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Schlagwortarchiv für: Meerschweinchen

Mit dem Streicheln das Fell regelmäßig überprüfen

Vorsorge

Hautpilzerkrankungen können vom Tier auf den Menschen übertragen werden. Solche Infektionen bezeichnet man als Zoonosen. Beim Meerschweinchen kommt vor allem die Trichophytie vor, eine durch Fadenpilze (Dermatophyten) verursachte Hauterkrankung. Eine Ansteckung erfolgt durch direkten Kontakt mit erkrankten oder infizierten Tieren. Auch Einstreu, Heu, Textilien und Gegenstände können Pilzsporen verbreiten.

Eine Trichophytie zeigt sich häufig durch kahle oder schüttere Stellen, abgebrochene Haare, Schuppen und Krusten. Besonders häufig sind Kopf, Ohren und Rücken betroffen. Die Haut kann gerötet sein. Juckreiz ist möglich, tritt aber nicht bei jedem Tier auf. Haarausfall bedeutet allerdings nicht automatisch Hautpilz. Auch Milben, Läuse, Verletzungen oder gegenseitiges Benagen des Fells können ähnliche Veränderungen verursachen. Deshalb sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.

Eine Trichophytie ist in der Regel gut behandelbar. Je nach Ausmaß werden pilzwirksame Medikamente äußerlich und auch zum Eingeben eingesetzt. Da Pilzsporen in der Umgebung längere Zeit überleben können, ist eine gründliche Reinigung des Geheges und der Gegenstände wichtig. Partnertiere sollten ebenfalls untersucht werden, da sie infiziert sein können, ohne bereits Hautveränderungen zu zeigen.

Auch für den Menschen besteht ein Ansteckungsrisiko. Beim Umgang mit einem erkrankten Meerschweinchen sind deshalb sorgfältige Handhygiene und regelmäßige Reinigung wichtig. Menschen mit geschwächtem Immunsystem und kleine Kinder sollten besonders vorsichtig sein. Treten beim Menschen verdächtige Hautveränderungen auf, sollte ein Arzt über den Tierkontakt informiert werden.

Früherkennung und Vorsorge Kontrollieren Sie Haut und Fell regelmäßig. Kahle Stellen, Schuppen, Krusten oder ungewöhnlicher Haarverlust sollten zeitnah tierärztlich untersucht werden. Eine artgerechte Haltung mit ausreichend Platz, passenden Sozialpartnern, sauberer Einstreu und einer ausgewogenen, vitamin-C-reichen Ernährung unterstützt die Gesundheit. Bei einer bestätigten Infektion sollten Gehege und Zubehör gründlich gereinigt und nach tierärztlicher Empfehlung desinfiziert werden. Die Behandlung sollte konsequent bis zum Ende erfolgen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/092026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-09-25 07:00:002026-09-03 12:18:41Mit dem Streicheln das Fell regelmäßig überprüfen

Wie Sie Erkrankungen der Harnwege erkennen

Krankheit

Meerschweinchen Paul läuft plötzlich nicht mehr unbeschwert durch sein Gehege. Seine Halterin bemerkt, dass sein Urin rötlich verfärbt ist, und fährt sofort mit ihm in die Tierarztpraxis. Eine gute Entscheidung: Blutiger Urin kann bei Meerschweinchen auf eine Erkrankung der Harnwege hinweisen und sollte immer tierärztlich abgeklärt werden.

Bei Paul zeigt die Untersuchung, dass Blasensteine die Ursache für seine Beschwerden sind. Diese können die Blasenschleimhaut reizen und zu Blutungen führen. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Stein den Harnabfluss behindert. Dann kann sich der Urin stauen und die Nieren können geschädigt werden. Ein vollständiger Verschluss der Harnwege ist ein lebensbedrohlicher Notfall.

Die Entstehung von Harnsteinen ist bei Meerschweinchen häufig mit der Ernährung und dem Mineralstoffhaushalt verbunden. Meerschweinchen scheiden überschüssiges Calcium über den Urin aus. Bei einer calciumreichen Ernährung kann sich daher vermehrt sogenannter Blasenschlamm bilden, aus dem sich unter ungünstigen Bedingungen Steine entwickeln können. Auch eine zu geringe Flüssigkeitsaufnahme kann die Bildung von Harnsteinen begünstigen.

