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In der Maulhöhle gibt es eine Vielzahl von Bakterien, die sich an der Zahnoberfläche festsetzen und vermehren. Zusammen mit Nahrungsresten entstehen klebrige Beläge (Plaques).

Wenn sich nun Mineralsalze aus dem Speichel in der Plaque ablagern, wird aus dem Belag Zahnstein. Die Reibung des Zahnsteins sowie die in den Plaque-Bakterien enthaltenen Giftstoffe können dazu führen, dass sich das Zahnfleisch entzündet.

Am Zahnfleisch ist dann eine schmale Rötung zu sehen. Ohne Behandlung geht das Zahnfleisch zurück (Parodontose), die Zähne fallen aus oder müssen gezogen werden. Vor allem sind Plaque-Bakterien und ihre Gifte gefährlich, weil sie z.B. Magen-Darm-Erkrankungen oder Herzprobleme verursachen können.

Empfehlenswert ist es, im Rahmen der jährlichen Impfung eine Zahnkontrolle durchzuführen. Je früher die Behandlung eines Zahnes einsetzt, desto besser. Wie beim Menschen sind auch für Tiere das Entfernen von Zahnstein und die Politur der Zähne sinnvolle Maßnahmen.

Sie können als Tierhalter aktiv vorbeugen

Nicht nur spezielle Kaustangen können Belägen vorbeugen. Gewöhnen Sie Ihr Tier so früh wie möglich an das Zähneputzen. Das kann auch bei Katzen funktionieren. Üben Sie in entspannter Atmosphäre. Beginnen Sie mit den Fingern an Zahnfleischrand und Außenseiten der Backenzähne zu reiben. Erst später machen Sie Ihr Tier mit Tierzahnbürste und Creme vertraut.

Kurze Übungseinheiten sowie Lob und Belohnung sind sehr wichtig für den Erfolg. Wenn Sie später mit Zahncreme putzen, benutzen Sie ausschließlich spezielle Cremes für Tiere. Funktioniert das Putzen der Außenfläche nach einiger Zeit prima, können Sie die Maulhöhle vorsichtig öffnen, um die Kau- bzw. Innenfläche der Zähne zu putzen. Als Putztechnik empfiehlt sich ein Streichen im 45°-Winkel vom Zahnfleischrand in Richtung Zahnkrone. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis | Tierklinik beraten.

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Ihr Hund oder Ihre Katze trinkt mehr als sonst und muss auch häufiger Wasser lassen? Bei Ihrer Katze werden die Urinklumpen im Streu größer aufgrund eines erhöhten Harn-Absatzes? Das sollte Sie aufmerksam machen. Müdigkeit, wenig Appetit, Gewichtsverlust, Durchfall, Erbrechen und glanzloses Fell. Das könnten Anzeichen für eine chronische Nierenerkrankung (CNE) bzw. chronische Niereninsuffizienz (CNI) sein. Da es überwiegend ältere Tiere trifft, schiebt der Tierhalter die Veränderungen auf den Altersprozess. Aber Vorsicht! Ein Irrtum ist lebensgefährlich, weil fortgeschrittene Schäden an der Niere nicht zu beheben sind.

Deshalb ist es wichtig, früh zu handeln – das kann dem Tier noch viele gute Jahre bescheren. Wird eine Nierenschwäche früh erkannt, kann sie gut behandelt werden. Oftmals ist es sogar so, dass die geringen Anzeichen vom Tierhalter gar nicht erkannt werden können. Wird die Beeinträchtigung des Tieres sichtbar, können schon 70 Prozent der Nephronen unwiederbringlich zerstört sein. Nephrone sind kleine „Bausteine“ der Niere, deren Aufgabe es ist, das Blut zu filtern und giftige Stoffe über den Urin auszuscheiden. Außerdem halten sie den Flüssigkeits- und Mineralstoff-Haushalt aufrecht.

Ein Leistungsabfall der Niere kann mit einem regelmäßigen Bluttest, beispielsweise zwei Mal pro Jahr, beim älteren Tier (zirka ab dem sechsten Lebensjahr) zeitig erkannt werden.

