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Schlagwortarchiv für: Kaninchen

Was ist Kokzidiose und welche Vorsorge gibt es?

Krankheit

Kaninchen regelmäßig wiegen – das muss für Tierfreunde selbstverständlich sein. Denn oft ist ein Gewichtsverlust der Hinweis auf eine Erkrankung. Zum Beispiel kündigt sich so die Kokzidiose an, die manchmal auch starken Durchfall verursachen kann. Kaninchenhalter sollten diese Erkrankung kennen.

Was sind Kokzidien?

Kokzidien sind Einzeller, die in der Darmschleimhaut oder in den Gallengängen schmarotzen. Sie entwickeln sich in einem komplizierten Zyklus, an dessen Ende so genannte Oocysten mit dem Kot ausgeschieden werden. Diese reifen innerhalb von ein bis sechs Tagen in der Einstreu und werden dann von den Tieren aufgenommen.

Tierärztliche Hilfe ist erforderlich

Kokzidiose kann unbehandelt tödlich sein. Zeitig entdeckt, hilft das tierärztliche Team gezielt mit Medikamenten. Auch die tägliche, gründliche Hygiene des Geheges und Desinfektion mit heißem Wasser sind wichtig, um die Infektion loszuwerden.

Generell gilt: Ein sauberes Gehege hält ungebetene Parasiten fern – empfohlen werden tägliches Entfernen des Kots und die wöchentliche Grundreinigung mit Einstreuwechsel. Grünfutter und Heu sollten nicht mit der Einstreu in Berührung kommen und über Futterraufen angeboten werden. Und: Bevor neue Kaninchen ins Gehege kommen, sollte ihr Kot untersucht werden.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2023/03/032023_Foto_03©-Tyler-Olson_AdobeStock.jpg 667 1000 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2023-03-26 07:00:002023-03-06 19:02:17Was ist Kokzidiose und welche Vorsorge gibt es?

Was Moritz kaut, ist entscheidend

Vorsorge

Klar, Kraftfutter schmeckt gut und Moritz liebt es, doch Kaninchen sollten sich lieber an Heu satt fressen. Nur so können ihre Zähne ausreichend abgenutzt werden. Geschieht dies nicht, kaut das Tier falsch. Es entstehen Zahnfehlstellungen, scharfe Kanten, die das Backenfleisch aufschneiden. Schmerzhafte Entzündungen und schlimme Kieferabszesse können die Folge sein. Kieferabszesse sind eine Komplikation bei Kleinnagern, die häufig auftritt. Natürlich können sie aufgrund von genetisch bedingten Zahnfehlstellungen entstehen, dennoch liegt es oft an der falschen Ernährung der Tiere.

Richtiger Zahnabrieb

Da die Zähne ständig und durchgehend wachsen, ist der regelmäßige Zahnabrieb das A und O. Was alles passieren kann, wenn Kleinnager zu wenig kauen, ist vielfältig und sogar lebensbedrohend. Ganze Zähne können abkippen und in den Kiefer wachsen. Häufig bei Meerschweinchen: Die Backenzähne können oberhalb der Zunge zusammenwachsen, man spricht von so genannter Brückenbildung. Für das Tier ein gefährlicher Zustand. Deshalb sollten Heimtierfreunde immer darauf achten, ob ihre Lieblinge wie gewohnt Futter aufnehmen. Fressen die Tiere nicht oder nur zögerlich, sollte dringend die Tierarztpraxis/Tierklinik aufgesucht werden.

