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Kaninchen: Impfungen vornehmen lassen!

Krankheit, Vorsorge

Meist im März/April steht wieder die nächste Myxomatose-Impfung für Kaninchen an. Denn: Langohren in privater Haltung sollten vor Myxomatose und Chinaseuche (Rabbit Hemorrhagic Disease/RHD1 und RHD2) geschützt werden.

Die Myxomatose ist eine hochansteckende, tödliche Krankheit, die durch ein Virus hervorgerufen wird. Experten sprechen von einer Kaninchenseuche. Typische Symptome der Erkrankung sind zugeschwollene Augenlider, Ödeme unter der Haut und eiternde Entzündungen an Augen und Nase. Auch das Anschwellen des Kopfes ist charakteristisch. Deshalb wird Myxomatose auch „Löwenkopfkrankheit“ genannt.

Die Erreger werden vorwiegend durch stechende Insekten wie Mücken und Flöhe übertragen. Sie können aber auch mit den Schuhen in die Wohnung getragen werden. Außerdem ist die Übertragung durch Beschnuppern oder das Futter möglich. Am besten ist es, wenn der Tierarzt im März oder April gegen Myxomatose impft, bevor die Mückenzeit beginnt. In der Regel wird halbjählich die Impfung aufgefrischt. Auch gegen RHD1 und RHD2 hält die Praxis einen Impfstoff bereit. Das Virus wird durch direkten Kontakt, aber auch durch indirekten Kontakt, sprich über Insekten: Fliegen, Stechmücken, sogar über Futter (Löwenzahn auf der Wiese, Gras) und Kleidung übertragen. Deshalb sind auch Kaninchen in der Wohnungshaltung gefährdet.

Die Erkrankung wird ebenfalls durch ein Virus verursacht. Die Tiere sterben an inneren Blutungen. Typischerweise entwickeln sie kaum Symptome. Ab und an bemerkt der Besitzer blutigen Durchfall oder schwere Atembeschwerden. Bei den Kaninchen wird RHD1 und RHD2 einmal pro Jahr geimpft.

Lassen Sie die nötige Impfung vornehmen. Melden Sie sich bei Ihrem Tierarzt-Team und vereinbaren Sie einen Termin.

© presse-punkt.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC01696.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-04-03 12:06:142020-05-21 18:59:51Kaninchen: Impfungen vornehmen lassen!

Nicht zögern, den Tierarzt zu kontaktieren

Krankheit

Toben, Laufen, Spielen – das liebt Rüde Ben über alles. Doch nach der Fütterung ist es Pflicht, zunächst eine längere Pause einzulegen. Warum? Spielt und tobt der Hund mit vollem Magen, kann es zu einer „Magendrehung“ kommen. Mittlere bis kleinere Hunde sind nicht so gefährdet wie größere. Doch generell gilt: der Hund sollte nach der Fütterung ruhen.

Ein akuter Notfall

Nicht jeder aufgeblähte Magen bedeutet tatsächlich, dass eine Magendrehung vorliegt. Doch eine rasche Diagnose ist wichtig, da die Magendrehung zu den akuten Notfällen gehört, um die sich der Tierarzt sofort kümmern muss. Denn unbehandelt führt sie innerhalb weniger Stunden zum Tod. Der Magen des Hundes ist an langen Bändern locker in der Bauchhöhle aufgehängt. Wenn der Vierbeiner sich überfressen, zu viel Luft oder Wasser geschluckt hat, kommt es zu einer massiven Erweiterung des Magens. Diese Tatsache alleine stellt noch keine Notsituation dar. Wenn aber der Hund den Mageninhalt nicht los wird und zusätzlich noch Treppen läuft oder sich wälzt, dann kippt der Magen und dreht sich um seine eigene Achse. Bei der Magendrehung werden Eingang und Ausgang, sprich Speiseröhre und Dünndarm, sofort verschlossen. Der Magen bläht sich auf. Durch die Drehung nehmen weitere Organe Schaden, z.B. Milz oder Bauchspeicheldrüse. Blutgefäße werden stranguliert und reißen ab. Der Magen drückt auf das Zwerchfell und somit auf Herz und Lunge. Herz- Kreislaufversagen ist die Folge.