Eine genaue Ursache einer Nierenschädigung – vor allem einer chronischen – kann in vielen Fällen nicht festgestellt werden. Die Auslöser sind vielfältig. Mit zunehmendem Alter des Tieres lässt die Fähigkeit der Nephrone nach, sich selbst zu erneuern. Aufgrund des Alters, aber auch aufgrund von Infektionserregern kann es zum Nierenleiden kommen. Generell sind Katzen für Nierenversagen anfälliger als Hunde. Es gehört für Samtpfoten zu den häufigsten Todesursachen. Nicht zuletzt weil die Symptome meist viel zu spät erkannt werden.

Oftmals hilft eine andere Ernährung

Nur der Tierarzt kann eine eindeutige Diagnose stellen. Dazu gehören die Allgemein-Untersuchung sowie der Check von Blut und Urin. Manchmal sind Röntgen- oder Ultraschall-Untersuchungen oder Biopsien nötig. Wird frühzeitig eine Niereninsuffizienz diagnostiziert, kann oft mit einer Diät sowie mit phosphatbindenden Ergänzungsfuttermitteln und auch unterstützenden homöopathischen Präparaten dem Tier gut geholfen werden. Heilbar ist die Niereninsuffizienz aber nicht. Deshalb: Denken Sie an einen regelmäßigen Check beim Tierarzt, in der Regel ab dem 6.- 8. Lebensjahr Ihres Tieres.

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Die meisten Tierbesitzer haben es bereits erlebt, dass ihr Tier kurzzeitig Kortison bekommen hat. Künstliche Kortisone helfen dem Körper, mit verschiedenen Arten von Entzündungen fertig zu werden, zum Beispiel  bei ganz bestimmten Hautekzemen oder einigen Formen der Gelenkentzündungen.

Kortisone wirken entzündungshemmend, juckreizstillend und sie mindern bestimmte Symptome einer Allergie. Oftmals werden so genannte Kurzzeit-Kortisone verwendet. Sie werden in der Regel injiziert oder in Tablettenform verabreicht. Kortisone sorgen dafür, dass die Symptome kurzzeitig abklingen. Bei einer Allergie ist es auf Dauer wichtig, dem Problem auf den Grund zu gehen und die Ursache der Allergie zu finden.  

Was ist eigentlich Kortison?

Der Körper stellt in der Nebennierenrinde eigenes Kortison her. Es ist ein Sammelbegriff für verschiedene Hormone, die für bestimmte Körperfunktionen verantwortlich sind. Kortisone beeinflussen u.a. die Leber, die Konzentration bestimmter Bluteiweiße und den Blutzuckerspiegel. Auch die Magensaftproduktion und die Wasserausscheidung in der Niere werden mitgesteuert.

Bei Kortison-Langzeitbehandlungen muss der Tierhalter sich ausführlich in der Tierarztpraxis beraten lassen, um Organschäden abzuwenden. Außerdem sind hier Blutuntersuchungen und Kontrolle von Leber- und Nierenwerten nötig. Bei einer Kortisonbehandlung kommt es beim Tier zu einem erhöhten Urinaufkommen und somit zu einem erhöhten Trinkbedürfnis.

Da der Stoffwechsel angeregt wird, verspürt es ein größeres Hungergefühl. Hier sollte der Tierhalter aufpassen, dass Futterrationen beibehalten und Leckereien (z.B. „Leberwurstkugeln“ für den Medikamententransport) angerechnet werden – es sei denn, Ihr Tierarzt hat ausdrücklich eine Gewichtszunahme verordnet.

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Die Schilddrüsenüberfunktion (feline Hyperthyreose) gilt als häufigste hormonelle Störung bei der älteren Katze. Ursächlich sind in den meisten Fällen gutartige Knoten bzw. tumoröse Veränderungen, die in den Schilddrüsenlappen zu finden sind. Es kommt zu einer vermehrten Ausschüttung der Hormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3), die den Organismus stark belasten.

Meist wertet der Tierhalter die langsame Veränderung am Tier eher als harmlose Alterserscheinung, weshalb die Erkrankung gefährlich lange unentdeckt bleibt.

