreiz sollte allerdings unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. In diesem Falle könnte eine Pilzinfektion, eine immunologische oder hormonelle Erkrankung der Auslöser sein und muss behandelt werden.

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Für Tierbesitzer gehört dies zu einer der schlimmsten Vorstellungen: Der Hund fällt beim Spaziergang unvermittelt tot um. Tierhalter größerer Rassen, insbesondere Dobermann-Freunde, sollten informiert sein über die „Dilatative Kardiomyopathie“ (DCM) Es handelt sich dabei um eine besondere Form der Herzmuskel-Erkrankung, die zum plötzlichen Herztod führen kann.

Durch Unregelmäßigkeiten im Herzrhythmus kann eine Früherkennung vor dem Auftreten der Muskelschwäche stattfinden. Der Hund kann dann medikamentös eingestellt werden. Heilbar ist DCM nicht. In der Diagnostik kommt dem EKG, im speziellen dem Langzeit-24-Stunden-EKG und dem Herzultraschall, eine besondere Bedeutung zu. Ein jährlicher, besser noch halbjährlicher Check ist ratsam. Liegen Herzrhythmusstörungen vor, können sie medikamentös unter Kontrolle gebracht werden und der Hund hat die Chance, noch jahrelang zu leben.

Je früher die DCM erkannt wird, desto besser kann der Tierarzt handeln, um die Erkrankung hinauszuzögern. Zudem weiß der Tierhalter um die Herzerkrankung seines Tieres und kann sich auch im Alltag besser darauf einstellen: Dazu gehören zum Beispiel die Vermeidung von Stress-Situationen und Überbelastung an heißen Tagen, das Vornehmen von nur kurzen Spaziergängen anstatt einer großen Runde, evtl. Nahrungsergänzung und Herzschonkost verfüttern in Absprache mit dem Tierarzt.

Bei der DCM kommt es durch den schwachen Herzmuskel zu einer verschlechterten Durchblutung. Der Blutdruck sinkt. Der Körper reagiert darauf, um den Blutdruck wieder zu normalisieren. Dies führt dazu, dass übermäßig Flüssigkeit im Körper zurückgehalten wird und sich die Gefäße verengen. Das schwächere Herz muss dann noch gegen einen erhöhten Widerstand ankämpfen, um die erhöhte Flüssigkeitsmenge durch die verengten Gefäße zu befördern. Dies hat zur Folge, dass der Herzmuskel mehr Muskelmasse entwickelt und sich dabei erweitert. Erneute Herzmuskelschäden entstehen. Letztlich kann das Herz den Körper nicht mehr optimal durchbluten, das Blut staut sich vor dem Herzen und führt dadurch zu Ödemen (z.B. Lungenödem mit Flüssigkeitsansammlungen im Lungengewebe). Zusätzlich erweitern sich die Herzkammern und die Herzklappen werden gedehnt und undicht, was die Funktion des Herzens weiter verschlechtert. Die DCM kann in jedem Alter auftreten, betrifft aber häufiger mittelalte Tiere. Einer Studie der LMU München zufolge ist bereits bewiesen worden, dass statistisch gesehen, das DCM-Vorkommen beim Dobermann in Europa bei knapp 60 Prozent liegt.

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Auch Hunde und Katzen leiden unter Blutdruckveränderungen. Wie beim Menschen können zu hoher (Hypertonie) oder zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) auftreten. Beides kann lange unerkannt bleiben und ist gefährlich fürs Tier. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

Sowohl bei Hund und Katze schädigt ein dauerhaft hoher Blutdruck massiv die Organe. Besonders betroffen sind Augen, Herz, Nieren und das Nervensystem. Oftmals ist die Diagnose ein Hinweis auf eine Erkrankung, die den Bluthochdruck auslöst. Beispiele für solche Erkrankungen sind: Niereninsuffizienz, Glaukom (grüner Star), Schilddrüsenüberfunktion, Herzerkrankungen. Möglicher Auslöser kann auch ein Übergewicht sein.

Die Blutdruckmessung, etwa bei der Vorsorge-Untersuchung, kann zusätzlich einen hilfreichen Hinweis liefern. Sie ersetzt aber nicht die Blutuntersuchung zur Früherkennung. Zur Früh-Diagnostik gehören bei Bedarf auch Ultraschall und Röntgen. Für den Tierhalter kommt die Entdeckung einer Erkrankung dann meist überraschend, denn zu Beginn sind kaum Anzeichen zu entdecken. Im weiteren Verlauf der Krankheit sind Symptome sichtbarer, aber unspezifisch, z.B. weit gestellte Augen, rotes Auge (Blut in der vorderen Augenkammer), plötzliches Erblinden (Anstoßen an Gegenstände, unsicherer Gang), anhaltendes Lautgeben (Maunzen), Appetitlosigkeit, Mundgeruch, schnelle Ermüdung, Husten, erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, schreitet die auslösende Krankheit viel schneller voran. Beispielsweise werden schwache Nieren noch zusätzlich belastet.

Ein zu niedriger Blutdruck kann auf einen innerlichen Blutverlust hinweisen, etwa nach einem Unfall. Aber auch während einer Narkose und einem Schockzustand kann der Blutdruck sinken. Er ist auch ein Hinweis auf eine Austrocknung älterer Tiere, die wenig trinken (Dehydratation) oder nach häufigem Erbrechen und/oder Durchfall. Des Weiteren können u.a. Herzerkrankungen und Flüssigkeitsansammlungen im Körper zu einer Senkung des Blutdruckes führen. Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist also ganz entscheiden für die Früherkennung von Erkrankungen, weil sie im Anfangsstadium für den Tierhalter kaum zu erkennen sind.

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