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Sowohl Hunde als auch Katzen nehmen in ihrer Umgebung Geruchsbotenstoffe auf, so genannte Pheromone.

Wenn der Hund einem Artgenossen begegnet, beschnüffelt er ihn und erhält so ganz spezifische Botschaften. Wenn die Samtpfote ihr Köpfchen an Frauchens Wangen reibt oder eng an Herrchens Beinen vorbeistreift, markiert sie ihr Umfeld, indem sie Pheromone freisetzt.

Pheromone sind Geruchsbotenstoffe, die zur „chemischen Kommunikation“ zwischen Artgenossen dienen. Das Besondere an solchen Botenstoffen ist, dass sie im Gegensatz zu Gerüchen eher unbewusst wahrgenommen werden und die Gefühlswelt des Tieres beeinflussen. Nicht nur durch die Nase gelangen Pheromone an den Adressaten, sondern es gibt ein ganz spezielles Organ, das für die Erkennung dieser Botenstoffe zuständig ist: das Jakobson’sche Organ (J.O.). Kommt es zum Einsatz, „flehmt“ das Tier. Katzenhalter kennen den Anblick vom schnüffelnden und leise schmatzenden Kater, der aufblickt, das Mäulchen halb offen, so dass die Zunge zu sehen ist. Das J.O. ist ein winziger Kanal zwischen Nase und Mundhöhle, gespickt mit Rezeptoren. Hier besteht ein „direkter Draht“ zum Limbischen System, dem Zentrum für Emotionen.

In der Kleintiermedizin werden Pheromone synthetisch hergestellt und eingesetzt, um bei Tieren Angst und Stress zu lindern, z.B. im Transportkorb, bei Umzügen, zum Jahreswechsel oder wenn ein neues Tier ins Haus einzieht.

Auch neurotische Störungen wie Leck-Ekzeme oder Unsauberkeit können mit Pheromonen behandelt werden. Ihr Team in der Tierarztpraxis/Tierklinik berät sie gerne.

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Welcher Katzenhalter kennt das nicht: Mieze muss zum Tierarzt, und schon Tage vorher ist die Aufregung groß, denn es ist schon ein Problem, sie überhaupt in den Transportkorb zu verfrachten und beim Tierarzt wieder herauszubekommen. Im Wartezimmer dann die erste Panikattacke, und ganz schlimm wird es, wenn eine Untersuchung ansteht. Probleme, die sich vermeiden lassen, wenn man den Tierarztbesuch von Anfang an trainiert.

Die meisten Katzen verbinden den Arztbesuch mit etwas Unangenehmen, kein Wunder: Sie werden in die ungewohnte Box verfrachtet, die Situation im Wartezimmer macht ihnen Angst und dann kommt noch jemand mit einer Spritze. Deshalb ist es immer klug, die eigene Katze mit Geduld und Zeit an Praxis- oder Klinikbesuche zu gewöhnen. Diese Besuche können gut genutzt werden, um Fragen zu Haltung, Fütterung etc. zu klären.

Wichtig ist es darüber hinaus, der Katze von Anfang an die Angst vor dem Transportkorb zu nehmen. Er sollte als eine Art Höhle immer offen und in Reichweite stehen. So lernt sie, dass das Betreten der Box nicht automatisch in einer wackligen Fahrt zur Praxis endet, sondern es sich dort angenehm Verstecken oder Ruhen lässt. Zusätzlich schmackhaft gemacht werden kann die Box mit einer kuscheligen Decke und dem Lieblingsfutter.

Was sonst noch hilft:

Das Verhalten des Tierhalters spielt eine große Rolle, denn gerade Katzen sind wahre Meister im Erahnen und Übernehmen von Stimmungen. Ruhe und Gelassenheit erleichtern dem Tier den Besuch. Die klagende Katze nicht bemitleiden, das verstärkt die Angst. Besser ist es, ruhig und entspannt zu agieren. Im Zweifel lieber den Tierarzt und seine Mitarbeiterinnen das Tier halten und fixieren lassen, denn sie sind routiniert und nicht emotional im Umgang mit ängstlichen und wehrhaften Katzen.