Entzündungen schnell behandeln

Entzündungen und Kieferabszesse sind langwierig zu behandeln. Um z.B. eine Abszesskapsel auszuschälen, muss das Tier in Narkose gelegt werden. Deshalb: Achten Sie darauf, dass immer frisches Heu zur Verfügung steht. Natürlich gehören frisches Obst und Gemüse zu einer guten Ernährung des Kaninchens. Tiere, die eine solche Ernährung noch nicht gewohnt sind, müssen Tierhalter vorsichtig umstellen. Bei richtiger und ausgewogener Ernährung mit Wasser, gutem Heu sowie Obst und Gemüse ist gar kein Kraftfutter nötig. Wenn das Tier im speziellen Fall zu Kräften kommen soll, kommt nur Kraftfutter als pelletiertes Alleinfuttermittel in Frage, das dann streng reglementiert gefüttert werden sollte. Auf das Verfüttern von „bunten Mischungen“ sollte der Tierhalter am besten ganz verzichten.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/12/122022_Foto_03.jpg 666 1000 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-12-27 07:00:002022-12-17 11:09:29Was Moritz kaut, ist entscheidend

Blaseninfektion beim Kaninchen

Krankheit, Vorsorge

Mit dem Kaninchen Emmy stimmt etwas nicht. Beim Beobachten des Tieres fällt auf, wie oft es Wasser lassen muss, wobei es eher aus der Harnröhre „tröpfelt“. Dabei krümmt es den Rücken und gibt zuweilen einen Fiepton von sich. Das Kaninchen hat also Schmerzen beim Urinieren.
Emmy leidet an einer Blaseninfektion – keine Seltenheit bei Kaninchen. Der medizinische Fachausdruck lautet Zystitis.

Weitere Symptome für eine Blaseninfektion sind: feuchter Afterbereich, Blut im Urin (roter bis rostroter Urin, rötliche Flecken), übelriechender Urin, häufiges Lecken an der Harnröhrenöffnung. Zu den Erkrankungen der harnableitenden Wege gehören Blaseninfektionen, Blasenschlamm, Blasensteine und die Niereninfektion. Alle Vorfälle sind mit Schmerzen für die Langohren verbunden. Und: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto unkomplizierter kann man medizinisch helfen.
Bakterien bzw. Keime sind für die Infektion der Blasenwand verantwortlich. Wenn Kalziumkristalle sich in der Blase ablagern, spricht man von einem Blasenschlamm. Blasenschlamm gilt als Vorstufe zu Blasensteinen. Am häufigsten sind kalziumhaltige Blasensteine.

Wie kommt das Kaninchen an die Infektion und kann man sie verhindern?

Ihr Praxis-/Klinikteam klärt Sie gerne auf. Bakterien können nach einem Durchfall in die Harnröhre dringen oder: Harnsteine und Nierensteine können Ursachen sein für eine Blaseninfektion. Meist liegen die Ursachen in einer Kombination aus genetischer Veranlagung, wenigem Trinken und einer allzu kalziumhaltigen Ernährung.

Für die Diagnose der Blaseninfektion gibt es verschiedene Möglichkeiten: Ob Urinteststreifen, Röntgenbild oder eine mikroskopische Untersuchung in Frage kommt, entscheidet der/die Tierarzt/Tierärztin. Mit der richtigen Ernährung kann das Risiko einer Blasen- und Nierenerkrankung minimiert werden. Ratsam ist es, vorwiegend Heu und wasserhaltiges Grünfutter anzubieten. Hierzu erhalten Sie auf Wunsch auch Tipps in Ihrer Praxis/Klinik.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/10/102022_Foto_02.jpg 1000 700 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-10-18 07:00:002022-10-09 10:45:13Blaseninfektion beim Kaninchen

Kaninchen: Maßnahmen zur Kühlung und im Notfall

Vorsorge

Als Höhlenbewohner und dämmerungsaktive Tiere können Kaninchen äußerst empfindlich reagieren, wenn das Quecksilber im Thermometer steigt. Finden die Tiere keine kühlen Plätze, könnten sie Kreislaufprobleme oder bei praller Sonneneinstrahlung sogar einen Hitzeschlag bekommen.

