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Magendrehung: Keine einzige Minute warten!

Krankheit, Operation

Toben, Laufen und viel Spielen – das liebt Rüde Joe über alles. Doch nach der Fütterung ist es Pflicht, zunächst eine längere Pause einzulegen. Warum? Ganz einfach: Spielt und tobt der Hund mit vollem Magen, kann es schnell zur so genannten Magendrehung kommen. Mittlere bis kleinere Hunde sind nicht so gefährdet wie größere. Doch generell ist es ratsam, dass der Hund nach der Fütterung ruht.

Nicht jeder aufgeblähte Magen bedeutet tatsächlich, dass eine Magendrehung vorliegt. Doch eine rasche Diagnose ist wichtig, da die Magendrehung zu den akuten Notfällen gehört. Denn unbehandelt führt die Magendrehung innerhalb weniger Stunden zum Tod des Tieres. Der Magen des Hundes ist an langen Bändern locker in der Bauchhöhle aufgehängt. Wenn der Vierbeiner sich überfressen oder zu viel Luft geschluckt hat, kommt es zu einer massiven Erweiterung des Magens. Diese Tatsache allein stellt noch keine Notsituation dar. Wenn der Hund aber den Mageninhalt nicht loswird und zusätzlich noch Treppen läuft oder sich wälzt, dann kippt der Magen und dreht sich um seine eigene Achse. Bei der Magendrehung werden Eingang und Ausgang, sprich Speiseröhre und Dünndarm, sofort verschlossen. Durch die Drehung nehmen auch weitere Organe Schaden, zum Beispiel Milz oder Bauchspeicheldrüse. Blutgefäße werden stranguliert und reißen ab. Der Magen drückt auf das Zwerchfell und somit auf Herz und Lunge. Herz- Kreislaufversagen ist die Folge. Typische Symptome sind Speicheln, Würgen, Unruhe, flache Atmung, ein aufgeblähter Bauch, rasender Puls sowie blasse und bläuliche Schleimhäute. Fahren Sie sofort zur Praxis/Klinik. Melden Sie sich am besten vorher an.

Tipps:

Die Futterration sollte auf zwei bis drei kleinere Mahlzeiten verteilt werden. Achten Sie auf hochwertiges Futter und sorgen Sie für eine Pause nach der Fütterung.

Notdienst:

Notfälle gibt es viele. Informieren Sie sich frühzeitig, welche Klinik/Praxis an den Feiertagen und über Silvester/Neujahr Ihr Tier im Notfall behandelt.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/12/122022_Foto_01.jpg 667 1000 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-12-17 10:57:152022-12-17 10:57:17Magendrehung: Keine einzige Minute warten!

Fütterung: Keine gegarten Knochen!

Operation, Vorsorge

Ein Kotelett, ein Knochen der Schweinshaxe oder Reste von Ente und Hähnchen – manche Tierhalter glauben, ihrem Hund etwas Gutes zu tun, wenn sie dem Vierbeiner einen Knochen geben. Doch Vorsicht: Die Verfütterung von Knochen kann lebensgefährlich sein.

Grundsätzlich besteht bei allen geschmorten und gekochten Knochen extreme Splittergefahr! Jede/r Tierarzt/ärztin kennt die Notfälle: Knochensplitter durchbohren die Darmwände, Futterpartikel gelangen so in die Bauchhöhle und verursachen Entzündungen. Es kann aber auch zu heftigen Verstopfungen kommen. Der Hund kann keinen Kot mehr absetzen. Nicht selten muss dann der Darminhalt unter Narkose entfernt werden.

Wenn der Vierbeiner heimlich Knochenmengen vom Tisch gestohlen hat, was dann? Bevor es zu schwierigen Darmproblemen und eventuell zur Not-OP kommt, sollte zumindest Rücksprache mit dem Tierarzt gehalten werden. Der Mediziner entscheidet dann, ob er z.B. Knochen endoskopisch entfernt oder ein Präparat verabreicht.

