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„Komm Milow, wir gehen Zeitung lesen.“ Die scherzhafte Aufforderung zum Gassigehen hat einen tieferen Sinn. Denn sowohl Hunde als auch Katzen nehmen in ihrer Umgebung Geruchsbotenstoffe auf, so genannte Pheromone.

Wie wirken Pheromone?

Wenn Milow einem Artgenossen auf seinem Spaziergang begegnet, beschnüffelt er ihn und erhält so ganz spezifische Botschaften. Wenn die Samtpfote ganz zärtlich ihr Köpfchen an Frauchens Wangen reibt oder eng an Herrchens Beinen vorbeistreift, markiert sie ihr vertrautes Umfeld, indem sie Pheromone freisetzt. Was sind Pheromone konkret? Pheromone sind keine Gerüche im klassischen Sinn. Es sind Geruchsbotenstoffe, die zur „chemischen Kommunikation“ zwischen Artgenossen dienen. Das Besondere an solchen Botenstoffen ist, dass sie im Gegensatz zu Gerüchen eher unbewusst wahrgenommen werden und die Gefühlswelt des Tieres beeinflussen.

Botenstoffe erkennen

Nicht nur durch die Nase gelangen Pheromone an den Adressaten, sondern es gibt ein ganz spezielles Organ, das für die Erkennung dieser Botenstoffe zuständig ist: das Jacobson-Organ (Vomeronasales Organ). Kommt es zum Einsatz, „flehmt“ das Tier. Katzenhalter kennen den Anblick vom schnüffelnden und leise schmatzenden Kater, der aufblickt, das Mäulchen halb offen, so dass die Zunge zu sehen ist. Das Organ ist ein winziger Kanal zwischen Nase und Mundhöhle, gespickt mit Rezeptoren. Hier besteht ein „direkter Draht“ zum Limbischen System, dem Zentrum für Emotionen.

Hilfe gegen Angst und Panik

In der Kleintiermedizin werden Pheromone synthetisch hergestellt und eingesetzt, um Katzen und Hunden Angst und Stress zu ersparen, z.B. im Transportkorb, bei Umzügen, zum Jahreswechsel oder wenn ein neues Tier ins Haus einzieht. Auch neurotische Störungen wie Leck-Ekzeme oder Unsauberkeit können mit Pheromonen behandelt werden.

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Was ist mit Paul los? Der junge Kater schüttelt auffällig häufig den Kopf und kratzt sich vermehrt an den Ohren. Gut, dass ihn Frauchen so oft beobachtet, so dass sie bereits kleine Auffälligkeiten bemerkt. Früherkennung erspart oft umfangreiche und kostspielige Behandlungen. Deshalb heißt es für Paul: ab zum Tierarzt.

„Otitis externa“ lautet die Diagnose in der Praxis: eine Entzündung des äußeren Gehörgangs. Und hier ist Paul bei weitem kein Einzelfall. Bei Jungtieren sind es meist Milben, die zu einer Entzündung führen. Juckreiz kann aber zahlreiche Ursachen haben: Flöhe, Hautpilze oder Hormonstörungen, um nur einige zu nennen.

Was aber viele Tierhalter nicht wissen: Bei erwachsenen Tieren kann die Entzündung auch ein Anzeichen für eine Allergie sein, z.B. gegen bestimmte Futtermittel oder sogar Pollen. Bei Paul war die Ursache schnell gefunden: Milben. Die natürliche Immunabwehr der Ohren ist gestört. Deshalb können sich Bakterien und Pilze ungehemmt vermehren. Das Ohr reagiert mit der übermäßigen Produktion von Ohrenschmalz, der durch bakterielle Zersetzung äußerst streng riecht. Wird hier nicht behandelt, spitzt sich die Situation dramatisch zu: Ohrenschmalz und Eiter stauen sich vor dem Trommelfell und verursachen Schmerzen.

Das Trommelfell kann einreißen und die Entzündung auf Mittel- und Innenohr übergreifen. Fieber und Gleichgewichtsstörungen sind die Folge. Lassen Sie es nicht zu einer chronischen Entzündung kommen, die eine langwierige Behandlung nach sich zieht. Pauls Ohren befreit der Mediziner zunächst von Schmalz und Entzündungssekreten, da sie die optimale Grundlage für Krankheitserreger bilden. Das Ohr wird mit einem Ohrreiniger gespült und die gelösten Beläge entfernt. Anschließend hilft ein Präparat gegen Milben.