Eine ausgewogene, artgerechte Ernährung ist deshalb besonders wichtig. Heu sollte ständig zur Verfügung stehen und den größten Teil der Nahrung ausmachen. Frisches Grünfutter und Gemüse ergänzen den Speiseplan. Sehr calciumreiche Futtermittel sollten nicht in großen Mengen gefüttert werden. Salz- und Minerallecksteine sind bei gesunden Meerschweinchen in der Regel nicht notwendig und sollten nicht zur freien Verfügung angeboten werden. Frisches Trinkwasser muss jederzeit erreichbar sein.

Wenn ein Meerschweinchen bereits Blasensteine entwickelt hat, hängt die Behandlung von Größe und Lage der Steine sowie vom Zustand des Tieres ab. Kleinere Steine können unter Umständen anders behandelt werden, größere oder blockierende Steine müssen häufig operativ entfernt werden. Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Behandlungsmöglichkeiten.

Blut im Urin, häufiges Pressen beim Urinieren, Schmerzen, Unruhe oder eine deutlich verringerte Urinmenge sind Warnzeichen. In diesen Fällen sollte das Meerschweinchen umgehend tierärztlich untersucht werden.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/082026_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-08-25 07:00:002026-08-03 12:48:03Wie Sie Erkrankungen der Harnwege erkennen

Meerschweinchen vor Hitze schützen

Vorsorge

Da Meerschweinchen ursprünglich aus den Anden, dem Hochgebirge Südamerikas stammen, sind sie die kühleren Temperaturen gewohnt. Doch wenn es in unseren Breitengraden allmählich wärmer wird und das Quecksilber steigt, sollten die Meerschweinchen in Außenhaltung vor Sonne und Hitze geschützt sein.

Beispielsweise sollte das Gehege zur Hälfte im Schatten liegen und eine geräumige isolierte Schutzhütte aus Holz (nicht aus Plastik!) enthalten. Möglich ist auch, eine gefrorene, in ein Handtuch eingewickelte Wasserflasche ins Gehege zu legen.

Für weitere Abkühlung sorgen Fliesen als Liegeplätze. Überhitzung ist für ein Meerschweinchen lebensbedrohlich. Die Tiere können nicht schwitzen und nur unzureichend hecheln. Sie werden teilnahmslos, die Atmung ist schnell und flach, die Körpertemperatur ist erhöht, das Zahnfleisch dunkelrot.

Bei genauer Betrachtung sind häufig die Ohrmuscheln rötlich. In diesem Fall muss der Tierhalter sofort handeln, bevor die Tiere an Kreislaufversagen sterben. Bringen Sie das Meerschweinchen direkt an einen kühlen Ort (z. B. Keller) und legen es auf ein nasses kaltes Tuch, das Sie regelmäßig erneuern. Besprechen Sie sich mit Ihrer Praxis / Klinik.

Um einen Schock zu vermeiden, tauchen Sie das Tier niemals in kaltes Wasser ein. Die Körperhitze kann mit kalten Kompressen auf dem Kopf gesenkt werden. Die Beinchen des Tieres können Sie in kühles, nicht allzu kaltes Wasser tauchen.

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Genügend Vitamin-C für die Meerschweinchen-Gruppe

Vorsorge

Meerschweinchen gehören zu den wenigen Tieren, die Vitamin C nicht selbst im Körper bilden können. Deshalb sind sie vollständig darauf angewiesen, dieses wichtige Vitamin täglich über die Nahrung aufzunehmen. Fehlt Vitamin C über längere Zeit, kann das ernsthafte gesundheitliche Folgen haben. Ein Vitamin-C-Mangel zählt daher zu den häufigsten ernährungsbedingten Problemen bei Meerschweinchen.