Auch bei der Verfütterung roher Knochen ist Vorsicht gefragt. Nicht jeder Hund verträgt sie. Bei Röhrenknochen besteht Verletzungs- und Verstopfungsgefahr. In Mark- oder Sandknochen kann der Hund mit Zunge und Unterkiefer stecken bleiben. Falls Sie eine Alternative für die Zahnpflege suchen, lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis beraten.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/11/112022_Foto_01.jpg 667 1000 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-11-05 18:23:382022-11-05 18:23:39Fütterung: Keine gegarten Knochen!

Stöckchen-Spiel ist gefährlich

Operation, Vorsorge

Mischling Jupp liebt es, wenn Frauchen ihm das Stöckchen wirft. Das Spiel ist ein echter Klassiker und schnell drängt sich der Gedanke auf, sich im Wald ein Stöckchen zu greifen und es dem begeisterten Hund zu werfen, aber das ist eine denkbar schlechte Idee. Das Spiel mit dem Stöckchen ist gefährlich! Es gibt womöglich kaum eine Praxis/Klinik, die noch keine Verletzungen durch Holzstöckchen behandelt hat, teilweise mit dem Kampf um Bellos Leben.

Beim Tragen oder Hinterherspringen kann sich der Hund den Stock leicht in Rachen oder Brust rammen. Auch wenn Frauchen Jupp zunächst in den Platz legt und ihn erst losschickt, wenn das Holz wieder auf dem Boden liegt, kann der Hund sich trotzdem verletzen. Möglich, dass beim Greifen abstehende Äste den Rachenraum verletzen oder der Hund sich beim Apportieren den Ast unglücklich in den Rachen schiebt: keine Seltenheit.

Es gibt so viele gute Alternativen zum Stöckchen im Fachhandel oder in der Praxis/Klinik: längliche Wurf-Spielzeuge aus Gummi in allen Farben und Größen. Frisbees oder Dummys sind in jedem Fall sicherere Spielzeuge als das Stöckchen. Auf die Schnelle kann man auch ein Stück Gartenschlauch auf den Waldspaziergang mitnehmen. Der tut‘s in der Regel auch…

Ganz klar, dass die meisten Hunde wie Jupp gerne auf einem Stock herumkauen. Auch hier ist die Verletzungsgefahr groß. Splitter können in Mund und Rachen für Entzündungen sorgen. Verschluckte Splitter und größere Holzfragmente können sich in die Darmwand bohren oder einen Darmverschluss hervorrufen. Und: Nicht jeder Stock ist ungiftig! Zum Beispiel Äste von Eibe, Holunderstrauch oder Goldregen können Ihrem Tier schaden.

Treten Vergiftungssymptome wie Speicheln, Erbrechen und Atemnot auf, bringen Sie Ihr Tier umgehend in die Praxis/Klinik.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/06/062022_Foto1.jpg 355 500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-06-05 07:28:222022-06-05 07:28:23Stöckchen-Spiel ist gefährlich

Wie erkenne ich frühzeitig einen Bandscheibenvorfall?

Krankheit, Operation

Das Gangbild des Terrier-Mischlings Benny hat sich verändert: er lahmt und läuft schwankend. All das scheint dem kleinen Kerl nichts auszumachen, dennoch ist der Besuch in der Praxis/Klinik keine übertriebene Maßnahme. Dies können nämlich die ersten Anzeichen eines Bandscheibenvorfalls sein und eine Therapie hat bei Früherkennung die beste Prognose.

Der Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps), auch gerne unter den Tierhaltern „Dackellähmung“ genannt, betrifft nicht nur Dackel, sondern Hunderassen, die eine genetische Veranlagung aufweisen.

Es sind hier vorwiegend kleine Rassen wie Jack Russel Terrier, Französische Bulldoggen oder Beagle und Shi Tzu betroffen. Doch bevor sich Tierhalter großer Hunderassen zurücklehnen: Auch diese können durch Fehl- und Überbelastung sowie durch Übergewicht oder altersbedingte Verschleißerscheinungen ebenfalls einen Bandscheibenvorfall bekommen. Zwischen den Wirbelkörpern liegen die Bandscheiben, ein ringförmiges Knorpelgewebe, das einen Gallertkern umschließt. Bei einem Bandscheibenvorfall tritt der Gallertkern aus dem Gewebe heraus und drückt aufs Rückenmark und auf umliegende Nerven. Welche Symptome bei dem Hund auftreten, hängt davon ab, wo der Bandscheibenvorfall aufgetreten ist und um welchen Schweregrad es sich handelt.