An Berührungen am ganzen Körper und regelmäßige Rituale wie Kontrolle der Ohren, Zähne und Augen, gründliche Fellpflege und auf den Arm nehmen/hochheben sollte die Katze gewöhnt werden.

Viele Tierärzte bieten auch spezielle Katzensprechstunden an oder haben für Hunde und Katzen getrennte Wartebereiche. Hat man ein Tier „aus zweiter Hand“, hat sich die Angst verfestigt oder lässt der Stubentiger sich einfach ungern anfassen, können leichte Medikamente das Tier beruhigen; diese Mittel allerdings nur in Absprache und nach Beratung durch den Tierarzt einsetzen!

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Den Kontakt mit toten Hasen, Wildkaninchen, aber auch Ratten, Mäusen oder Eichhörnchen im Feld oder am Wegesrand sollten Spaziergänger meiden. Das gilt auch für den Hund und die Katze. Immer wieder gibt es Fälle der Hasen- oder Nagerpest (Tularämie), eine bakterielle Erkrankung, die zu den meldepflichtigen Tierseuchen gehört.

Insgesamt stuft das Labor für klinische Diagnostik „Laboklin“ die Erkrankung an Hunden und Katzen als „selten“ ein. Dennoch gibt es immer wieder Wellen von steigenden Zahlen der Hasenpest. Brisant ist die Tularämie, weil sie hochansteckend ist, tödlich enden kann und zu den Zoonosen gehört, also von dem infizierten Wildtier auf den Menschen übertragbar ist. Eine Ansteckung kann nicht nur direkt am toten Tier im Feld, also direkt über das Fleisch oder infiziertes Blut oder den Kot, erfolgen. Der Vierbeiner muss das tote Tier nicht unbedingt fressen, der Kontakt mit dem kranken Wildtier kann ausreichen.

Über kleine Risse in der Haut kann der Erreger bei Hund oder Mensch eindringen. Haustiere und Menschen können sich auch mit Tularämie über einen Zeckenbiss oder über Mücken, Flöhe, Läuse oder Milben anstecken. Hier schützen abweisende Parasitenblocker (Spot-on, Kautabletten, Anti-Parasiten-Halsband). Auch das Schlabbern an Pfützen im Wald, was so mancher Hund gerne tut, birgt neben anderen Krankheitserregern das Tularämie-Risiko.

Möglich ist auch die Übertragung durch Einatmen von kontaminiertem aufgewirbeltem Staub, Heu oder Erde. Hauptgruppe der Gefährdeten sind Jäger*innen und Jagdhunde sowie Metzger*innen, die mit rohem Wildfleisch in Kontakt kommen. Dennoch sollte jeder Hundehalter um die mögliche Ansteckung wissen. Bei dem Haupterreger handelt es sich um das Bakterium Francisella tularensis. Es hält sich gut bei Kälte, ist wärmeempfindlich und wird durch Desinfektionsmittel zerstört. Nager wirken meist apathisch, zeigen wenig Fluchtverhalten. Hunde und Katzen haben Fieber, wenig Appetit, vergrößerte Lymphknoten und zeigen sich schlapp. Auf Zunge und im Rachen können Hautveränderungen (Läsionen) auftreten. Beim Menschen sind die Symptome grippeartig.

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Alter ist keine Krankheit, doch man muss sich auf die Veränderungen einstellen und wie bei hochbetagten Menschen Verständnis und Geduld aufbringen. Seien Sie gleichzeitig achtsam, dass Sie Beschwerden nicht als Altersleiden einstufen und dabei übersehen, dass das Tier starke Schmerzen hat, die gelindert werden könnten. Ganz wichtig ist darum der regelmäßige Besuch in Ihrer Praxis / Klinik. Hier kann das Team den Gesundheitszustand von Ihrem Tier genau beurteilen und weiß, was bei beginnender Demenz, Schmerzen und anderen altersbedingten Problemen zu tun ist.