Wie es im Gehege angenehmer wird

Bieten Sie Kacheln als Liegeplätze an. Sie können Eiswürfel oder Kühlakkus in eine Plastiktüte packen, mit einem Handtuch umwickeln und auf das Gitter legen. Das verschafft kühle Luft. Kühlakkus dürfen aber nicht direkt im Gehege liegen, da die Kaninchen sie annagen könnten. Besser ist eine stark gekühlte, in ein Handtuch eingewickelte Glasflasche. Gut belüftete Unterstände sollten vorhanden sein. Holzhäuser, die häufig zur Verfügung stehen, reichen als Schutz vor Hitze nicht aus. Dabei ist ein kühles Plätzchen leicht hergestellt: Legen Sie ein feuchtes Handtuch über einen Korb, so dass die Tiere sich darunter verstecken können. Langhaarkaninchen können die Hitze besser verkraften, wenn sie weniger Fell haben. Fragen Sie in Ihrer Praxis/Klinik, wie es fachgerecht gekürzt werden soll.

Hitzeschlag: Handeln Sie sofort

Kaninchen schwitzen nicht, hecheln sehr wenig und können Wärme nur über die Ohren abgeben. Bei direkter Sonneneinstrahlung, vor allem bei hoher Luftfeuchtigkeit, kann es zur Überhitzung kommen. Übergewichtige und schwangere Tiere sind besonders gefährdet. Die Tiere liegen bei einem Hitzeschlag auf der Seite, atmen schnell und flach und haben einen schwachen Puls. Schnelles Handeln ist gefragt: Kaninchen in ein trockenes(!), kühles Handtuch (aus dem Kühlschrank/Froster) wickeln, der Kopf bleibt frei, dem Tier Flüssigkeit einflößen, die Füße in kühles, nicht eiskaltes Wasser eintauchen und sofort im klimatisierten Wagen in die Praxis oder zur Klinik fahren.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/08/082022_Foto_2.jpg 667 1000 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-08-27 08:00:002022-08-07 17:18:15Kaninchen: Maßnahmen zur Kühlung und im Notfall

Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

Operation

Im Kaninchengehege fühlt sich Paula anscheinend nicht mehr wohl. Gut beobachtet durch die Tierhalterin, ist Paula nicht mehr so aktiv wie sonst. Die Tierhalterin zögert nicht länger und bringt sie in die Tierarztpraxis. Dort wurde eine Gebärmutterentzündung festgestellt (möglich mittels Ultraschall oder Röntgen). In einer OP muss deshalb die Gebärmutter von Paula entfernt werden.

Was viele nicht wissen: Allgemeine Symptome wie Abmagerung, Bauchschmerzen oder Durchfall können Hinweise auf Erkrankungen des Geschlechtsapparates sein. Und bei weiblichen, unkastrierten Kaninchen ist die Zahl der Gebärmuttererkrankungen hoch.

Bereits ab einem Alter von drei Jahren wird die Gebärmutter im Rahmen einer Hyperplasie (übermäßige Zellbildung) größer und droht im Anschluss häufig zu entarten. Ab einem Alter von zirka fünf Jahren leiden die Tiere oft an Gebärmutterkarzinomen (Tumorbildung). Besonders tückisch bei Gebärmuttererkrankungen ist: Das Kaninchen zeigt zunächst absolut keine Auffälligkeiten.

Kastration im jungen Alter

Bei Kaninchen in Hobbyhaltung werden Entzündungen oder Tumorbildungen an der Gebärmutter durch unregelmäßige Hormoneinflüsse von Östrogen und Progesteron verursacht. Sprechen Sie deshalb mit Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik ab, ob eine Kastration des Tieres empfehlenswert ist. Die OP ist bis zu einem Alter von zwölf Monaten relativ leicht, weil sich erst anschließend viel Fett in den Gebärmutterbändern einlagern kann.

Lassen Sie sich beraten

Eine Kastration verhindert auch andere hormonabhängige Verhaltensauffälligkeiten, z.B. Aggression. Lassen Sie sich in Ihrer Tierarztpraxis/Tierklinik beraten.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2022/03/032022_Foto_03.jpg 502 750 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2022-03-28 09:00:002022-03-20 12:48:13Entzündung der Gebärmutter beim Kaninchen

Krallenpflege nicht vergessen!