Beispielsweise kann es zu struppigem, glanzlosem Fell kommen. Auffällig ist für Tierhalter meist eine erhöhte Nahrungsaufnahme des Tieres (Polyphagie) bei gleichzeitigem Gewichtsverlust. Die Katze zeigt sich aktiv, eher ruhelos und es kann zu einem auffälligem Trinkbedarf und gesteigertem Urinieren kommen. Wird die feline Hyperthyreose nicht behandelt, schadet sie dauerhaft dem Tier und endet aufgrund der Folgeerkrankungen tödlich. Da das klinische Bild der felinen Hyperthyreose vielseitig sein kann, ist eine gründliche Diagnostik vonnöten.  Andere Erkrankungen müssen ausgeschlossen oder Folgeerkrankungen als solche identifiziert werden.

Da die Schilddrüsenüberfunktion bei der Katze ursächlich ist für eine Reihe von Folgeerkrankungen, wird (z.B. mittels Ultraschall) die Herzfunktion und anhand des großen Blutprofils u.a. auch die Leber- und Nierenfunktion überprüft.

Vorzugsweise werden Thyreostatika in Tablettenform verwendet, die sich in der Dauertherapie bewährt haben. Das Medikament stört die Hormonproduktion in den Schilddrüsenzellen. Zur genauen Einstellung der Medikation sind weitere Blut-Überprüfungen in regelmäßigen Abständen nötig. Alternativen zur Tabletten-Einnahme kann eine Suspension (Saft) sein sowie ein medizinisches Katzenfutter, das die Katze allerdings mögen und ausschließlich fressen muss. Möglich, aber selten ist eine Radiojodtherapie, die aufgrund der in Deutschland strengen Strahlenschutzverordnungen nur wenig durchgeführt wird. Die Katze müsste zwei bis drei Wochen in Isolation verbringen.

Ein chirurgischer Eingriff (Thyreoidektomie) muss tierärztlich genau abgewogen werden. Er kann zu einem effektiven Ergebnis führen, dennoch birgt er Risiken. Ob eine Operation sinnvoll ist, entscheidet der Tierarzt. Übrigens: Katzen, die an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, könnten eine bisher nicht entdeckte Nierenschwäche aufweisen. Deshalb sind nachfolgende Kontrolluntersuchungen seitens der Tierarztpraxis nötig.

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Freigängerin Charlotte hat rötliche Veränderungen und kleine Schuppen an ihren Ohrenspitzen. Kein Grund zur Sorge? Frauchen entscheidet sich für einen Check beim Tierarzt. Eine gute Entscheidung, denn bei Charlotte diagnostiziert der Tierarzt „Aktinische Keratose“, die in eine Hautkrebserkrankung münden kann.

Eine zentrale Rolle spielt UV-Licht, das an wenig behaarten, unpigmentierten Stellen zu Zellschäden führen kann, wie z.B. Nase, Augenlider oder an Ohrspitzen. Leicht wird diese Hautveränderung vom Tierbesitzer übersehen oder als harmlos eingeschätzt. Eine aktinische Keratose sollte unbedingt behandelt werden, kann sie sich doch in ein so genanntes Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln. Es ist der am häufigsten vorkommende bösartige Tumor der Haut bei der Katze. Vorwiegend sind ältere Tiere, über acht Jahre, betroffen. Das Karzinom ist meist gerötet, krustig und schmerzhaft. Oftmals sind verschiedene Therapien möglich, die individuell angepasst werden müssen. Meist kann das Karzinom am Ohr chirurgisch entfernt werden und es ist möglich, eine Heilung zu erzielen. Dennoch: Bis zu einem Plattenepithelkarzinom muss man es nicht kommen lassen und die Hautpartien seines Freigängers hin und wieder näher betrachten, um Schlimmeres zu vermeiden.

Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt, sollten Sie das Gefühl haben, ihre Katze hat empfindliche Hautpartien. Die wirksamste Prophylaxe ist eine spezielle Sonnenschutzcreme, die Sie bei Ihrem Tierarzt bekommen. Katze  Charlotte bekommt seit ihrer Diagnose im Freien ihre Sonnencreme, um einer Tumorbildung vorzubeugen. Übrigens: Liegen Wohnungskatzen gerne auf der Fensterbank in der Sonne: Fensterglas blockt UV-Licht nicht komplett ab. Ein Tipp: Es gibt im Handel UV-blockende Klebefolien für Fenster.