Konsequente Reinigung bekämpft die schmerzhafte Entzündung. Die Reinigung muss Frauchen konsequent durchführen für einen Zeitraum, den der Arzt bestimmt. Sonst überleben Bakterien und Milben, die besonders resistent sein können.

Übrigens: Verwenden Sie keine Wattestäbchen, um den Gehörgang zu reinigen. Hier besteht Verletzungsgefahr für Ihr Tier.

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Katze Nala wirkt seit Tagen desinteressiert und schlapp. Als sie mit Frauchen schmust und gähnt, dringt ein süßlicher Geruch aus ihrem Maul. Doch Nalas zunehmender Durst, ihr trockenes Fell und vor allem ihr häufiges Urinieren bringt Frauchen zu dem Schluss, dass eine Untersuchung fällig sei.

Der Tierarzt stellt fest, dass die Anzeichen auf Diabetes mellitus hindeuten. Ob die schlanke Nala tatsächlich zuckerkrank ist, kann er nur nach einer Urin- und Blutuntersuchung beurteilen. Für die Diagnose ist in der Regel der hohe Fructosamin-Spiegel entscheidend. Der Blutzuckerwert ist kein sicherer Hinweis, da er bei Katzen auch stressbedingt ansteigt. Bei Nala findet der Tierarzt Ketonkörper. Sie entstehen, wenn es zu viele Fettsäuren im Blut gibt und diese chemisch verändert sind. Sie führen in ihrer Masse bei dem Tier zu Erbrechen und Schlappheit.

Nala hat Mangel an Insulin, das Hormon der Bauchspeicheldrüse. Ihr Körper kann Fette, Kohlenhydrate und Aminosäuren nicht optimal für ihren Stoffwechsel nutzen. Deshalb ist bei Diabetes oft ein enormer Appetit (Polyphagie) festzustellen. Durst rührt daher, dass die vermehrten Zuckermoleküle im Blut in den Harn treten, es zum häufigen Urinieren kommt; der Körper trocknet aus.
Die Früherkennung ist deshalb so wichtig, da Diabetes schwere Folgeerkrankungen verursacht, zum Beispiel Leberschäden, Nervenschädigungen und Bauchspeichelentzündungen oder Geschwüre der Augen.

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Hat Ihr Stubentiger sein Verhalten geändert? Gelenkerkrankungen sind bei Katzen weit häufiger, als man bisher dachte: So ergeben durchgeführte Studien unabhängig voneinander, dass bei 90 Prozent der Katzen, die über zwölf Jahre alt sind, Veränderungen in den Gelenken vorliegen. Diese Gelenkerkrankungen können erhebliche Schmerzen verursachen, die Beweglichkeit deutlich einschränken und damit die Lebensfreude der Tiere maßgeblich verringern. 

Zur häufigsten Gelenkerkrankung der Katze gehört die Arthrose. Sie ist oftmals eine Verschleißerkrankung, die vorwiegend im Alter auftritt. Die Knorpelschicht zwischen den Knochenenden baut ab, verliert an Elastizität, ist geschädigt, so dass die Knochen mehr und mehr aufeinander reiben. Weniger häufig, aber möglich, ist Arthrose bei jüngeren Katzen nach einem Sturz, durch Zerrungen oder Prellungen. Generell gilt, dass Übergewicht, also eine höhere Last auf den Gelenken, Arthrose begünstigt. Je früher der Tierarzt gegen das Fortschreiten einer Arthrose vorgeht, desto besser. Denn: Die Veränderungen im Gelenk sind nicht mehr rückgängig zu machen.

Übrigens unterscheidet sich die Arthrose von der Arthritis: Arthritis ist die Folge von Entzündungsprozessen im Körper, z.B. aufgrund von Rheuma oder einer bakteriellen Infektion. Die betroffenen Stellen können anschwellen und sich erwärmen.