Vorsorge

Meerschweinchen, Kaninchen und viele andere Nager haben einen Riesenspaß, ausgelassen zu laufen und zu buddeln. So toben sich die Tiere aus, und es ist schön ihnen zuzusehen. Die Möglichkeit, umherzuflitzen und zu graben, trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Tiere bei. Die putzigen Fellknäuel nutzen dabei auch auf natürliche Weise ihre Krallen ab.

Natürliche Krallenpflege

Eine Kiste mit Papier (kein Zeitungspapier), Erde oder Stoff, am Boden eine umgedrehte Kachel oder ein Naturstein – fertig ist die Hilfe zum Krallenschliff. Aber auch Steine, die einzelne Etagen verbinden, sind gut dazu geeignet, dass sich ein Nager beim Klettern seine „Spikes“ abwetzt. Je großzügiger das Gehege gestaltet ist, je mehr Platz zum Laufen, desto besser für die Tiere.

Regelmäßig Krallen kürzen

Oftmals wachsen Krallen bei Heimtieren überlang und müssen gekürzt werden. Lassen Sie sich unbedingt das Kürzen in der Tierarztpraxis zeigen. Ein Millimeter zu viel, und Sie schneiden in den empfindlichen Bereich, wo Blutgefäße beginnen. Fühlen Sie sich unsicher, ist es am besten, das Schneiden Ihrem Tierarzt | Ihrer Tierärztin zu überlassen. In der Praxis geht dies ganz schnell und sieht auch leicht aus, doch lassen Sie sich nicht täuschen: Das Kürzen der Krallen erfordert viel Erfahrung und Gefühl.

Schnell fällt das Laufen schwer

Werden die Krallen nicht abgenutzt und auch nicht geschnitten, hat das Kaninchen Schwierigkeiten beim Laufen. Es kann zu Schmerzen und Fehlstellungen der Gliedmaßen kommen. Achten Sie also immer auf die Länge der Krallen Ihrer Heimtiere. Die Abnutzung ist meist optimal, wenn die Tiere im Garten gehalten werden. Lassen Sie sich zur Außenhaltung aber gut beraten. Heimtiere müssen langsam daran gewöhnt werden. In Ihrer Praxis/Klinik gibt es Tipps, wie Sie sich informieren können.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2021/11/202111_Foto_03.jpg 1000 1500 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2021-11-25 08:00:002021-11-05 10:20:06Krallenpflege nicht vergessen!

Gesunde Leckereien für Kaninchen

Vorsorge

Wenn Tierfreunde ihr Kaninchen gut ernähren wollen, sollten sie darauf achten, Frischfutter zu verwenden. Die im Zoo-Fachhandel üblichen Leckerlis wie Joghurt-Drops, Ringe oder Knabberstangen sind überflüssig und ungesund. Kaninchen-Halter sollten lieber zwei bis drei Mal die Woche Obst anbieten. Hier einige Beispiele: Weintrauben (ohne Kerne), Äpfel, Birnen, Kiwi oder auch Erdbeeren (nur ein Viertel pro Tier), Heidelbeeren, Stachel- oder Brombeeren.

Etwa 20 Gramm getrocknete Kräuter pro Woche sind ein tolles Leckerchen für den Nager. Denn Dill, Kamille, Melisse oder Pfefferminzblätter sind viel gesünder als Salzlecksteine, weil sie natürliche Mineralien und Salze spenden.

Das Grundnahrungsmittel für Kaninchen ist Heu, das viele Mineralien und Vitamine enthält. Es muss frisch riechen und leicht grünlich sein. Der hohe Rohfaseranteil ist gut für den Darm, und zudem werden die Backenzähne beim Kauen abgerieben. Grünfutter wie beispielsweise Gras, Löwenzahn, Bärenklau oder Kamille können Kaninchenhalter zwei Mal am Tag anbieten. Der Rest, der nicht mehr gegessen wird, sollte aus dem Gehege entfernt werden. Auch Gemüse wie Fenchel, Gurke, rote Beete, Brokkoli, Stangensellerie oder Möhren sind empfehlenswert für die drolligen Hausbewohner.