Hier einige Tipps:

  • Folgende gesundheitliche Veränderungen treten bei Hund und Katze auf: Beeinträchtigung der Sinnesorgane, allgemeine Schwächung der Muskulatur und des Bindegewebes, Abnutzungserscheinungen der Knochen und Gelenke, verminderter Stoffwechsel, Schwächung des Immunsystems.
  • Verhaltensveränderungen können auftreten, z.B.: Rastlosigkeit oder extremes Ruhebedürfnis, vermehrtes Schlafen, Appetitlosigkeit, verminderter Spieltrieb, Verwirrtheit durch Orientierungslosigkeit, Vergesslichkeit, Kälteempfindlichkeit, scheinbar unmotivierte Lautäußerungen.
  • Bei Katzen beginnen altersbedingte Verhaltensveränderungen mit etwa elf Jahren. Weil Katzen sich in der Regel auch bei Schmerzen und Krankheiten nach außen eher unauffällig zeigen, ist es besonders wichtig, das Tier genau zu beobachten.
  • Alte Tiere werden oft inkontinent und können Urin und Kot nicht halten. Es gibt spezielle Windeln für Hunde, die sehr hilfreich sind. Medikamente zur Aktivierung des Blasenschließmuskels könnten helfen.
  • Auch Tiere leiden im hohen Alter oft an einer Art Demenz: die Katze vergisst dann z.B. den Standort der Katzentoilette, der alte Hund „schafft“ es nicht mehr rechtzeitig nach draußen.  Alte Freigänger-Katzen haben manchmal nicht mehr die Kraft, sich im Revier zu behaupten und kommen mit Verletzungen nach Hause. Kontrollieren Sie deshalb das Tier regelmäßig auf Wunden.
  • Alte Hunde sollten möglichst mindestens zwei Mal täglich gefüttert werden, denn die Verdauung mehrerer kleinerer Mahlzeiten fällt leichter. Ihr Tierarzt berät Sie ggf. über ein spezielles energiereduziertes Seniorenfutter.
  • Alte Hunde und Katzen haben Probleme mit Zähnen und Zahnfleisch: Kontrollen und das Entfernen von Zahnstein durch den Tierarzt sind sehr wichtig, denn bei Entzündungen können Bakterien in die Blutbahn gelangen und andere Organe schädigen. In jedem Fall gilt: Das alte Haustier ist eine Persönlichkeit, die nach einem langen Leben unsere besondere Aufmerksamkeit verdient hat.

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Bei Kater Artur muss der Tierarzt aufgrund eines Tumors ein Hinterbein entfernen. Eine Maßnahme, die vielen Tierbesitzern zunächst äußerst schlimm erscheint. Sie befürchten, dass ihr Tier schwer behindert sein wird und somit keine adäquate Lebensqualität mehr hat. Doch besonders Katzen sind wahre Meister im Umgang mit Behinderungen. Deshalb ist eine nötige Amputation oder gar eine Erblindung kein Grund, eine Katze einzuschläfern.

Durch schwere orthopädische oder neurologische Traumata oder Tumore kann ein solcher Eingriff vonnöten sein. Nach der Operation sind in der Anfangsphase noch hochwirksame Schmerzmittel nötig. Die operative Maßnahme ermöglicht dem Tier, schmerz- und beschwerdefrei zu sein. In der Regel findet das Tier schnell wieder ins Leben. Dabei kommen gerade Haustiger mit nur drei Beinen extrem gut zurecht. Das Tier muss sich auch erst einmal an die neue Situation gewöhnen. Gleichgewichtsprobleme sind zu Beginn ganz normal.

Schon nach zwei bis vier Wochen ist die Katze in ihrer Beweglichkeit kaum noch von dem gesunden Tier zu unterscheiden. Dem nicht informierten Beobachter fällt es sogar in der Regel gar nicht auf, dass dem Tier ein Bein fehlt. Tierarztpraxen berichten davon, dass die Katzen sogar wieder Mäuse fangen, klettern und auf ihrem Kratzbaum sitzen, wie sie es früher getan haben.

