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Schlagwortarchiv für: Gebärmutter

Gebärmutter-Erkrankung: Unbemerkt entsteht ein Notfall

Krankheit

Eine Gebärmutterentzündung kann bei einer nicht kastrierten Katze zu einer ernsthaften und lebensbedrohlichen Erkrankung werden. Gefürchtet ist die sogenannte Pyometra. Dabei sammeln sich entzündliches, eitriges Sekret und Bakterien in der Gebärmutter. Die Erkrankung entsteht meist durch Hormoneinfluss und eine bakterielle Infektion.

Nach einer Rolligkeit verändert das Hormon Progesteron die Gebärmutterschleimhaut und schwächt die örtliche Abwehr. Dadurch können sich Bakterien leichter vermehren. Ist der Gebärmutterhals verschlossen, kann das entzündliche Sekret nicht abfließen. Die Beschwerden sind oft unspezifisch. Betroffene Katzen wirken matt, ziehen sich zurück und fressen schlechter oder gar nicht. Häufig trinken sie mehr. Auch Erbrechen, Fieber sowie ein schmerzhafter oder vergrößerter Bauch können auftreten. Bei einer offenen Pyometra kann oft eitriger oder blutig-eitriger Ausfluss sichtbar sein. Da Katzen sich häufig putzen, bleibt er manchmal unbemerkt. Bei einer geschlossenen Pyometra fehlt der Ausfluss. Eine Gebärmutterentzündung ist ein tierärztlicher Notfall. Unbehandelt können Bakterien und ihre Giftstoffe den gesamten Körper belasten und eine schwere Blutvergiftung auslösen. Im schlimmsten Fall kann die geschädigte Gebärmutter reißen und entzündlicher Inhalt in die Bauchhöhle gelangen.

Zur Diagnose wird die Katze untersucht. Blutuntersuchungen geben Hinweise auf eine Entzündung. Besonders aussagekräftig ist der Ultraschall: Eine vergrößerte und mit Flüssigkeit gefüllte Gebärmutter lässt sich damit meist erkennen. In den meisten Fällen ist die operative Entfernung von Gebärmutter und Eierstöcken die sicherste Behandlung. Ist die Katze geschwächt, wird sie vor der Narkose stabilisiert. Antibiotika können erforderlich sein. Eine medikamentöse Behandlung kommt nur in ausgewählten Fällen, etwa bei Zuchtkatzen, infrage und kann zu einem Rückfall führen.

Die sicherste Vorbeugung ist die Kastration. Sie verhindert hormonelle Zyklen. Bei einer unkastrierten Katze sollten daher Ausfluss, starke Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder deutlich vermehrtes Trinken unbedingt tierärztlich abgeklärt werden!

© www.presse-punkt.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2026/08/092026_Foto_01.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2026-09-05 07:00:002026-08-31 16:15:44Gebärmutter-Erkrankung: Unbemerkt entsteht ein Notfall

Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

Operation

Im Kaninchengehege fühlt sich Paula anscheinend nicht mehr wohl. Gut beobachtet durch die Tierhalterin, ist Paula nicht mehr so aktiv wie sonst. Die Tierhalterin zögert nicht länger und bringt sie in die Tierarztpraxis. Dort wurde eine Gebärmutterentzündung festgestellt (möglich mittels Ultraschall oder Röntgen). In einer OP muss deshalb die Gebärmutter von Paula entfernt werden.

Was viele nicht wissen: Allgemeine Symptome wie Abmagerung, Bauchschmerzen oder Durchfall können Hinweise auf Erkrankungen des Geschlechtsapparates sein. Und bei weiblichen, unkastrierten Kaninchen ist die Zahl der Gebärmuttererkrankungen hoch.

Bereits ab einem Alter von drei Jahren wird die Gebärmutter im Rahmen einer Hyperplasie (übermäßige Zellbildung) größer und droht im Anschluss häufig zu entarten. Ab einem Alter von zirka fünf Jahren leiden die Tiere oft an Gebärmutterkarzinomen (Tumorbildung). Besonders tückisch bei Gebärmuttererkrankungen ist: Das Kaninchen zeigt zunächst absolut keine Auffälligkeiten.

Kastration im jungen Alter

Bei Kaninchen in Hobbyhaltung werden Entzündungen oder Tumorbildungen an der Gebärmutter durch unregelmäßige Hormoneinflüsse von Östrogen und Progesteron verursacht. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik ab, ob eine Kastration des Tieres empfehlenswert ist. Die OP ist bis zu einem Alter von zwölf Monaten relativ leicht, weil sich erst anschließend viel Fett in den Gebärmutterbändern einlagern kann.

Lassen Sie sich beraten

Eine Kastration verhindert auch andere hormonabhängige Verhaltensauffälligkeiten, z.B. Aggression. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik beraten.

© presse-punkt.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/03/032022_Foto_03.jpg 502 750 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-03-28 09:00:002022-03-20 12:48:13Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

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