Generell leidet der Hund an Schmerzen und ist weniger bewegungsfreudig. Bei der Erkrankung an der Halswirbelsäule kann es beispielsweise zu Schmerzempfindlichkeiten am Nacken, steife Kopf- und Halshaltung sowie zu Lähmungen in den Vorderläufen kommen. Bei einem Vorfall an der Brustwirbelsäule (BWS) oder Lendenwirbelsäule (LWS) ist es möglich, dass der Hund einen gekrümmten Rücken bzw. Buckel zeigt.

Auch Lähmungen sowie Inkontinenz können auftreten. Je früher therapeutische Maßnahmen ergriffen werden, desto besser.

Mit einer neurologischen Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Röntgen, CT oder MRT) wird der Vorfall bestätigt. Je nach Vorfall und bei Früherkennung kann bereits eine konservative Therapie helfen und auf einen operativen Eingriff verzichtet werden. Ein Maßnahmen-Plan, der Bewegungsruhe vorsieht, gezielte Übungen aus der Physiotherapie und eine Schmerztherapie können dem Tier helfen, wieder seine gewohnte Lebensqualität zu erlangen. Auch Homöopathie und Akupunktur können unterstützend hilfreich sein.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/05/052022_Foto_02.jpg 333 500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-05-16 07:00:002022-05-08 10:50:38Wie erkenne ich frühzeitig einen Bandscheibenvorfall?

Im Notfall: Der richtige Transport

Krankheit, Operation

Bei allen Hilfsmaßnahmen ist es wichtig, dass Sie wissen: Das verletzte Tier kann oft Freund oder Feind nicht unterscheiden. Vor Biss- oder Kratzspuren bewahren Handschuhe. Kleinere Tiere können Sie in eine Decke wickeln. Bei größeren Hunden sollten Sie zu einem Maulkorb oder einem Stück Stoff (Krawatte, Schal) greifen, das um den Fang des Hundes gewickelt wird, ohne Lefzen oder Zunge zu verletzten. Und so funktioniert es: Bei einem stehenden Tier umfasst eine Hand des Helfers die Schnauze von unten, mit der anderen Hand werden Kopf und Hals an die Brust des Helfers gedrückt. Dann kann ein zweiter Helfer das Band umwickeln. Das Band sollte stabil und weich sein. Stricke und Mullbinden sind nicht geeignet, da sie beim Zusammenziehen nicht breit genug sind, einschnüren und Schmerzen verursachen.

Der Transport eines Tieres

Beim Transport sollte kein weiterer Schaden angerichtet werden. Bei kleinen Tieren ist ein ausreichend großer Karton für den Notfall in Ordnung. Um die Katze oder den Hund hineinzulegen, sollte je eine Hand unter das Becken und eine unter die Schulter geschoben werden. Der Kopf sollte dabei waagerecht liegen. Für große Hunde ist eine Hängematte, die aus einer Decke gebastelt werden kann, hilfreich.

Gibt es kein Transportmittel, so muss der Patient getragen werden. Bei Hunden gehen Sie am besten folgendermaßen vor: Der eine Arm wird von unten um den Hals auf den Brustkorb gelegt, der andere unterstützt von hinten zwischen die Hinterbeine gelegt den Beckenboden. Besteht ein Notfall, rufen Sie vorher kurz in Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik   an, damit das Team bereits die ersten Vorbereitungen treffen kann.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/04/042022_Foto_01.jpg 360 360 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-04-02 12:25:032022-04-02 12:30:27Im Notfall: Der richtige Transport

Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

Operation

Im Kaninchengehege fühlt sich Paula anscheinend nicht mehr wohl. Gut beobachtet durch die Tierhalterin, ist Paula nicht mehr so aktiv wie sonst. Die Tierhalterin zögert nicht länger und bringt sie in die Tierarztpraxis. Dort wurde eine Gebärmutterentzündung festgestellt (möglich mittels Ultraschall oder Röntgen). In einer OP muss deshalb die Gebärmutter von Paula entfernt werden.