Bein-Amputationen wie bei Kater Artur sind nicht selten. Ursachen sind u.a. auch Autounfälle oder die Katze ist in eine verbotene Schlagfalle hineingeraten. Innerhalb von einigen Wochen war Artur wieder munter, hatte sich bereits mit der Situation arrangiert und konnte wieder beginnen, sein Leben zu genießen.

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Gerade zu Silvester büchsen Tiere oft aus, verlieren die Orientierung, zeigen unübliches Verhalten, reißen sich von der Leine oder kommen als Freigänger Tage vor Silvester schon nicht mehr zurück. Sind Sie vorbereitet für einen solchen Fall? Eine große Chance, das Tier zurückzubekommen, ist der Mikrochip. Doch was viele vergessen: Die Identifikationsnummer des Tieres muss unbedingt in einem Zentralregister (Tasso, Findefix) eingetragen werden. Nicht immer übernimmt das automatisch die Tierarztpraxis oder die Tierklinik. Gefundene Tiere können dann ihren Haltern nur schwer zugeordnet werden und die Kennzeichnung mit dem Mikrochip ist für eine Suche nach dem/der Besitzer/in nutzlos.

Leider kommt es immer wieder vor, dass Hunde oder auch Katzen verschwinden und ihre Halter dann in großer Sorge mit der Suche beginnen. Oftmals merken die Tierbesitzer erst dann, dass ihr geliebter Vierbeiner zwar mit einem Mikrochip gekennzeichnet ist, aber die Registrierung beispielsweise bei tasso.net oder findefix.com nicht vorgenommen wurde.

Am besten Sie überprüfen das noch heute: Auf den Webseiten der Registrierungsstellen können Sie ganz leicht Ihre Daten checken, in dem Sie die Identifikationsnummer eingeben, die in dem Heimtierausweis verzeichnet ist.

Auch nach Umzügen oder Wechsel der Mobilnummern sollten die Daten aktualisiert werden. Beim Auffinden eines Tieres kann es dann eindeutig seinem Halter zugeordnet werden, nachdem die Mikrochipnummer, z.B. in Veterinärämtern, Tierheimen und Tierarztpraxen ausgelesen wurde.

Wie funktioniert das „Chippen“?

Bei dem Routineeingriff zur Kennzeichnung eines Haustieres wird der Mikrochip mitsamt der Identifikationsnummer mit einer speziellen Injektionsnadel unter die Haut gesetzt und kann dann mit einem entsprechenden Gerät ausgelesen werden. Der Tierarzt trägt die Nummer in den Heimtierausweis ein und speichert die Daten in seiner Patientenkartei. Ob der Tierarzt die Kontaktdaten des Tierhalters auch bei der Registrierungsstelle hinterlegt, muss abgeklärt werden.

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Nicht selten landen im Dezember Tiere in der Notfallaufnahme. Denn bereits ab dem ersten Advent beginnt wieder die Zeit der Weihnachtsdekoration. Hier sind Tierhalter besonders gefragt: Sie sollten Weihnachtsschmuck, Kerzen oder giftige Pflanzen wie Weihnachtssterne und Mistelzweige für Ihre Tiere unerreichbar platzieren oder womöglich ganz darauf verzichten. Denn schnell und manchmal unbemerkt ist es passiert, so dass der Vorfall häufig ein Notfall ist.

Nicht immer endet die Spiellust von Katzen am Weihnachtsbaum glimpflich. Nicht immer bleibt es bei einem Chaos, das man mit einem Schmunzeln beseitigen könnte. Besonders Katzen und Welpen verschlucken gerne kleine glitzernde Kügelchen, Ketten oder Bänder. Diese verheddern sich im Magen-Darm-Trakt. Es kann zu Darmverschlingungen und Darmverschluss kommen. Fäden, die aus dem After hängen, sollten Tierhalter niemals selber herausziehen. Dies kann zu schweren Darmverletzungen führen. So vorsichtig Sie auch sein mögen, es ist immer ratsam, die Notfallnummer Ihrer Tierarztpraxis griffbereit zu haben.