Vitamin C unterstützt viele wichtige Vorgänge im Körper. Es stärkt das Immunsystem, hilft bei der Wundheilung und ist wichtig für Knochen, Gelenke, Haut und Zähne. Besonders für das Bindegewebe spielt das Vitamin eine zentrale Rolle. Ohne ausreichend Vitamin C wird der gesamte Organismus geschwächt. Ein Mangel entwickelt sich oft schleichend. Betroffene Meerschweinchen wirken müde, bewegen sich weniger oder verlieren den Appetit. Manche Tiere nehmen ab oder zeigen Schmerzen beim Laufen. Auch geschwollenes Zahnfleisch, stumpfes Fell oder kleine Entzündungen kleine Entzündungen an der Haut oder im Maulbereich können Hinweise sein. In schweren Fällen treten Gelenkprobleme oder innere Blutungen auf. Jungtiere, kranke oder ältere Meerschweinchen sind besonders empfindlich.

Die wichtigste Vorbeugung ist eine abwechslungsreiche und frische Ernährung. Hochwertiges Heu sollte immer zur Verfügung stehen, zusätzlich benötigen Meerschweinchen täglich frisches Gemüse mit natürlichem Vitamin-C-Gehalt. Besonders geeignet sind Paprika, Petersilie, Fenchel oder kleine Mengen Brokkoli. Fertiges Trockenfutter allein reicht meist nicht aus, da Vitamin C darin mit der Zeit verloren geht. Auch Wasserzusätze sind oft ungeeignet, weil das Vitamin schnell zerfällt und viele Tiere dann weniger trinken. Stress, Krankheiten oder Trächtigkeit können den Bedarf zusätzlich erhöhen. Bei Verdacht auf einen Vitamin-C-Mangel sollte immer ein/e Tierarzt/ärztin hinzugezogen werden, damit die Ursache früh erkannt und behandelt werden kann.

Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb einer der wichtigsten Bausteine für ein gesundes und langes Meerschweinchenleben.

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Fit oder angeschlagen: Tipps, die dem Tierhalter helfen

Vorsorge

Meerschweinchen sind wahre Magier, was das Verschleiern schwerer Erkrankungen betrifft. Dies hilft ihnen in freier Wildbahn nicht sofort von ihren Feinden als Opfer ausgespäht zu werden.

Doch bei der Kleintierhaltung birgt dieses Verhalten Schwierigkeiten. Schließlich ist es für Besitzer von Meerschweinchen, aber auch anderen Kleintieren wie Kaninchen, äußerst schwer zu erkennen, ob es den Tieren tatsächlich gut geht.  Aus tierärztlicher Sicht lässt sich das Wohlbefinden eines Meerschweinchens an mehreren objektiven und verhaltensbezogenen Kriterien erkennen. Gesunde Tiere zeigen zunächst ein aufmerksames, lebhaftes Verhalten. Sie reagieren auf Umweltreize, erkunden ihre Umgebung und zeigen arttypische Aktivität, insbesondere in den Dämmerungszeiten. Auch soziale Interaktionen wie gegenseitiges Putzen oder ruhiges Beisammensitzen gelten als positive Zeichen.

Ein zentrales Kriterium ist das Fress- und Trinkverhalten. Meerschweinchen müssen als Dauerfresser kontinuierlich Nahrung aufnehmen. Tierärztliche Fachliteratur betont, dass ein guter Appetit, regelmäßige Kotabgabe und eine stabile Körpermasse klare Hinweise auf Gesundheit sind. Der Kot sollte gleichmäßig geformt, trocken und zahlreich sein. Veränderungen gelten als frühe Krankheitsanzeichen. Auch der körperliche Zustand liefert wichtige Hinweise: Ein gesundes Tier hat klare, glänzende Augen ohne Ausfluss, eine trockene Nase und saubere Ohren. Das Fell ist dicht, glatt und frei von kahlen Stellen oder Schuppen. Die Haut darunter ist elastisch und unverletzt. Gut gepflegte Krallen und eine saubere Analregion sind ebenfalls wichtig.