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Wussten Sie, dass Zeckenmittel, die für den Hund bestimmt sind, für Katzen tödlich sein können? Viele Tierfreunde halten sowohl Hunde als auch Katzen. Gerade im Frühjahr, wenn der Tierbesitzer wieder zum Parasitenschutz greift, muss höchste Vorsicht gelten. Der Wirkstoff Permethrin wird nämlich in vielen Präparaten zur Floh- und Zeckenbekämpfung verwendet.

Für Katzen ist er lebensbedrohlich, weil Samtpfoten nicht das Enzym besitzen, das hilft, den Wirkstoff abzubauen. Typische Vergiftungssymptome durch Permethrin bei Katzen sind Zittern, starker Speichelfluss, Krämpfe, Atemnot, Erbrechen, Durchfall sowie Fieber oder Untertemperatur. Die aufgetragene Lösung sollte sofort ausgewaschen und umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Frei nach der Devise „was dem Hund gut tut, kann der Katze nicht schaden“ kann also nicht verfahren werden. Gefährlich ist auch das „Ausprobieren“ mit natürlichen Mitteln. Vor allem sollten Sie nicht auf eigene Faust ätherische Öle verwenden. Zum Beispiel ist Teebaumöl extrem giftig für Katzen. Bevor kostenintensive Behandlungen nötig werden, lassen Sie sich lieber vorher in Ihrer Tierarztpraxis hinsichtlich eines richtigen Parasitenschutzes beraten. Beachten Sie stets, für welches Tier das jeweilige Mittel bestimmt ist.

Sollte bereits ein starker Floh- oder Zeckenbefall vorliegen, können Sie die Situation mit tierärztlicher Unterstützung schnell wieder in den Griff bekommen. Übrigens, ein Parasitenbefall steht oft nicht mit der Haushygiene in Zusammenhang und kann jedes Tier und jeden Haushalt treffen. Welche entsprechende Maßnahmen zu ergreifen sind, damit die Parasiten verschwinden und das Tier trotzdem gesund bleibt, kann am besten ein Tierarzt entscheiden.

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Benny zögert beim Sprung ins Auto. Zuweilen steht er auch gemächlicher auf oder humpelt leicht nach dem Ruhen. Nur ganz kleine Anzeichen sind es, die auf eine Arthrose hindeuten können. Denn meist ertragen Hunde und Katzen einen ansteigenden Schmerz ohne Murren, Lahmen oder andere Auffälligkeiten. Dennoch ist es so wichtig, die Hinweise zu erkennen. Je früher die Entstehung einer Arthrose behandelt wird, desto besser.

Arthrose entsteht bei unseren Haustieren u.a. durch Übergewicht und schlechtere Versorgung des Knorpelgewebes im Alter. Aber auch ausgelöst durch ein Umknicken oder einen Stoß oder sogar durch ungleich wachsende Knochen entsteht eine Arthrose. Der Körper bildet zusätzlichen Knorpel und Knochensubstanz, um die Belastung abzuschwächen. Aber auf Dauer leidet das Gelenk, denn die gebildeten Wucherungen schränken die Bewegungen ein. Bindegewebsfasern verlieren zusätzlich ihre Elastizität. Z.B. ist es möglich, im Kniegelenk Knorpelwucherungen nach einem Sturz in einem Eingriff zu entfernen. Sollte eine OP nicht möglich sein, z.B. an Wirbelgelenken oder aufgrund des Alters, sollte das Tier eine Schmerztherapie bekommen. Vorwiegend werden Medikamente eingesetzt, die „Schmerzhormone“ (Prostaglandine) abblocken, so genannte „Prostaglandin-Hemmer“ mit dem Vorteil schwacher Nebenwirkungen. Für Osteoarthrose-bedingten Schmerzen bei Hunden und Katzen gibt es auch neu entwickelte Injektionen zur Schmerztherapie.

Zur Unterstützung haben sich auch Muschelextrakte zur Stärkung des Bindegewebes und des Gelenks bewährt. Da solche Präparate nicht nur Gelenks-Hilfssubstanzen, sondern auch Mineralien und Vitamine enthalten, sollten Sie nicht überdosiert werden. Auch homöopathische Mittel können unterstützend helfen. Sprechen Sie darüber mit Ihrem Tierarzt. Hilfreiche Maßnahmen bei anfänglicher Arthrose kann die begleitende physikalische Therapie sein: Schwimmen, Massagen oder sogar kontrolliertes Lauftraining. Auch eine Magnetfeldtherapie kann sinnvoll sein, ebenso wie Akupunktur. Derartiges sollten Sie ausschließlich von einer tierärztlich geführten Praxis durchführen lassen.