Denken Sie immer an die Neugierde Ihres Tieres. Wie schnell hat der pfiffige Vierbeiner im Trubel des Weihnachtsbesuches Schokolade samt Stanniolpapier vertilgt. Gerade Stanniol ist höchst gefährlich. Das Vertilgen von Schokolade übrigens auch! Was auch immer Ihr Vierbeiner verschluckt, zögern Sie nicht, sofort tierärztlichen Rat einzuholen.

Heiße Platten oder erhitzte Flüssigkeiten sollten Sie nie unbeaufsichtigt stehen lassen. Bei lokalen Verbrennungen Ihres Hundes halten Sie sofort die betroffene Körperstelle ca. 10 bis 15 Minuten unter fließend-kaltes Wasser. Trocknen Sie die Wunde mit einem gebügelten (keimarmen) Tuch oder einem sterilen Tupfer, nie mit Watte. Eisbeutel und Kühlakku wickeln Sie in ein Tuch, denn bei direktem Hautkontakt besteht die Gefahr, die Haut zu unterkühlen. Reiben Sie nichts auf die Wunde, weder Salben noch Öle oder Butter. Lokale Rötungen heilen nach einigen Tagen ab. Das Tier sollte nicht an der Wunde lecken. Bei Verbrennungen ab dem 2. Grad (Blasenbildung) sollten Sie Ihre Praxis/Tierklinik aufsuchen.

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Dass es nach der Verfütterung von Weintrauben oder Rosinen zu Vergiftungserscheinungen bei Hund und Katze kommen kann, wissen viele Tierbesitzer. Magenkrämpfe, Erbrechen und Durchfall gehören zu den häufigsten Symptomen. Doch dass bestimmte Mengen schnell zu Nierenversagen und zum Tod des Tieres führen können, wissen immer noch wenige. Deshalb sollten Trauben und Rosinen generell für Vierbeiner nicht zugänglich sein. Hunde und Katzen sollten auch nicht auf den Geschmack von Rosinen kommen.

Ein Beispiel: Die geschätzte giftige Dosis der Trauben liegt bei 32 g pro Kilogramm Körpergewicht des Hundes und für Rosinen 11 – 30 g pro Kilogramm. Ca. 12 g pro Kilogramm Körpergewicht führen bereits zu Vergiftungserscheinungen, so das amerikanische Animal Poisons Control Center. Britische Forscher erklärten, 14 g Rosinen pro Körpergewicht können bereits tödlich sein. Die Tiere zeigten Symptome eines Nierenversagens. Sie wurden sehr ruhig bis lethargisch und konnten kein oder nur noch wenig Wasser lassen. Erste Anzeichen der Vergiftung können beim Hund erst nach Stunden auftreten.

Neben der drohenden Niereninsuffizienz, die zum Tode führt, kann auch eine Hyperkalzämie (zu viel Kalzium im Blut) auftreten. Am besten bringen Sie Hund und Katze nicht auf den Geschmack von Weintrauben. Offene Tüten Rosinen sollten auch nicht einfach herumliegen. Bei Verdacht auf eine Weintraubenvergiftung sollten Sie nicht zögern, mit Ihrem Tier schnellstmöglich in Ihre Tierarztpraxis / Tierklinik zu fahren.

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Leonie mag ihr Futter nicht. Ein Schnuppern, dann wendet sie sich beleidigt ab. Katzenfreunde sollten genau darauf achten, wie lange ihre Samtpfote nichts frisst, denn nach mehreren Tagen kann es bereits zur so genannten Leberlipidose (Fettlebersyndrom) kommen. Nahrungsmangel und fehlende Nährstoffe führen dazu, dass im Gewebe der Katze Fett aufgespalten wird.

In der Leber wird das Fett gespeichert; es sammelt sich an, bis das Organ nicht mehr arbeiten kann. Meist hat die anfängliche Futterverweigerung eine andere Ursache, der man tierärztlich frühzeitig auf den Grund gehen sollte. Aber auch eine nicht gelungene Futterumstellung könnte zum Hungerstreik der Katze führen. Und hier ist wegen der Gefahr der Fettleber Vorsicht geboten. Also: Lediglich hart bleiben und abwarten, bis die Katzendame frisst, ist keine gute Idee. In jedem Fall sollte eine Nahrungsumstellung nach und nach erfolgen. Hierzu ersetzt man am besten während eines Zeitraumes von etwa zwei Wochen das alte Futter stufenweise durch das neue.