Zurück zur Arthrose: Da sie ein schleichender Prozess ist und Katzen gerne Unzulänglichkeiten kaschieren, sollten Sie als Tierhalter immer ein kritisches Auge auf die Bewegungen Ihrer Katze haben. Zuweilen läuft die Katze nicht mehr so geschmeidig, vermeidet größere Sprünge, spielt nicht mehr so ausgelassen, wirkt in den Bewegungen mitunter etwas tollpatschig oder putzt sich weniger und nicht mehr so „akrobatisch“. Es sind kleine Anzeichen, doch früh erkannt, kann der Tierarzt/die Tierärztin die Arthrose mildern, herauszögern und für eine möglichst lange Lebensqualität sorgen.

Arthrosen sind zwar nicht heilbar, aber mit speziellen, entzündungshemmenden und schmerzlindernden Medikamenten kann den Tieren geholfen werden. Zur Schmerztherapie können auch Akupunktur, Chiropraktik und Physiotherapie beitragen. Übrigens: Bei übergewichtigen Samtpfoten müssen dann auf jeden Fall ein paar Pfunde purzeln. Hier hilft ein Diätfutter aus der Praxis. Das Abnehmen bei einem Tier sollte immer tierärztlich begleitet werden.

Katzen mit Gelenkproblemen, die konsequent behandelt werden, haben deutlich weniger Schmerzen und wieder mehr Freude an der Bewegung! Wenn Sie also vermuten, dass sich das Verhalten Ihres Stubentigers verändert hat, zögern Sie nicht, sich an Ihren Tierarzt/Ihre Tierärztin zu wenden.

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Flöhe können beim Blutsaugen Viren und Bakterien sowohl auf das Tier als auch auf den Menschen übertragen. Außerdem können Flöhe Bandwurmarten in sich tragen. Zerbeißt und verschluckt der Hund oder die Katze einen solchen Floh, siedeln sich die Bandwürmer im Darm des Tieres an. Da Würmer auch den Menschen befallen können, besteht beim Schmusen mit befallenen Tieren vor allem für Kinder die Gefahr einer Wurminfektion.

Flöhe sind winzig, bräunlich und können enorm gut springen. Entdecken Sie einen Floh, können Sie davon ausgehen, dass er nicht allein ist: Ein einzelnes Flohweibchen kann zirka 30 Eier pro Tag legen. Geschätzte 5 Prozent der Population sind erwachsene Flöhe, der Hauptanteil sind Eier, Larven und Puppen. 3-4 Wochen braucht es bis die Larven sich verpuppen, nach zirka zehn Tagen sind sie startklar als vollwertiger Floh vorzugsweise auf einen Hund zu springen. Also: Wenn Sie nicht von Flöhen übervölkert werden wollen, sollten sie schnell handeln. Auffällig ist es, wenn Doggy sich oft kratzt oder Mieze sich übermäßig leckt. Mit einem „Flohkamm“ gehen Sie durchs Fell. Den Kamm streifen Sie in Krepppapier ab. Durch Verreiben des krümelig-schwarzen Flohkots auf feuchtem, weißem Papier wird er rötlich. Hier kann man den Blutanteil gut erkennen.

Flöhe sind keine Schande oder eine Frage der Sauberkeit. Das passiert schnell. Mittel gegen Flöhe, als Spot-on (Lösung wird auf die Haut geträufelt), als Halsband oder in Tablettenform gibt es in der Praxis/Klinik, auch als Prophylaxe. In der Praxis/Klinik kann man Ihnen genau sagen welches Mittel passt. Hunde, die mit Katzen zusammenleben, sollten bestimmte Mittel nicht bekommen, da sie bei Kontakt für die Mieze giftig sind. Und: Beim Tierarzt gibt es nach der Flohbefreiung eine Wurmkur.

Doch zurück zum Flohbefall: Alle behandelten Tiere bleiben in der häuslichen Umgebung: Springt jetzt ein Floh auf den Hund, wird er durchs Medikament abgetötet. Zusätzlich können Shampoos, Puder oder Spray das Haustier von den erwachsenen Flöhen befreien.

