Wer derzeit einen süßen, kleinen Welpen an seiner Seite hat, sollte bei Spaziergängen immer daran denken, dass es keinen generellen Welpenschutz gibt. Fremde Artgenossen zeigen sich meist tolerant, aber sie können sich auch von dem kleinen Vierbeiner belästigt fühlen und ihn mit Kneifen oder sogar Beißen maßregeln wollen. Das bedeutet, der Kleine hat gegenüber fremden Hunden keinen „Freifahrtschein“.

Eine grundsätzliche Beißhemmung gegenüber Welpen kann von fremden Hunden nicht erwartet werden. Welpenschutz ist kein Fachausdruck. Er besagt, dass Welpen, egal wie sie sich benehmen, von erwachsenen Hunden nicht angegangen werden. In der Verhaltensforschung weiß man, dass es eine deutlich höhere Toleranz Welpen gegenüber lediglich im eigenen Rudel gibt. Bei Wölfen beispielsweise findet kein Kontakt von Wolfswelpen zu rudelfremden Tieren statt, da die Mutter dies nicht zulässt.

Da der Welpe möglichst viele positive Erfahrungen sammeln soll, wäre es empfehlenswert, wenn sich die Hundebesitzer absprechen, bevor sie eine Annäherung der beiden Tiere zulassen.

Sollte es einen Vorfall geben, ist es immer ratsam, tierärztlich abzuklären, ob der Welpe Schaden genommen hat. Denn nicht immer kann man dies äußerlich erkennen.

© www.presse-punkt.de

Besonders bei Kaninchen in der Außenhaltung kann es passieren, dass es im Gehege Madenbefall gibt – ein häufiges Problem im Sommer.

Schmeißfliegen, Goldfliegen und auch andere Fliegenarten legen ihre Eier am Kaninchen ab, vorwiegend am After, an verkoteten Stellen oder an kleinen Hautverletzungen der Tiere.

Tierfreunde sollten deshalb gerade in den warmen bis heißen Monaten ihre Kaninchen täglich auf Maden kontrollieren. Denn: In einigen Stunden bis Tagen sind die Maden aus ihren Eiern geschlüpft, fressen sich tief in die Haut und können große gesundheitliche Schäden anrichten. Bei täglicher Kontrolle erkennt man die kleinen weißen Fliegeneier auf der Haut des Tieres. Als kleine, weiße Würmer treten dann die späteren Maden auf.

Bei solch einem Befall sollten Sie das Gehege mit heißem Wasser reinigen und Ihre Kaninchen tierärztlich behandeln lassen. Sollten die Maden sich bereits tief in der Haut befinden, bekommt das Kaninchen ein entsprechendes Medikament, damit die Parasiten keinen weiteren gesundheitlichen Schaden anrichten können. Bedenken Sie, dass Maden unbehandelt ihrem Kaninchen so zusetzen können, dass es eingeschläfert werden muss.

Achten Sie darauf, das Gehege sauber und trocken zu halten. Eine sinnvolle Maßnahme ist es, ein Fliegengitter um das Gehege anzubringen. Kompost und Mülltonnen sollten auch nicht in der Nähe stehen. Verschmutzungen an den Afterregionen der Tiere sollten schnell gereinigt werden. Bei langhaarigen Kaninchen sollte man zumindest am After das Fell stutzen. Vorwiegend ältere oder geschwächte Tiere sind von Madenbefall (Myiasis) betroffen. Zögern Sie Ihrem Tier zuliebe nicht, in Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik nachzufragen oder um Tipps zu bitten.

© www.presse-punkt.de

Sittiche, Kanarienvögel, Prachtfinken und Papageien bereichern unsere Haushalte. Kleine Käfige mit nur einem einzigen Tier sollten dabei endgültig ausgedient haben. Der Zentralverband Zoologischer Fachbetriebe e.V. (ZZF) empfiehlt deshalb großzügige Haltungssysteme, in denen die Vögel ausreichend Platz zum Fliegen und Baden finden. Besonders ideal ist eine Kombination von Innen- und Außenvoliere. Die Unterbringung in zu kleinen Käfigen behindert die Tiere in ihrem Flugbedürfnis und bedeutet Leiden. Fast alle Ziervögel wollen gesellig leben. Ein Einzeltier wird nicht artgerecht gehalten und verkümmert seelisch. Nur bei einer Vogelschar kann man ihr interessantes Familienleben beobachten.

Vögel brauchen Abwechslung

Wellensittiche beispielsweise benötigen Abwechslung und möchten zum Spiel angeregt werden: Ideal sind eine Schaukel oder frische Zweige zum Beknabbern. Als Sitzstangen sollten Naturäste in unterschiedlichen Stärken angeboten werden, damit die Füße immer wieder eine andere Stellung einnehmen können und so die Fußmuskulatur gefördert wird. Stangen aus Kunststoff sind eher ungeeignet, da durch den immer gleichen Durchmesser dieselben Stellen der Füße belastet werden, was zu entzündlichen Geschwüren und Fehlstellung der Krallen führen kann. Ziervogelhalter sorgen auch mit Zusatzfutter wie Obst, Gemüse und Beeren für Abwechslung. Im Zoofachhandel gibt es eine breite Auswahl an so genanntem Intelligenzspielzeug, bei dem sich die Vögel ihr Futter erarbeiten müssen. Grundsätzlich kann ungeeignetes Zubehör oder zu wenig Beschäftigung zu Apathie, Adipositas, Frustration oder sogar Selbstverstümmelung führen.

Auf gar keinen Fall gehören Spiegel und Plastikvögel in die Voliere!

Wellensittiche halten ihr Spiegelbild und das Plastiktier für einen Partner, den es zu füttern gilt. Dafür würgen sie immer wieder Futter hoch. Dieses Verhalten kann zu einer Kehlkopfentzündung führen, die auf jeden Fall medizinisch behandelt werden muss.

Vögel benötigen Freiflug

Vögel benötigen Freiflug. Ideal wäre es, wenn sie am Tag mindestens vier Stunden umherfliegen können. Allerdings müssen alle Gefahrenquellen im Haushalt wie heiße Herdplatten, geöffnete Fenster oder Gardinenkordeln, in den sich die Tiere erdrosseln können, gebannt werden. Viele Halter lassen das Gehege unter Aufsicht den ganzen Tag offen. Es dient den Tieren als Rückzugsmöglichkeit und Futterquelle.

Kanarienvögel baden gern

Die meisten Vögel wie beispielsweise Kanarienvögel legen großen Wert auf Körperpflege, deshalb sollte ihnen in der Voliere eine Badewanne zur Verfügung stehen. Nur mit einem gepflegten Gefieder bleibt den Tieren die Flugfähigkeit erhalten.

© www.zzf.de