Da die Tiere lebenslang wachsende Zähne haben, weisen problemloses Fressen, normales Nagen und fehlender Speichelfluss auf einen physiologischen Zahnabrieb hin. Fehlstellungen führen häufig zu Futterverweigerung und Gewichtsverlust. Schließlich ist die Körperhaltung ein wichtiger Indikator: Gesunde Tiere sitzen entspannt, bewegen sich gleichmäßig und zeigen keine Schonhaltungen oder Atemgeräusche. Zusammenfassend gilt aus tierärztlicher Sicht: Regelmäßige Beobachtung, Gewichtskontrollen und jährliche Vorsorgeuntersuchungen sind entscheidend, um sicherzustellen, dass es dem Tier dauerhaft gut geht.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/01/Foto_03-1.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-02-27 07:00:002026-02-18 18:30:48Fit oder angeschlagen: Tipps, die dem Tierhalter helfen

Zögerliches Fressen: Tierärztlicher Check wichtig

Krankheit

Kieferabszesse können aufgrund von genetisch bedingten Zahnfehlstellungen entstehen, dennoch liegt es oft an der falschen Ernährung der Kaninchen. Deshalb ist das Angebot der Heu-Raufen äußerst wichtig. Nur so können die Zähne ausreichend abgenutzt werden, da das Wachstum von Kaninchenzähnen lebenslang besteht. Deshalb sollte der Tierhalter bei einem gesunden Kaninchen auf Kraftfutter oder „bunten Mischungen“ gänzlich verzichten. Die Tiere bedienen sich sonst zu wenig am Heu. Geschieht keine ausreichende Abnutzung, kaut das Tier regelrecht falsch.

Es kommt zu Zahnfehlstellungen, scharfe Kanten reizen die Wangenschleimhaut. Schmerzhafte Entzündungen entstehen. Es bilden sich Kieferabszesse, eitrig entzündetes Gewebe. Für das Tier extrem schmerzhaft. Es bildet sich eine Kapsel, die die Entzündung umschließt. Fressunlust und Abmagerung ist meist die Folge. Entzündungen und Kieferabszesse sind langwierig zu behandeln. Um z.B. eine Abszesskapsel auszuschälen, muss das Tier in Narkose gelegt werden. Wundhöhlen müssen mehrfach ausgespült und weiteres Sekret entfernt werden.

Was alles passieren kann, wenn Kleinnager zu wenig kauen, ist vielfältig und sogar lebensbedrohend. Ganze Zähne können abkippen und in den Kiefer wachsen. Oft müssen Zähne extrahiert werden, da man sie nicht mehr retten kann. Häufig bei Meerschweinchen: Werden die Zähne nicht ausreichend abgenutzt, wachsen sie oberhalb der Zunge zusammen, man spricht von so genannter Brückenbildung. Für das Tier ein gefährlicher Zustand. Fressen die Tiere nicht oder nur zögerlich, sollte dringend die Praxis / Klinik aufgesucht werden.

Achten Sie darauf, dass immer frisches Heu, Grünfutter und Kräuter als faserreiches Futter zur Verfügung stehen. Natürlich gehören frisches Obst und Gemüse ebenfalls zu einer guten Ernährung des Kaninchens. Tiere, die eine solche Fütterung noch nicht gewohnt sind, müssen vorsichtig umgestellt werden.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/01/Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-01-25 07:00:002026-01-02 11:12:31Zögerliches Fressen: Tierärztlicher Check wichtig

Kauen ist der wichtigste Job Ihres Kaninchens

Krankheit, Vorsorge

Kieferabszesse können aufgrund von genetisch bedingten Zahnfehlstellungen entstehen, dennoch liegt es oft an der falschen Ernährung der Kaninchen. Deshalb ist das Angebot der Heu-Raufen äußerst wichtig. Nur so können die Zähne ausreichend abgenutzt werden, da das Wachstum von Kaninchenzähnen lebenslang besteht. Deshalb sollte der Tierhalter bei einem gesunden Kaninchen auf Kraftfutter oder „bunten Mischungen“ gänzlich verzichten. Die Tiere bedienen sich sonst zu wenig am Heu. Geschieht keine ausreichende Abnutzung, kaut das Tier regelrecht falsch.