Was viele nicht wissen: Allgemeine Symptome wie Abmagerung, Bauchschmerzen oder Durchfall können Hinweise auf Erkrankungen des Geschlechtsapparates sein. Und bei weiblichen, unkastrierten Kaninchen ist die Zahl der Gebärmuttererkrankungen hoch.

Bereits ab einem Alter von drei Jahren wird die Gebärmutter im Rahmen einer Hyperplasie (übermäßige Zellbildung) größer und droht im Anschluss häufig zu entarten. Ab einem Alter von zirka fünf Jahren leiden die Tiere oft an Gebärmutterkarzinomen (Tumorbildung). Besonders tückisch bei Gebärmuttererkrankungen ist: Das Kaninchen zeigt zunächst absolut keine Auffälligkeiten.

Kastration im jungen Alter

Bei Kaninchen in Hobbyhaltung werden Entzündungen oder Tumorbildungen an der Gebärmutter durch unregelmäßige Hormoneinflüsse von Östrogen und Progesteron verursacht. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik ab, ob eine Kastration des Tieres empfehlenswert ist. Die OP ist bis zu einem Alter von zwölf Monaten relativ leicht, weil sich erst anschließend viel Fett in den Gebärmutterbändern einlagern kann.

Lassen Sie sich beraten

Eine Kastration verhindert auch andere hormonabhängige Verhaltensauffälligkeiten, z.B. Aggression. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik beraten.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/03/032022_Foto_03.jpg 502 750 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-03-28 09:00:002022-03-20 12:48:13Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

Katze: Ohr-Polypen früh entdecken!

Krankheit, Operation, Vorsorge

Vorwiegend bei jungen Katzen zu finden: Die entzündlichen Ohr-Polypen. Es handelt sich nicht um bösartige Geschwüre, dennoch können sie zu großen Problemen führen, äußerst schmerzhaft und sogar lebensgefährlich werden, wenn man sie unbehandelt lässt.

Polypen können mit einer einfachen Ohruntersuchung durch den Tierarzt aufgespürt werden. Bei der Katze treten sie am häufigsten einseitig auf. Eine Ohruntersuchung findet im Rahmen der Kontrolluntersuchungen statt. Hier geht es um die generelle Früherkennung, die dem Tier im Idealfall schmerzhafte Symptome ersparen und im Vorfeld gesundheitliche Probleme abwenden soll.

Die Polypen können sich beispielsweise von der Ohrtrompete in den Rachen verbreitern. Sie können die Atemwege zulegen. Wachsen die Polypen in den äußeren Gehörgang, so zerstören sie das Trommelfell durch ihr Wachstum, schieben es vor sich her, bis es reißt. Polypen, die das Trommelfell zerstört haben verursachen oft eine starke, nicht abklingende Ohrentzündung (Otitis). Wenn Polypen unbeachtet bleiben, verursachen sie bald merkliche Anzeichen: Stimmveränderungen, geräuschvolles Atmen oder Schwierigkeiten beim Einatmen, Niesen und Husten, Nasenausfluss, Schluckbeschwerden, Kopfschütteln. Aber auch Kopfschiefhaltung (Vestibular-Syndrom) bis hin zu Gleichgewichtsstörungen sowie ein Hin- und Her-Bewegen der Augen von der einen zur anderen Seite werden beobachtet.

Bei Verdacht folgt in der Regel die vollständige Untersuchung der Ohren und des Rachens unter Sedation/Narkose im Verbund mit Röntgenaufnahmen des Schädels und des Brustkorbes. Zusätzlich ein Blutprofil, um andere Erkrankungen auszuschließen und eine Urinanalyse. Polypen können extrahiert, also „gezogen“ werden. Im Rachen oder im Ohrkanal wird der Polyp mit einem chirurgischen Instrument vorsichtig entnommen. Anschließende Medikamente sorgen für maximale Erfolgs- bzw. Heilungs-Chancen. Ist ein Polyp in der Paukenhöhle ausgemacht, aber  hat das Trommelfell noch nicht durchbrochen, dann gewährleistet die so genannte „Ventrale Bulla Osteotomie“ den Erhalt des Trommelfells.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2021/03/032021_Polypen_Katze.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2021-03-08 11:11:002021-03-08 11:11:01Katze: Ohr-Polypen früh entdecken!