Typische Symptome einer Magendrehung sind Speicheln, Würgen, Unruhe, flache Atmung, ein aufgeblähter Bauch, rasender Puls sowie blasse und bläuliche Schleimhäute. Fahren Sie sofort zum Tierarzt, melden Sie sich, auch nachts, vorher an, damit der Tierarzt alle Vorbereitungen für die Notoperation treffen kann.

Unser Tipp:

Die Futterration sollte auf zwei/drei kleinere Mahlzeiten verteilt werden. Achten Sie auf hochwertiges Futter und der Hund sollte nach der Fütterung eine Pause einlegen.

© presse-punkt.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/04/DSC05659.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-04-02 11:56:172020-05-21 18:59:16Nicht zögern, den Tierarzt zu kontaktieren

Durst kann ein Alarmsignal sein!

Krankheit, Vorsorge

Amazone Sam fällt es schwerer, zu atmen. Nach einem Flug, scheint Sam Luft zu „pumpen“, auch im entspannten Zustand scheint das Luftholen beschwerlich. Zudem trinkt er übermäßg viel und setzt dementsprechend mehr Urin ab. Abwarten ist kein guter Rat, die Abklärung bei einem Tierarzt wichtig. Bei solchen Anzeichen kann es sich um eine Aspergillose handeln. Zu Beginn sind in der Regel die oberen Atemwege betroffen, unbehandelt ist die Erkrankung lebensbedrohlich.

Die Aspergillose ist eine Schimmelpilzerkrankung. Möglich sind verschimmeltes Körnerfutter, Pilze in Einstreu oder Nistmaterial. Auch die Belüftung der Räumlichkeiten spielt eine Rolle. Schimmelpilze können an Nuss-Schalen haften, z.B.: an Sonnenblumenkernen oder Erdnüssen. Wenn der Papagei sie knackt, gelangen die Pilzsporen in die Atmungsorgane (obere Luftwege, Luftsäcke, Lunge). Hier können sie zu einem Schimmelrasen heranwachsen. Vorbeugend ist die Fütterung von Futterpellets für Vögel, wie wir sie bei Hund und Katze kennen, von Vorteil. Diese sind absolut pilzfrei.

Besonders anfällig sind Papageien, die aus den Tropen stammen wie Amazonen, Graupapageien, Aras. Aber auch Sittiche, Kakadus und Finkenvögel können betroffen sein. Mediziner unterscheiden zwischen akuter Aspergillose und der chronischen Form. Trockene Schleimhäute begünstigen die Aspergillose – in der Hobbyhaltung sollte der Tierhalter für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. In freier Wildbahn liegt die Luftfeuchtigkeit bei über 80 Prozent. Eine hohe Luftfeuchtigkeit (etwa 60%) ist deshalb bei der Haltung der Großpapageien ein Vorsorge-Faktor. Zudem ist stets die Hygiene bei Einstreu und Futterschalen wichtig. Aber auch Stress in der Tierhaltung und eine daraus resultierende Immunschwäche können der Aspergillose den Weg bereiten. Eine Ursache kann ebenfalls in einer zu vitaminarmen Fütterung liegen – die ausreichende Frischfütterung (Obst und Gemüse) gilt deshalb ebenfalls als Maßnahme, einer Aspergillose entgegenzuwirken.

© Vogelkundlicher Tierarzt Dr. Thomas Meyer, Kappeln
https://www.tieraerzteverband.de/smile/

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/04/032020_Aspergillose.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-03-01 10:23:332020-05-21 18:57:46Durst kann ein Alarmsignal sein!
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