Flohlarven lieben dicke Teppiche, Ritzen in Fußbodenleisten, Sofas, Betten, Hundekörbe u.ä. Auch die Puppen der Flöhe befinden sich meist an sicheren Verstecken. Lassen Sie sich tierärztlich beraten: Möglich ist ein Wirkstoff für Hunde/Katzen, der den Zyklus der Floh-Population unterbricht. In jedem Fall muss die Umgebung gereinigt werden: Mehrmals täglich saugen (Beutel mehrmals entleeren) und putzen. Alle waschbaren Textilien, mit denen das Tier in Berührung kam, kommen bei 60 Grad in die Waschmaschine. Eingepackt im Tiefkühlfach sind Stofftiere o.ä. nach zwei Wochen „flohfrei“. Schneller geht es in der Reinigung. Sofas, Matratzen etc. können mit Ungezieferspray behandelt werden. Bei starkem Befall gibt es auch „Fogger“, starke Raumsprays, bei denen kein Lebewesen für zwei Stunden im Raum sein darf. Aquarien müssen dann luftdicht verschlossen werden.

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Der Haarwechsel bei Hunden und Katzen verläuft in einem jahreszeitlichen Zyklus mit zwei Höhepunkten im Frühjahr und im Herbst. Er ist erblich festgelegt, wird hormonell gesteuert und durch Tageslichtlänge und Temperatur ausgelöst – für Miez und Mops also eine ganz normale Sache, wenn da nicht dieser ewige Kampf gegen die umherfliegenden Fellbüschel wäre, der Tierhalter mitunter verzweifeln lässt. Wer nicht gerade einen Pudel sein Eigen nennt, ist momentan im Dauer-Putzstress…

Viele Hunde und Katzen haaren in geheizten Wohnungen mitunter das ganze Jahr über, doch kann man es sich und dem Tier jetzt in der Hoch-Zeit des Fellwechsels etwas leichter machen: Ein- oder besser sogar zweimal tägliches Bürsten fördert die Durchblutung der Haut, die losen Haare werden entfernt und das neue Fell wächst knoten- und filzfrei nach. Wichtig ist es, die Fellpflege auf das Haarkleid des Tieres abzustimmen: Für langhaarige Hunde und Katzen gehört ein Metallkamm mit abgerundeten Zinken zur Grundausstattung. Für die Pflege langhaariger Hunde sind auch Drahtbürsten geeignet. Kunststoffkämme laden sich durch die Reibung besonders am Katzenfell noch stärker elektrisch auf, das ist für das Tier unangenehm. Bei Hunderassen mit Stockhaar (das ist mittellanges Deckhaar mit Unterhaar) wie dem Deutsche Schäferhund sollte regelmäßig und unabhängig vom saisonalen Fellwechsel die abgestorbene Unterwolle entfernt werden. Bei kurzhaarigen Hunden wird das Fell am besten mit einer Bürste mit Kunststoffborsten oder mit einem Gummistriegel gepflegt. Und auch die Ernährung des Tieres hat Einfluss auf den Fellwechsel: So kann ein Mangel an Stoffen, die für die Versorgung von Haut und Haarkleid notwendig sind, zu vermehrtem Haarverlust führen. Dazu zählen beispielsweise ungesättigte Fettsäuren, die Spurenelemente Zink, Kupfer und Jod, die Vitamine A und E oder Biotin.

Bei plötzlichem übermäßigem Haarausfall, besonders in Form von kreisrunden haarlosen Stellen, oder bei starkem Juckreiz sollte allerdings unbedingt ein Tierarzt konsultiert werden. In diesem Falle könnte eine Pilzinfektion, eine immunologische oder hormonelle Erkrankung der Auslöser sein und muss behandelt werden.

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Auch Hunde und Katzen leiden unter Blutdruckveränderungen. Wie beim Menschen können zu hoher (Hypertonie) oder zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) auftreten. Beides kann lange unerkannt bleiben und ist gefährlich fürs Tier. Deshalb ist eine frühzeitige Diagnose wichtig.

Sowohl bei Hund und Katze schädigt ein dauerhaft hoher Blutdruck massiv die Organe. Besonders betroffen sind Augen, Herz, Nieren und das Nervensystem. Oftmals ist die Diagnose ein Hinweis auf eine Erkrankung, die den Bluthochdruck auslöst. Beispiele für solche Erkrankungen sind: Niereninsuffizienz, Glaukom (grüner Star), Schilddrüsenüberfunktion, Herzerkrankungen. Möglicher Auslöser kann auch ein Übergewicht sein.