Knoten unter der Haut Teil 2: Check-up nötig

Krankheit, Operation, Vorsorge

Festgestellt vom Besitzer werden zunächst nur  Hautveränderungen, die sich als teigige, knotige, haarlose oder behaarte Knoten, nässende oder offene Wunden darstellen. Gelegentlich wird auch gesagt, dass sie in der Größe wechseln. Aufgrund der vielfältigen Erscheinungsbilder empfiehlt es sich, Knoten umgehend vom Tierarzt untersuchen zu lassen.

Mit diesen Anzeichen kündigt sich beispielsweise der Mastzelltumor an, eine bösartige Tumorerkrankung, bei der sich entartete Zellen am häufigsten an Gliedmaßen, Kopf und Rumpf finden lassen. Die Ursache, die zur bösartigen Veränderung der Mastzellen führt, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Es gibt aber Rassen, die häufiger erkranken als andere.

Mastzellen stammen von bestimmten Vorläuferzellen im Knochenmark ab. Sie sind eine Form der weißen Blutkörperchen, die ins Blut abgegeben werden und von dort aus in das Bindegewebe einwandern. Mastzellen sind an Immun-, Allergie- und Entzündungsreaktionen beteiligt. Die Mastzellen sind im ganzen Körper verteilt, gehäuft kommen sie allerdings in der Haut, in den Schleimhäuten der Atemwege, in der Nähe von Nerven, Blut- und Lymphgefäßen sowie in der Darmschleimhaut vor. Mastzelltumore speichern im Zellinneren unterschiedliche Substanzen (Enzyme, Histamine, Heparin), deren Freisetzung negative Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben kann. Blutungsneigung, Juckreiz oder auch Wundheilungsstörungen können ebenso auftreten wie Magen- oder Dünndarmgeschwüre (Ulzerationen) mit dunkel gefärbtem Kot, Erbrechen, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen. Eine Freisetzung großer Mengen dieser Substanzen kann zu allergieartigen Reaktionen führen,  die in einigen Fällen sogar lebensbedrohlich sein können.

Therapie der Wahl ist die großflächige Excision (Herausschneidung) und Einsendung des Tumors zum Pathologen. Nach dessen Ergebnis wird dann entschieden, was weiter getan wird. Im günstigsten Fall kann einfach abgewartet werden ohne weitere Therapie. Es kann aber auch notwendig sein, eine Bestrahlungstherapie durchzuführen oder eine Chemotherapie. Beide Therapien sind bei Tierhaltern oft negativ besetzt, da schlimme Nebenwirkungen befürchtet werden, doch sie können für das Tier von großem Nutzen sein und sind so konzipiert und dosiert, dass ausschließlich die Lebensqualität des Tieres im Fokus steht.

© Fachinformation/Quelle: Dr. Jochen Schulze-Lammers

https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/10/102020_Knoten_Teil2.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-10-16 19:30:002020-10-06 10:49:00Knoten unter der Haut Teil 2: Check-up nötig

Grannen-Gefahr wird unterschätzt

Krankheit, Operation

Allzu oft werden sie unterschätzt, sind aber äußerst gefährlich und Verursacher zahlreicher Not-Operationen im Sommer: Grannen. Wildes Getreide an Straßenrändern und Feldwegen sehen idyllisch aus – aus den reifen gelben Ähren lösen sich die so genannten Grannen. Diese Borsten verfangen sich mit Widerhaken im Fell des Hundes, was zunächst noch harmlos erscheint. Doch durch die Körperbewegung des Tieres dringen sie immer tiefer in die Haut ein. Vielfach rutschen sie in Zehenzwischenräume, Achselhöhlen oder in die Ohren.

Grannen verursachen Schmerzen. Meist knabbern und lecken die Hunde an der verletzen Stelle oder humpeln. Schnell kommt es zu schweren Entzündungen, meist wird ein Eingriff unter Narkose nötig, um das Tier von dem „Eindringling“ zu befreien, denn eine Granne ist so beschaffen, dass sie nur in eine einzige Richtung zu bewegen ist. Der Tierhalter kann sie selten gänzlich entfernen. Bei dem Verdacht einer Grannen-Verletzung sollten Sie immer einen Tierarzt zu Rate ziehen und das möglichst schnell, denn Vereiterungen bzw. Verdickungen unter der Haut heilen aufgrund des Fremdkörpers nicht von alleine ab.