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Den Kontakt mit toten Hasen, Wildkaninchen, aber auch Ratten, Mäusen oder Eichhörnchen im Feld oder am Wegesrand sollten Spaziergänger meiden. Das gilt auch für den Hund und die Katze. Immer wieder gibt es Fälle der Hasen- oder Nagerpest (Tularämie), eine bakterielle Erkrankung, die zu den meldepflichtigen Tierseuchen gehört. Insgesamt stuft das Labor für klinische Diagnostik „Laboklin“ die Erkrankung an Hunden und Katzen als „selten“ ein. Dennoch gibt es immer wieder Wellen von steigenden Zahlen der Hasenpest. Brisant ist die Tularämie, weil sie hochansteckend ist, tödlich enden kann und zu den Zoonosen gehört, also von dem infizierten Wildtier auf den Menschen übertragbar ist.

Eine Ansteckung kann nicht nur direkt am toten Tier im Feld, also direkt über das Fleisch oder infiziertes Blut oder den Kot, erfolgen. Der Vierbeiner muss  das tote Tier nicht unbedingt fressen, der Kontakt mit dem kranken Wildtier kann ausreichen. Über kleine Risse in der Haut kann der Erreger bei Hund oder Mensch eindringen. Haustiere und Menschen können sich auch mit Tularämie über einen Zeckenbiss oder über Mücken, Flöhe, Läuse oder Milben anstecken. Hier schützen Parasitenblocker (beim Hund: Spot-on, Kautabletten, Anti-Parasiten-Halsband). Auch das Schlabbern an Pfützen im Wald, was so mancher Bello gerne tut, birgt neben anderen Krankheitserregern das Tularämie-Risiko. Möglich ist auch die Übertragung durch Einatmen von kontaminiertem aufgewirbeltem Staub, Heu oder Erde. Hauptgruppe der Gefährdeten sind Jäger*innen und Jagdhunde sowie Metzger*innen, die mit rohem Wildfleisch in Kontakt kommen.

Dennoch sollte jeder Hundehalter um die mögliche Ansteckung wissen. Bei dem Haupterreger handelt es sich um das Bakterium Francisella tularensis. Es hält sich gut bei Kälte, ist wärmeempfindlich und wird durch Desinfektionsmittel zerstört. Nager wirken meist apathisch, zeigen wenig Fluchtverhalten und vergrößerte Lymphknoten. Hunde und Katzen haben plötzliches Fieber, wenig Appetit, vergrößerte Lymphknoten und zeigen sich schlapp. Auf Zunge und im Rachen können Hautveränderungen (Läsionen) auftreten. Möglich ist eine Gelbfärbung der Haut und der Schleimhaut. Beim Menschen sind die Symptome grippeartig. Bei einer rechtzeitigen Erkennung wird mit Antibiotika behandelt. Gefährlich sind auftretende Lungenentzündungen. Oftmals findet die Infektion durch einen Zeckenbiss statt. Die Einstichstelle ist meist entzündet. Auffällig sind geschwollene Lymphknoten. Bei solchen Anzeichen nach einem Zeckenbiss sollte daher neben einer möglichen Borreliose auch Tularämie abgeklärt werden.

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Verantwortungsvolle Tierhalter haben ein Auge auf den Kotabsatz des Tieres. Zum einen kann Durchfall ein Indikator für diverse Erkrankungen sein, zum anderen sollte der Tierhalter auch bei ersten Anzeichen einer Verstopfung den Tierarzt zu Rate ziehen. Gerade bei älteren Katzen ist eine Verstopfung keine Seltenheit.

Frühes Erkennen seitens des Tierbesitzers kann viel Leid und Geld sparen. Warten Sie allzu lange mit dem Tierarztbesuch, kann sich „Steinkot“ bilden. Je länger der Kot im Darm verweilt, desto mehr Wasser wird ihm entzogen – er wird immer härter. Dieser Steinkot kann dann oft nur noch durch eine Operation aus dem Darm entfernt werden. Kommt die Katze hingegen rechtzeitig zur Behandlung, kann der Tierarzt den Kot ausspülen.