Und woran sieht der Halter, dass die Leber krank sein könnte? Schwäche, Erbrechen und Durchfall sind erste Anzeichen. Die Katze kann auch durstiger sein als üblich und vermehrt Wasser lassen. In einigen Fällen ist die Blutgerinnung gestört und es erscheinen Blutpunkte auf der Haut und den Schleimhäuten. Ist die Lebererkrankung weiter fortgeschritten, färben sich die Schleimhäute gelb. Um Schäden an der Leber zu vermeiden, ist deshalb vorweg frühzeitiges Handeln gefragt, um eine genaue tierärztliche Diagnose stellen zu lassen.

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Ganz klar: Wenn es warm wird für Hund, Katze und Kaninchen, wird immer von unten gekühlt mit Hilfe von Fliesen oder nassen Tüchern. Niemals das Tier von oben abdecken, da dann ein Hitzestau entstehen kann. Tierhalter benutzen gerne in der Wohnung, im Garten oder unterwegs eine Kühlmatte. Doch Vorsicht: Manche Kühlmatten enthalten Ethylenglycol. Schnell und manchmal unbemerkt wird die Matte beschädigt und es tritt Flüssigkeit aus. Für Hunde und (Nasch-) Katzen ist die geruchlose, süßlich schmeckende Substanz verlockend. Sie wird gerne aufgeschleckt. Sie dient auch als Frostschutzmittel. Nur wenige Milliliter genügen, um ein Haustier tödlich zu vergiften.

Im Falle einer Vergiftung ist die Überlebenschance umso größer, je kürzer die Zeitspanne zwischen Giftaufnahme und Behandlung ist. Deshalb muss der Patient möglichst schnell zum Tierarzt/zur Tierärztin. Sollte nur der Verdacht bestehen, dass das Tier die Substanz aufgenommen hat, sollte man keine Verhaltensauffälligkeiten abwarten und sofort die Praxis/Klinik aufsuchen.

Anzeichen für eine Vergiftung sind starker Durst, vermehrter Harnabsatz, beschleunigte Atmung, Krämpfe. Sollte also nach dem Kühlmatten-Chillout Hund oder Katze Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen haben oder Erbrechen, ist keine Zeit zu verlieren. Es handelt sich um einen Notfall! Als erste Hilfe kann der Tierhalter seinem Tier Kohletabletten verabreichen, da sie die Aufnahme des Giftes verzögern. Generell: Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Vierbeiner etwas Schädliches aufgenommen hat, sollten Sie in jedem Fall eine Tierärztin oder einen Tierarzt um Rat fragen.

Ethylenglycol ist absolut giftig für Nieren und Nervensystem der Tiere. Der Körper beginnt, die Substanz abzubauen, es entstehen Oxalatkristalle, die die Nierenkanäle blockieren. In der Praxis kann das tierärztliche Team eine Vergiftung mittels Ultraschalls der Niere sowie einer Blut- oder Harnuntersuchung feststellen. Infusionen erhalten die Nierenfunktion aufrecht und beschleunigen die Ausscheidung des Giftes. Liegt die Aufnahme des Giftes erst ein bis zwei Stunden zurück, kann möglicherweise ein tierärztlich herbeigeführtes Erbrechen oder eine Magenspülung helfen. Wenn der Vorfall noch kein zwölf Stunden zurückliegt, wendet der Tierarzt/die Tierärztin in der Regel die so genannten Antidottherapie an. Ethanol (Alkohol) wird in entsprechender Dosis injiziert – und wirkt als Gegenmittel. Dies erfolgt nach einer genauen Dosierung, weshalb der Tierhalter niemals selbst dem Tier Alkohol verabreichen sollte.

Fazit: Verwenden Sie nur geprüfte Kühlmatten ohne Ethylenglykol, besser noch: Kühltücher, feuchte Handtücher oder Kühlwesten – völlig ohne Risiko.

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