Hund oder auch Katze schüttelt verdächtig oft den Kopf, hält ihn zuweilen schief oder kneift die Augen vermehrt zu: Möglich, dass sich das wilde Getreide in den Ohren verfängt. Tierhalter sollten in diesem Fall nicht selber versuchen, das Ohr zu reinigen, da die Granne nur tiefer in den Gehörgang rutscht. Ohrentropfen oder Salbe nützen hier nichts. Der Tierarzt muss die Granne möglichst rasch entfernen, bevor Entzündungen oder gar ein Trommelfellriss eine komplizierte und teure Behandlung nach sich ziehen. Auch sollten Sie auf vermehrtes Niesen achten, es könnte eine Granne im Spiel sein…

Kosten- und schmerzfrei ist der Fell-Check: Überprüfen Sie nach jedem Spaziergang das Fell Ihres Tieres gründlich. Tasten Sie Ohren, Bein-, Bauch- und Brustfahnen, Achselhöhlen und Pfoten bzw. Zehenzwischenräume ab. „Frisch eingefangene“ Grannen können Sie aus dem Fell Ihres Tieres herauszupfen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/07/072020_Grannen.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-07-04 19:00:512020-07-04 10:40:14Grannen-Gefahr wird unterschätzt

Ältere Hunde gut im Auge behalten!

Allgemein, Krankheit, Operation, Vorsorge

Wenn der tierische Begleiter in die Jahre kommt, muss es nicht unbedingt heißen, dass ein gesundheitliches Problem dem anderen folgt. Dennoch sollte der Tierhalter wachsam sein, sein Tier gut beobachten, da bei zahlreichen Erkrankungen eine Früherkennung Leid des Tieres und auch Kosten spart. Ein Beispiel: Kotabsatzstörungen beim Rüden.

Möglichst früh zum Tierarzt

Hier sollte der Tierhalter nicht abwarten, sondern die Ursache tierärztlich abklären. Möglich ist eine Vergrößerung der Prostata (Prostatahypertrophie). Möglich ist, dass das Gewebe zwischen Beckenknochen und Enddarm schwach wird, schwindet und einreißt. Tierärzte sprechen von einer Perinealhernie (Dammbruch).

Muskeln, die den Enddarm umgeben, reißen – es entsteht im Inneren eine Öffnung (Bruchpforte). Darmteile und auch oftmals die Harnblase können in diese Ausbuchtung vorfallen. Der Enddarm hat keinen Halt, der Kotabsatz wird enorm erschwert. Bei einer Perinealhernie ist die Früherkennung enorm wichtig, da mit dem Fortschreiten immer mehr Gewebe zerstört wird und innerlicher Schaden erfolgt, der immer schwieriger zu operieren ist. In den Anfängen kann der Tierarzt mit einem relativ einfachen chirurgischen Eingriff helfen.

Perinealhernien-Operationen sind im Frühstadium am besten durchzuführen. Meist wird der Patient auch kastriert, da ein hormoneller Einfluss zur Entstehung einer Perinealhernie vermutet wird. In jedem Fall muss eine chirurgische Korrektur erfolgen. Empfehlungen, Öle ins Futter zu mischen, helfen dem Hund nicht.

Regelmäßiger Check

Oftmals sind unkastrierte Rüden betroffen. Durch einen Dammbruch kann mit der Zeit die entstandene Ausbuchtung eine sichtbare, auffällige Größe erreichen, meist ist die Analöffnung schwer errötet. Soweit darf es nicht kommen – deshalb beobachten Sie Ihr Tier ganz genau, ob es leichte Veränderungen beim Kotabsetzen gibt und lassen Sie Ihren unkastrierten Rüden am besten regelmäßig im Analbereich tierärztlich checken.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/06/062020_Dammbruch.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-06-15 09:00:002020-06-04 15:01:58Ältere Hunde gut im Auge behalten!
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