Generell hat die gesunde Katze einen festen Kot. Bedingt durch ihre Vorfahren, die aus Halbwüsten und Steppen stammen, entzieht der Körper dem Exkrement Wasser, um möglichst viel Flüssigkeit für den Organismus zu nutzen. Verstopfung ist nicht nur quälend und schmerzhaft, sondern es kann neben dem Steinkot auch zur Erweiterung des Enddarms führen, was wiederum den Kotabsatz erschwert. Die Ursachen für eine Verstopfung ermittelt der Tierarzt mit Ihnen gemeinsam. Möglich sind u.a. Beckenverformungen, Haarballen, Fremdkörper, Narben, Nervenschäden und auch psychische Probleme. Aber an erster Stelle stehen ein ungeeignetes Futter (Rohfasermangel), eine zu geringe Wasseraufnahme und zu wenig Bewegung oder die Kombination aus diesen Faktoren. Hier ist Ihre Absprache mit dem Tierarzt von großer Bedeutung.

Eine wichtige Maßnahme: Stellen Sie mehrere Trinkquellen auf, z.B. Zimmerbrunnen, Glaskugeln mit Wasserpflanzen oder schlichte Trinknäpfe. Auch hier müssen Sie ausprobieren, was gefällt. Generell bevorzugen Katzen nicht an der Stelle zu trinken wo sie fressen. Zusätzlich: Halten Sie Ihre Katze auf Trab – Spielen fördert und fordert Ihr Tier. Bewegung ist wichtig, damit der Darm nicht träge wird. Binden Sie die Spielmaus an den Faden und los geht‘s – am besten jeden Tag! Probieren Sie aus, mit welchem Spielzeug Sie Ihrem kleinen Tiger imponieren können. Das festigt auch die Bindung.

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Vorwiegend bei jungen Katzen zu finden: Die entzündlichen Ohr-Polypen. Es handelt sich nicht um bösartige Geschwüre, dennoch können sie zu großen Problemen führen, äußerst schmerzhaft und sogar lebensgefährlich werden, wenn man sie unbehandelt lässt.

Polypen können mit einer einfachen Ohruntersuchung durch den Tierarzt aufgespürt werden. Bei der Katze treten sie am häufigsten einseitig auf. Eine Ohruntersuchung findet im Rahmen der Kontrolluntersuchungen statt. Hier geht es um die generelle Früherkennung, die dem Tier im Idealfall schmerzhafte Symptome ersparen und im Vorfeld gesundheitliche Probleme abwenden soll.

Die Polypen können sich beispielsweise von der Ohrtrompete in den Rachen verbreitern. Sie können die Atemwege zulegen. Wachsen die Polypen in den äußeren Gehörgang, so zerstören sie das Trommelfell durch ihr Wachstum, schieben es vor sich her, bis es reißt. Polypen, die das Trommelfell zerstört haben verursachen oft eine starke, nicht abklingende Ohrentzündung (Otitis). Wenn Polypen unbeachtet bleiben, verursachen sie bald merkliche Anzeichen: Stimmveränderungen, geräuschvolles Atmen oder Schwierigkeiten beim Einatmen, Niesen und Husten, Nasenausfluss, Schluckbeschwerden, Kopfschütteln. Aber auch Kopfschiefhaltung (Vestibular-Syndrom) bis hin zu Gleichgewichtsstörungen sowie ein Hin- und Her-Bewegen der Augen von der einen zur anderen Seite werden beobachtet.

Bei Verdacht folgt in der Regel die vollständige Untersuchung der Ohren und des Rachens unter Sedation/Narkose im Verbund mit Röntgenaufnahmen des Schädels und des Brustkorbes. Zusätzlich ein Blutprofil, um andere Erkrankungen auszuschließen und eine Urinanalyse. Polypen können extrahiert, also „gezogen“ werden. Im Rachen oder im Ohrkanal wird der Polyp mit einem chirurgischen Instrument vorsichtig entnommen. Anschließende Medikamente sorgen für maximale Erfolgs- bzw. Heilungs-Chancen. Ist ein Polyp in der Paukenhöhle ausgemacht, aber  hat das Trommelfell noch nicht durchbrochen, dann gewährleistet die so genannte „Ventrale Bulla Osteotomie“ den Erhalt des Trommelfells.

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