Die Blutdruckmessung, etwa bei der Vorsorge-Untersuchung, kann zusätzlich einen hilfreichen Hinweis liefern. Sie ersetzt aber nicht die Blutuntersuchung zur Früherkennung. Zur Früh-Diagnostik gehören bei Bedarf auch Ultraschall und Röntgen. Für den Tierhalter kommt die Entdeckung einer Erkrankung dann meist überraschend, denn zu Beginn sind kaum Anzeichen zu entdecken. Im weiteren Verlauf der Krankheit sind Symptome sichtbarer, aber unspezifisch, z.B. weit gestellte Augen, rotes Auge (Blut in der vorderen Augenkammer), plötzliches Erblinden (Anstoßen an Gegenstände, unsicherer Gang), anhaltendes Lautgeben (Maunzen), Appetitlosigkeit, Mundgeruch, schnelle Ermüdung, Husten, erhöhtes Schlafbedürfnis. Wenn der Blutdruck dauerhaft zu hoch ist, schreitet die auslösende Krankheit viel schneller voran. Beispielsweise werden schwache Nieren noch zusätzlich belastet.

Ein zu niedriger Blutdruck kann auf einen innerlichen Blutverlust hinweisen, etwa nach einem Unfall. Aber auch während einer Narkose und einem Schockzustand kann der Blutdruck sinken. Er ist auch ein Hinweis auf eine Austrocknung älterer Tiere, die wenig trinken (Dehydratation) oder nach häufigem Erbrechen und/oder Durchfall. Des Weiteren können u.a. Herzerkrankungen und Flüssigkeitsansammlungen im Körper zu einer Senkung des Blutdruckes führen. Eine regelmäßige tierärztliche Kontrolle ist also ganz entscheiden für die Früherkennung von Erkrankungen, weil sie im Anfangsstadium für den Tierhalter kaum zu erkennen sind.

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Ein Beitrag zur guten Gesundheitsprophylaxe: Animieren Sie Ihre Katze zum Trinken! „Wie soll das gehen?“ fragen sich manche Katzenfreunde. Wenn Sie Ihr Tier beobachten und mehrere Möglichkeiten ausprobieren, werden Sie herausfinden, wie es zum Trinken zu bewegen ist. Wir haben Ihnen einige wertvolle Tipps zusammengestellt, die Ihre Katze zum Trinken bewegen könnten.

Denn wenn Katzen zu wenig trinken und dann auch noch überwiegend Trockenfutter fressen, drohen Nierenprobleme oder Blasensteine.

  1. Manchem Stubentiger schmeckt frisches Leitungswasser schlichtweg nicht, denn oft ist noch ein Hauch von Chlorgeschmack darin. Vielleicht bevorzugt Ihre Katze eher abgestandenes Wasser. Nicht umsonst bedienen sich die Samtpfoten am Aquarium. Deshalb: Stellen Sie doch einmal Ihrem Stubentiger eine große, standfeste Glasvase zur Verfügung. Aus der Zuchtfischabteilung besorgen Sie sich Kiesel und eine Wasserpflanze: eine geschmackvolle Trinkquelle für den Tiger, eine schöne Zimmerdekoration für Sie!
  2. Katzen sind so genannte „Reviertrinker“:  Nutzen Sie die täglichen Rundgänge der Katze und verteilen verschiedene Wasserquellen in der Wohnung. Im Vorbeigehen kann die Katze auf diese Weise hier und da etwas Wasser schlabbern – und kommt so auf die benötigte Flüssigkeitsmenge.
  3. Manche Katzen lieben fließendes Wasser. Ob Trinkbrunnen oder Dusche – finden Sie es heraus!
  4. Schummeln erlaubt: Zuweilen lässt sich die Katze auch durch einen Schuss laktosefreie Katzenmilch oder Brühe (extra für Katzen) im Trinkwasser überreden. Wenn die Samtpfote es duldet, können Sie auch regelmäßig einen Schuss Wasser ins Dosenfutter mischen.