Wer Frischfutter anbieten möchte, sollte zunächst mit kleinen Mengen ausprobieren, ob das Tier die Kost verträgt. Mit allen Kohlsorten sollten Tierhalter besonders aufpassen, denn so mancher Kohl kann einen Blähbauch hervorrufen! Ein besonderes Vergnügen für die Nager und deren Schneidezähne sind Zweige von Birke, Erle, Johannisbeerbüschen oder auch von Apfel- oder Kirschbäumen. Hartes Brot sollten Kaninchen-Freunde nicht anbieten – das macht nur dick. Übrigens: Wenn ein Kaninchen mit Frischfutter abwechslungsreich versorgt wird, braucht es kein Trockenfutter. Wollen Kaninchen-Besitzer dennoch nicht auf die Zugabe von Trockenfutter verzichten, so sollten sie nicht mehr als einen Teelöffel pro Tag verfüttern.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2021/04/042021_Kaninchen_Snacks.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2021-04-24 08:00:002021-04-05 15:29:48Gesunde Leckereien für Kaninchen

Wichtige Impfungen für Kaninchen fällig

Krankheit, Vorsorge

Jamba und seine Freunde müssen zum Tierarzt, obgleich alle Tiere gesund und munter sind. Es ist Zeit für die Impfung! Und dabei ist es ganz gleich, ob die Langohren ausschließlich in der Wohnung leben, im Außengehege toben können oder ganzjährig im Freien wohnen, denn: Erreger können auch von Draußen in die Wohnung gelangen. Geimpft wird gegen Myxomatose sowie gegen RHD 1 und 2. Es handelt sich um Krankheiten mit tödlichem Ausgang.

Verursacher der Myxomatose, auch Kaninchenseuche genannt, ist ein Virus. Zu den Symptomen gehören zugeschwollene Augenlider, Ödeme unter der Haut und eiternde Entzündungen an Augen und Nase. Bei der Myxomatose handelt es sich um eine Viruserkrankung, die in der Hauptsache von stechenden Insekten (insbesondere Mücken und Flöhe) übertragen wird. Die meisten Erkrankungsfälle werden vom Frühjahr bis zum Herbst beobachtet, verschieben sich aber durch die milden Winter immer weiter nach hinten. Übrigens: Kaninchen können sich untereinander anstecken, während sie sich beschnuppern oder aus einem Napf fressen.

Im Jahr 2017 gab es die ersten Infektionen mit der neuen Variante des RHD Virus (RHD2). Er trat erstmals 2010 in Frankreich auf, breitete sich über Europa nach Deutschland aus (2013). Die Übertragung erfolgt direkt von Tier zu Tier, aber auch über Insekten, Personen, Einrichtungsgegenstände, Futter und Einstreu. Die Symptome sind ähnlich wie bei der RHD1: plötzliche Todesfälle ohne sichtbare Symptome oder verzögerter Verlauf mit Teilnahmslosigkeit, Appetitlosigkeit, Fieber, Gelbsucht.

Auch bei reinen Wohnungskaninchen ist eine Ansteckung z.B. über Futter von der Wiese oder Supermarktgemüse aber auch Schuhe möglich, die mit dem Erreger in Kontakt gekommen sind. Das Virus ist sehr stabil und langlebig.

Für eine Impfung sollten die Tiere gesund und parasitenfrei sein, d.h. bei Jungtieren und Neuzugängen oder auch unklarem Parasitenstatus sollte vorher eine Kotuntersuchung erfolgen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2021/03/032021_Impfungen_Kaninchen.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2021-03-26 08:30:002021-03-11 19:49:01Wichtige Impfungen für Kaninchen fällig

Bewegung: Eine oft unterschätzte Vorsorge

Vorsorge

Mal ehrlich: Bekommt Ihr Tier genügend Bewegung? Ob Hund, Katze oder Kaninchen – Bewegung und eine gesunde Ernährung gehören zu einer guten Prophylaxe. Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihr Tier dauerhaft an eine regelmäßige und ausgiebige Bewegung zu gewöhnen.