Es kommt zu Zahnfehlstellungen, scharfe Kanten reizen die Wangenschleimhaut und Zunge. Schmerzhafte Entzündungen entstehen. Es bilden sich Kieferabszesse, eitrig entzündetes Gewebe. Für das Tier extrem schmerzhaft. Es bildet sich eine Kapsel, die die Entzündung umschließt. Fressunlust und Abmagerung ist meist die Folge. Entzündungen und Kieferabszesse sind langwierig zu behandeln. Um z.B. eine Abszesskapsel auszuschälen, muss das Tier in Narkose gelegt werden. Wundhöhlen müssen mehrfach ausgespült und weiteres Sekret entfernt werden.

Was alles passieren kann, wenn Kleinnager zu wenig kauen, ist vielfältig und sogar lebensbedrohend. Ganze Zähne können abkippen und in den Kiefer wachsen. Oft müssen diese Zähne dann in der Praxis/Klinik gezogen werden, weil man sie nicht mehr retten kann. Häufig bei Meerschweinchen: Werden die Zähne nicht ausreichend abgenutzt, wachsen sie oberhalb der Zunge zusammen, man spricht von so genannter Brückenbildung. Für das Tier ein gefährlicher Zustand. Fressen die Tiere nicht oder nur zögerlich, sollte dringend der Tierarzt aufgesucht werden.

Deshalb: Achten Sie darauf, dass immer frisches Heu, Grünfutter und Kräuter als faserreiches Futter zur Verfügung stehen. Natürlich gehören frisches Obst und Gemüse ebenfalls zu einer guten Ernährung des Kaninchens. Tiere, die eine solche Fütterung noch nicht gewohnt sind, müssen vorsichtig umgestellt werden.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2025/08/Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2025-08-26 07:00:002025-08-02 09:41:50Kauen ist der wichtigste Job Ihres Kaninchens

Meerschweinchen: Auch Tierhalter können Check-ups durchführen

Vorsorge

Meerschweinchen Mary und ihre Freundinnen werden jeden Morgen gewogen. Denn große Gewichtsveränderungen (von 50 Gramm pro Woche) können bei Meerschweinchen auf Erkältung, Zahnprobleme oder Verdauungsstörungen hindeuten. Solche Erkrankungen sind zu Beginn schwer zu erkennen. Für Mary & Co. gehört es nämlich zum normalen Verhalten, Krankheit möglichst lange zu verbergen, da in der Natur kranke Tiere aus dem Rudel ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Meerschweinchen regelmäßig überprüfen. Beispiele: Verhornte Stellen an den Fußsohlen sollten aufgeweicht und abgeschnitten werden. Die Augen sollten klar und sauber sein.

Verklebte Stellen können auf eine Erkrankung hinweisen. Bevor man zu sogenannten „Hausmitteln“ greift, die dem Tier sogar noch schaden könnten, sollte man das Thema unbedingt in der Praxis/Klinik ansprechen. Weiße Stellen im Mund weisen auf Pilzbefall oder Zahnfehlstellung hin. Ein Zeichen für eine Mangelerscheinung oder Entzündung können schorfige Stellen in den Mundwinkeln sein (Lippengrind). Evtl. sind die Zähne zu lang, so dass der Arzt sie kürzen muss. Ausreichend Nagematerial wie Heu oder Rohkost wirkt hier vorbeugend.

Achtung: Gehen Sie bei einer Fütterungsumstellung immer langsam vor, da Meerschweinchen mit Durchfall reagieren können. Wird Durchfall zu spät behandelt, kann das zum Tod der Tiere führen. Deshalb sollte auch regelmäßig das Hinterteil kontrolliert werden. Kahle Stellen hinter den Ohren und an den Brustwarzen sind ganz normal. Wenn das Tier aber andere haarlose oder schorfige Stellen hat, sollten beim Menschen die „Alarmglocken“ klingen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2025/05/Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2025-05-25 07:00:002025-05-04 15:57:05Meerschweinchen: Auch Tierhalter können Check-ups durchführen

Fütterung: Blasensteine vermeiden

Vorsorge

Meerschweinchen Paul läuft nicht so unbeschwert durchs Gehege wie seine Artgenossen. Als die Tierhalterin bemerkt, dass Paul blutigen Urin absetzt, geht sie sofort in die Tierarztpraxis/Tierklinik. Eine gute Entscheidung, denn bei einer Harnröhrenverstopfung und Rückstau von Urin kann das Meerschweinchen rasch an Nierenversagen sterben.

