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Atemprobleme und Röcheln ernst nehmen

Allgemein, Krankheit, Operation

Mischling Paul röchelt häufig, wenn es auf „Gassitour“ geht. Ein solches Verhalten kann viele Ursachen haben. Doch bevor eine mögliche Verschlimmerung umfangreiche und kostspielige Maßnahmen beim Tierarzt nach sich zieht, ist es klüger, solche Anzeichen ernst zu nehmen und abchecken zu lassen.

Es gibt mehrere Wege der Diagnostik, bei Paul wurde eine endoskopische Atemwegsspiegelung durchgeführt, wobei eine Kehlkopflähmung (Larynxparalyse) festgestellt wurde. Hierbei sind die Atemwege durch gelähmte Stimmfalten verengt.

Im Normalfall wird der Kehlkopf beim Einatmen durch Muskeln geweitet und die Stimmbänder zur Seite gezogen. Oftmals muss zunächst eine Schwellung im Kehlkopfbereich medikamentös beigelegt werden. In einem Eingriff werden die gelähmten Kehlkopfanteile zur Seite gezogen und die Atemwege geweitet. Oftmals kann hierdurch eine deutliche Verbesserung der Atmung und somit der Lebensqualität des Tieres erreicht werden. Schließlich kann eine Kehlkopflähmung schwere Atemnot oder eine Lungenentzündung hervorrufen. Doch wie jede Operation birgt dieser Eingriff Risiken, die ausgiebig mit dem behandelnden Tierarzt abgewägt und besprochen werden.

Eine Kehlkopflähmung kann angeboren sein. Sie tritt überwiegend bei älteren Tieren, übergewichtigen Tieren und Hunden größerer Rassen in Erscheinung. Fragen Sie besser frühzeitig Ihren Tierarzt, falls ihr Hund Atemprobleme hat.

© presse-punkt.de

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/06/062020_Atemprobleme.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-06-05 09:00:002020-06-04 14:52:41Atemprobleme und Röcheln ernst nehmen

Wunden nach Operation unbedingt schützen

Operation

Nach operativen Eingriffen, zum Beispiel einer Kastration, hat Ihr tierischer Freund eine Wundnaht, deren Fäden nach zirka zehn Tagen gezogen werden. Die Wunde wird oftmals in mehreren Schichten genäht, sichtbar bleibt lediglich die oberflächliche Hautnaht. Ob Hund oder Katze – Ihr Tier wird in jedem Fall versuchen, die Wunde mit Zunge und Zähnen zu bearbeiten, was zu schweren Komplikationen führen kann. Es wird geleckt und geknibbelt. Schon zehn Minuten Lecken reichen aus, um schwere Entzündungen hervorzurufen.

Sehr hartnäckig hält sich immer noch das Gerücht, Tiere würden sich eine Verletzung sauber lecken. Das Gegenteil ist der Fall. Die Maulhöhle ist stark mit einer bakteriellen Keimflora besiedelt. Wenn Hund oder Samtpfote an der Naht leckt, wird das Zusammenwachsen des Gewebes verhindert. Die Wunde kann sich öffnen, und die Bakterien aus der Mundhöhle des Tieres können ungehindert in den Körper eindringen. Die Heilung verzögert sich und im schlimmsten Fall kann eine Nachoperation nötig sein. Heftig ist der Drang, an der Wunde zu knibbeln, wenn nach einigen Tagen der Heilungsprozess einsetzt und die Wunde zu jucken beginnt.

Varianten im Wunden-Schutz

Jedes Tier ist anders. Jedes Tier ist individuell. Manche Tiere kommen mit einem Halskragen zurecht, andere nicht. Der Halskragen als Wunden-Schutz ist effektiv. Ihn gibt es auch mittlerweile als weiche Variante. Der Kragen kann aber beim Schlafen, Schnuppern, Gassigehen und Fressen störend sein. Manchmal fördert er  sogar Unsicherheit und liefert zusätzlichen Stress. Eine weitere Möglichkeit aus der Praxis ist der Ganzkörperschutz, ein „Body“ aus Stoff. Immerhin sollte der Schutz etwa zehn  Tage bestehen, bis die Fäden gezogen werden. Welche Variante für Ihr Tier die bessere ist – hierzu können Sie sich beim Tierarzt beraten lassen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/04/032020_Wundenschutz.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-03-21 12:02:002020-05-21 18:58:35Wunden nach Operation unbedingt schützen
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