Sorgen Sie für Abwechslung: Sie werden feststellen, wie leicht kleine Aktionen den Alltag auffrischen. Katzen freuen sich beispielsweise über alte Kartons, in die Sie Löcher schneiden. Bei Jagdspielen nutzen die Samtpfoten den Karton als „Deckung“.

Bei einem Hundespaziergang lassen sich Apportier-Übungen prima einbauen. Und Kaninchen-Freunde können mit einem Rascheltunnel aus Stoff oder mit Materialien aus Kork und Holz einen Hindernis-Parcours errichten – ein wahres Abenteuer für Langohren! Wer mehrere Anregungen für die Beschäftigung seines tierischen Begleiters sucht, schaut einfach mal ins Internet, wo es eine Fülle von Ideen gibt. Aber auch in der Tierarztpraxis gibt es auf Anfrage zahlreiche Anregungen.

Unser Tipp: Geben Sie dem Übergewicht Ihres Tieres keine Chance. Fettleibigkeit gefährdet die Gesundheit, es besteht ein größeres Risiko für zahlreiche Erkrankungen wie Herz/Kreislauf-Störungen oder Gelenkerkrankungen. Auch Verstopfung und ein geschwächtes Immunsystem sind keine Seltenheit.

Ihr Tierarzt berät Sie gerne über die richtige Ernährung und ein angemessenes Bewegungspensum.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2021/01/012021_Bewegung.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2021-01-26 19:00:002021-01-04 15:08:31Bewegung: Eine oft unterschätzte Vorsorge

Kaninchen: Symptome möglichst früh erkennen

Krankheit, Vorsorge

Paula zeigt ein ungewöhnliches Verhalten: Sie dreht sich um ihre Längsachse. Da Erkrankungen, die solche Symptome auslösen können, wie zum Beispiel Entzündungen des Innen- oder Mittelohrs, Ohrräude oder Hirnhautentzündung ausgeschlossen werden können, wird bei Paula die Infektion des Erregers Encephalitozoon cuniculi diagnostiziert. Er löst bei Kaninchen neurologische Störungen aus.

Kaninchen infizieren sich über verunreinigtes Futter oder Einstreu, da der Erreger über Urin ausgeschieden wird. Aber auch beim Muttertier kann schon die Infektion erfolgen. Kaninchen können den Erreger latent stets in sich tragen, ohne dass es zu einem Ausbruch kommt. Nicht zuletzt ist es deshalb wichtig, bei den Tieren für ein gutes Immunsystem zu sorgen: artgerechte Haltung, vielseitige Frischfütterung, möglichst wenige Stressfaktoren. Kippt das Immunsystem, hat u.a. dieser Erreger „freie Fahrt“.

Die Symptome beim erkrankten Kaninchen sind verschieden. Oft zu beobachten sind Kopfschiefhaltungen und Bewegungsstörungen. Möglich ist auch, dass das Tier auf Ansprache nicht zeitig reagiert, Bewusstseinsstörungen zeigt oder sich eine Blind- oder Taubheit einstellt. Bei schweren Erkrankungen zeigen sich Lähmungen und Störungen der Nierenfunktionen.

Bei guter Beobachtung durch den Tierhalter und früh entdeckt, kann das Kaninchen gerettet werden. Die Prognose ist abhängig vom Ausmaß der Symptome und wie schnell therapeutisch eingegriffen wird. Kopfschiefhaltungen können auch nach Abschluss der Therapie bestehen bleiben und es kann auch immer wieder zu Rückfällen kommen.

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https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2020/12/122020_Infektion_Kaninchen.jpg 340 454 Anke https://www.kleintierpraxis-amheerbusch.de/wp-content/uploads/2018/05/logo_website_neu-300x107.png Anke2020-12-22 09:00:002020-12-06 11:34:34Kaninchen: Symptome möglichst früh erkennen
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