„Blasenstein“ lautet die Diagnose. Blasensteine sind hauptsächlich – wie zahlreiche Erkrankungen der Meeries – auf falsche Fütterung zurückzuführen. Da die putzigen Tiere ursprünglich aus einer kargen Gegend stammen (Südamerika), ist ihr Körper auf eine calciumarme Kost eingestellt.

Zu viel Calcium und Vitamin-D 

Zu viel Calcium und weitere Mineralstoffe, zu wenig Flüssigkeit oder Vitamin-D-Zusätze im Trockenfutter sind einige der Faktoren, die Blasensteine verantworten. Aus diesem Grund haben auch Salz- und Mineral-Lecksteine im Meerschweinchen-Gehege nichts zu suchen. Grünrollis, Kohlrabi-Blätter, Kräuter, Brokkoli und Kraftfutter sollten bei gesunden, erwachsenen Tieren nur in geringen Mengen, bei Meeries mit Blasensteinen gar nicht verfüttert werden.

Futter mit viel Flüssigkeit, z.B. Möhre, Gurke, Tomate ist zu empfehlen. Und: dass immer frisches Trinkwasser zur Verfügung steht, sollte selbstverständlich sein. Hat Ihr Meerschweinchen erst einmal Blasensteine, sind diese schwer zu entfernen. Meist kann der Stein nur entfernt werden, indem das Tier in Narkose versetzt wird, um Bauchhöhle und Blase zu öffnen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2025/04/Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2025-04-25 07:00:002025-04-05 09:14:33Fütterung: Blasensteine vermeiden

Heu: Große Bedeutung für „kleine Schweine“

Vorsorge

Meerschweinchenfreunde wissen, dass den Tieren immer frisches Heu zur Verfügung stehen sollte. Tierärzte sprechen sogar davon, dass die Tiergesundheit gefährdet ist, wenn kein Heu im Gehege zur Verfügung steht. Doch warum ist es eigentlich von solch großer Bedeutung, dass stets Heu vorhanden sein sollte?

Anatomische Besonderheit

Anders als beim Menschen verfügt der Darm der Meerschweinchen nicht über eine Darmperistaltik – eine Darmbewegung, die Nahrung transportiert. Die putzigen Tiere haben nur eine geringe Darm-Muskulatur. Sie besitzen einen Stopfdarm. Das bedeutet, dass der Speisebrei nur durch nachrückende Nahrung transportiert wird. Im Stopfdarm liegt auch die Begründung, weshalb Meerschweinchen nicht ausgenüchtert werden dürfen, z.B. vor einer Operation. Das ständige Knabbern am Heu hat aber noch eine zweite Funktion hinsichtlich der Gesundheitserhaltung. Im Gegensatz zum menschlichen Gebiss wachsen die Zähne bei Meerschweinchen ständig. Deshalb ist ein kontinuierlicher Zahnabrieb wichtig. Nur Meerschweinchen mit guter Heuversorgung haben Chancen auf ein gutes Gebiss.

Heuraufen mal ganz anders

Ein Riesenspaß ist es für die drolligen Tiere, wenn frisches Heu sich mitten im Gehege türmt: Hier können sie sich verstecken, kuscheln und gleichzeitig an den frischen Halmen knabbern. Doch wie wäre es mal mit einer anderen Variante zur Beschäftigung? Zum Beispiel mit einer ausrangierten Baumwollsocke: Aus einem oder zwei winzigen Löchern können die Tiere dann das Heu „fischen“. Auch ein unbehandeltes Holzbrett mit gebohrten Löchern und ungespritzten Obstbaum-Ästen oder Bambusstangen ist ideal. Trotz des besten Heus: Denken Sie daran, Ihre Meeries ausgewogen zu ernähren. Dazu gehören Gemüse, Obst sowie frische und getrocknete Kräuter. Gerne informiert Sie Ihre Tierklinik/Tierarztpraxis.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2025/03/Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2025-03-25 07:00:002025-03-02 13:02:13Heu: Große Bedeutung für „kleine Schweine“
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