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„Eine Altersvorsorge bei Tieren beginnt nicht im Alter!“

Das bedeutet, dass zwei bis drei Jahre, bevor ein Tier zu den Senioren gehört, mit der jährlichen geriatrischen Vorsorge begonnen werden sollte. Der Grund: Normalwerte der Untersuchungen sind als Vergleichswerte bedeutsam, so dass der Tierarzt individuelle Abweichungen vom Gesundheitszustand sofort erkennen kann. Denn eine Vielzahl von Erkrankungen sind bei einer Früherkennung viel einfacher und ohne großen finanziellen Aufwand in den Griff zu bekommen. Klassisches Beispiel: Zahnerkrankungen. Aufwendige Zahnsanierungen wären nicht nötig, wenn eine regelmäßige Kontrolle stattfinden würde. Ein heftigeres Beispiel: Niereninsuffizienz ist behandelbar, unerkannt aber tödlich.

Mit Erreichen des „Seniorenalters“ (bei den meisten Hunden mit 7 Jahren und den meisten Katzen ab 9 Jahren) ist Ihr Tier bei weitem nicht mehr so aktiv und neigt daher schnell zu Übergewicht. Dies ist nicht zu unterschätzen, da Übergewicht schnell zu Trägheit, höherer Belastung des Herzens und der Gelenke, Kurzatmigkeit und zu erhöhtem Risiko einer Zuckerkrankheit führt. Die Stoffwechselprozesse im Körper verlangsamen sich im Alter. Dies wirkt sich auf das Immunsystem aus, aber auch auf den Zustand der Haut und des Fells sowie auf den Verdauungsapparat. Zu den häufigen Erkrankungen im Alter gehören unter anderem:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Niereninsuffizienz
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • Zahnerkrankungen
  • Tumorerkrankungen
  • Erkrankungen der Prostata
  • Gelenkverschleiß
  • Diabetes mellitus (Zucker)
  • Bluthochdruck
  • Hauterkrankungen
  • Übergewicht
  • Störungen im Verdauungsapparat

Und: Sowohl Katzen als auch Hunde können an Harngries leiden. Ziel der Vorsorge ist es, Krankheiten vorzubeugen, Lebensqualität zu erhalten und Schmerzen zu vermeiden.

Zur geriatrischen Untersuchung gehört nicht nur ein äußerlicher Check des Tieres, sondern auch folgende Untersuchungen, z.B.:  Blutuntersuchung mit Organprofilen von Leber, Niere und Stoffwechsel sowie Überprüfung des roten und weißen Blutbildes, Harnanalyse. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er erstellt gerne einen individuellen Vorsorgeplan.

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In der Maulhöhle gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge (Plaques).

Wenn sich nun Mineralsalze aus dem Speichel in der Plaque ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch entzündet.

Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Vor allem sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte gefährlich, weil sie z.B. Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können.

Empfehlenswert ist es, im Rahmen der jährlichen Impfung eine Zahnkontrolle durchzuführen. Je früher die Behandlung eines Zahnes einsetzt, desto besser. Wie beim Menschen sind auch für Tiere das Entfernen von Zahnstein und die Politur der Zähne sinnvolle Maßnahmen.

Sie können als Tierhalter aktiv vorbeugen

Nicht nur spezielle Kaustangen können Belägen vorbeugen. Gewöhnen Sie Ihr Tier so früh wie möglich an das Zähneputzen. Das kann auch bei Katzen funktionieren. Üben Sie in entspannter Atmosphäre. Beginnen Sie mit den Fingern an Zahnfleischrand und Außenseiten der Backenzähne zu reiben. Erst später machen Sie Ihr Tier mit Tierzahnbürste und Creme vertraut.

Kurze Übungseinheiten sowie Lob und Belohnung sind sehr wichtig für den Erfolg. Wenn Sie später mit Zahncreme putzen, benutzen Sie ausschließlich spezielle Cremes für Tiere. Funktioniert das Putzen der Außenfläche nach einiger Zeit prima, können Sie die Maulhöhle vorsichtig öffnen, um die Kau- bzw. Innenfläche der Zähne zu putzen. Als Putztechnik empfiehlt sich ein Streichen im 45°-Winkel vom Zahnfleischrand in Richtung Zahnkrone. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis | Tierklinik beraten.

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